Jahreslosung „Gott nahe zu sein ist mein Glück“ (Ps. 73,28a EÜ)
1. Einleitung
Ich möchte heute - passend zum Jahresbeginn - zu Euch über die Jahreslosung sprechen. Ein sehr schöner Vers, der sowohl ermutigend, als auch herausfordernd ist: „Gott nahe zu sein ist mein Glück“ (Ps. 73,28a EÜ). Gott nahe zu sein ist mein Glück! So jedenfalls steht es in der Einheitsübersetzung, die für die diesjährige Jahreslosung gewählt wurde. In anderen Übersetzungen steht es etwas anders, aber dazu später.
Bei der diesjährigen Jahreslosung ist etwas passiert, dass es in der ganzen Geschichte der Jahreslosungen noch nie gegeben hat. Die Jahreslosung entsteht ja nicht von selbst, sondern sie wird gewählt und zwar von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB). Da gibt es einen komplizierten Modus, in dem diskutiert, ausgewählt, gebetet und abgestimmt wird und an dessen Ende dann die neue Jahreslosung steht. So weit so gut. Nur diesmal war es so, dass die ausgewählte Losung in einem zweiten Treffen noch einmal nachträglich modifiziert werden musste, weil nämlich die Verlage protestiert hatten, die die Losung auf Tasse, Kugelschreiber und Kalender drucken wollten.
Was war der Anlass? Eigentlich lautet der Vers nämlich: „Ich aber - Gott nahe zu sein ist mein Glück“. Aber das war ihnen zu sperrig und so musste nachträglich die Losung um dieses „Ich aber -„ gekürzt werden.
Nun kann man sagen: was soll´s? Es ist immer noch Wort Gottes…und außerdem steht sowieso oft nur ein Teil eines Verses in den Losungen…und die Jahreslosung ist ja ohnehin kein Orakel, aus dem ich meine Zukunft, mein Leben im Jahre 2014 ablesen kann. Also egal, alles nicht so schlimm.
Schlimm ist es sicherlich nicht, aber zumindest schade, denn dieses „Ich aber“ ist ein Bekenntnis, dass im Gesamtzusammenhang des Psalms eine sehr wichtige Bedeutung hat.
Lesen wir ihn mal zusammen.
2. Psalm 73 (EÜ)
Der Psalm ist von Asaf. Asaf war ein Levit und der führende Lobpreismusiker Davids. Er wird auch als Seher bezeichnet, also ein Mann, der von Gott Visionen empfangen hat und sein Reden vernommen hat (2. Chr. 29,30).
[Ein Psalm Asafs.] Lauter Güte ist Gott für Israel, für alle Menschen mit reinem Herzen.
2 Ich aber - fast wären meine Füße gestrauchelt, beinahe wäre ich gefallen.
3 Denn ich habe mich über die Prahler ereifert, als ich sah, dass es diesen Frevlern so gut ging.
4 Sie leiden ja keine Qualen, ihr Leib ist gesund und wohlgenährt.
5 Sie kennen nicht die Mühsal der Sterblichen, sind nicht geplagt wie andere Menschen.
6 Darum ist Hochmut ihr Halsschmuck, wie ein Gewand umhüllt sie Gewalttat.
7 Sie sehen kaum aus den Augen vor Fett, ihr Herz läuft über von bösen Plänen.
8 Sie höhnen, und was sie sagen, ist schlecht; sie sind falsch und reden von oben herab.
9 Sie reißen ihr Maul bis zum Himmel auf und lassen auf Erden ihrer Zunge freien Lauf.
10 Darum wendet sich das Volk ihnen zu und schlürft ihre Worte in vollen Zügen.
11 Sie sagen: «Wie sollte Gott das merken? Wie kann der Höchste das wissen?»
12 Wahrhaftig, so sind die Frevler: Immer im Glück, häufen sie Reichtum auf Reichtum.
13 Also hielt ich umsonst mein Herz rein und wusch meine Hände in Unschuld.
14 Und doch war ich alle Tage geplagt und wurde jeden Morgen gezüchtigt.
15 Hätte ich gesagt: «Ich will reden wie sie», dann hätte ich an deinen Kindern Verrat geübt.
16 Da sann ich nach, um das zu begreifen; es war eine Qual für mich,
17 bis ich dann eintrat ins Heiligtum Gottes und begriff, wie sie enden.
18 Ja, du stellst sie auf schlüpfrigen Grund, du stürzt sie in Täuschung und Trug.
19 Sie werden plötzlich zunichte, werden dahingerafft und nehmen ein schreckliches Ende,
20 wie ein Traum, der beim Erwachen verblasst, dessen Bild man vergisst, wenn man aufsteht.
21 Mein Herz war verbittert, mir bohrte der Schmerz in den Nieren;
22 ich war töricht und ohne Verstand, war wie ein Stück Vieh vor dir.
23 Ich aber bleibe immer bei dir, du hältst mich an meiner Rechten.
24 Du leitest mich nach deinem Ratschluss und nimmst mich am Ende auf in Herr-lichkeit.
25 Was habe ich im Himmel außer dir? Neben dir erfreut mich nichts auf der Erde.
26 Auch wenn mein Leib und mein Herz verschmachten, Gott ist der Fels meines Herzens und mein Anteil auf ewig.
27 Ja, wer dir fern ist, geht zugrunde; du vernichtest alle, die dich treulos verlassen.
28 Ich aber - Gott nahe zu sein ist mein Glück. Ich setze auf Gott, den Herrn, mein Vertrauen. Ich will all deine Taten verkünden.
Wie Ihr den Versen entnehmen konntet, hat Asaf ein Problem. Von klein auf hat er gelernt, derjenige, der nach den Gesetzen Gottes lebt, ist gesegnet, dem geht es gut. Nun muss er feststellen, dass es in seinem Umfeld genau andersrum ist: die Gottlosen scheinen gesegnet zu sein, sie sind es, die in Überfluss leben und Gott scheint es gleichgültig zu sein, sie scheinen keinerlei Strafe befürchten zu müssen. Sie sind fern von jeder Moral, kümmern sich nicht um das Gesetz, lügen und betrügen, lästern Gott, sind hochmütig und eingebildet…und leben trotzdem im Reichtum, sind gesund und wohlernährt und kennen weder Schmerz noch Qual.
„Oh Gott, was ist hier los? Das ist ungerecht! Ich lebe nach deinen Geboten und mir geht es beschissen!“ Und Asaf ist neidisch und bitter geworden, er war in einem Zustand durchdringender Verzweiflung und er hat angefangen an Gott und seiner Gerechtigkeit zu zweifeln. Seine ganze Theologie, seine Weltsicht hat nicht mehr gestimmt.
Wir wissen nicht, welche Qualen Asaf erleiden musste, wenn er schreibt, dass er alle Tage geplagt war und jeden Morgen gezüchtigt worden ist (V. 14). War er krank, litt er Mangel, wurde er depressiv oder schreibt er hier vielleicht auch nur stellvertretend für all die Gottesfürchtigen, die die verschiedensten Entbehrungen zu tragen haben?
Und schreibt er damit nicht auch für uns: hier tut´s weh und da bin ich krank, auf meiner Arbeitsstelle läuft´s bescheiden oder vielleicht hab ich ja gar keine mehr, in meiner Familie gibt es die und die Probleme oder vielleicht ist ja gar keine Familie (mehr) da. Aber dem Kollegen oder dem Nachbarn usw, der kann alles, dem gelingt alles, der verdient massig Kohle, ist topgesund, hat eine super Familie und interessiert sich nicht die Bohne für Gott. Im Gegenteil, der ist bekennender Atheist, betrügt und lügt den ganzen Tag und schert sich überhaupt nicht um die Weisungen Gottes. Wie kann das sein?
Ich weiß nicht, ob jmd. unter uns ab und zu so denkt, aber es sind zumindest gesellschaftliche Realitäten. Denen, denen es augenscheinlich gut geht, das sind nicht immer die gottesfürchtigen Menschen.
Aber so ein Denken offenbart auch noch etwas anderes: es offenbart Religion. Wenn ich dieses und jenes für Gott tue, dann hat er mich (gefälligst) hier und dort zu segnen. Aber so ist Gott nicht. So einen Handel geht er mit uns nicht ein. Mal davon abgesehen, dass wir unseren Part nie erfüllen könnten.
Wenn wir versprechen könnten: „Wenn Du an Jesus Christus glaubst, dann bist du nur noch glücklich und alles gelingt Dir, von früh bis spät!“, hätten wir wahrscheinlich immer volle Gottesdienste, aber so läuft der Hase nicht.
Asaf hat dann ein Aha-Erlebnis. Er kam in die Gegenwart Gottes, er betrat das Heiligtum (V. 17) und hat erkannt, dass sein bisheriges Denken dumm wahr, dass er nicht richtig nachgedacht hatte, dass er nur natürlich gedacht hatte, dass seine Wahrnehmung die, eines Tieres war (V. 22).
Er hat dann zwei Dinge erkannt: zum einen war seine Wahrnehmung wohl etwas einseitig, denn auch die Gottlosen ernten oft in ihrem Leben, das was sie säen und zum anderen, das Entscheidende kommt am Schluss: es geht nicht darum, ob man hier immer und überall erfolgreich ist, sondern es geht darum, ob man am Schluss erfolgreich bei Gott in seiner Herrlichkeit ist (V. 24) und dann hat das Diesseits auf einmal nicht mehr so viel Gewicht.
Und dann kommt Asaf zu dieser starken Aussage: „Soll es den anderen, den Gottlosen doch gut ergehen, egal, ich mache es ihnen nicht nach, ich folge ihnen nicht in ihrem Treiben, ich aber entscheide mich Gott nahe zu sein, denn das allein ist mein Glück.“
3. Glück
Glück?! Glück ist jetzt ja kein Begriff, der oft in der Bibel vorkommt.
Ist jetzt hier Glück im Sinne von einem positiven Ausgang bei einem zufälligen Geschehen gemeint? Würfelglück, Glück beim Pokern oder Glück in der Liebe? Oder hat jetzt etwa der neuzeitliche Glückswahn Einzug in die Bibelübersetzungen gehalten. Alle müssen immer glücklich sein, alles wird dem persönlichen Glück untergeordnet, egal ob es den anderen vielleicht schadet, ich muss glücklich sein, ich habe ein Recht auf mein Glück, auch wenn es die Ehe kostet oder sonst etwas. Das Recht nach seinem Glück zu streben, ist ja sogar Teil der amerikanischen Verfassung.
Das ist alles nicht damit gemeint. Und es ist tatsächlich so, dass man diese Stelle auch ganz anders übersetzen kann. Aber was ist hier gemeint?
Interessant finde ich, dass Glück vom mittelhochdeutschen „gelücken“ abgeleitet eigentlich bedeutet, dass eine Sache gut ausgeht bzw. gut ausgegangen ist. Also auch ein Betrachten vom Ende her, das passt schon zu der Sichtweise des Asafs. Wenn ich am Schluss bei Gott in der Herrlichkeit bin, dann ist es „gelücket“, dann ist es geglückt, dann ist es gut ausgegangen.
Wir Christen dürfen heute immer in dieser Gewissheit leben, dass es - durch Jesus - nicht nur glücken wird, also gut ausgehen wird, sondern vielmehr schon geglückt ist, schon gut ausgegangen ist, weil er schon alles getan hat. Wer den Sohn hat, der hat das Leben! (1. Joh. 5,12a)
Aber wie gesagt, man kann den Vers auch anders übersetzen. Im Hebräischen steht hier nämlich kein Substantiv, sondern ein Adjektiv. Dort steht nämlich einfach das Wörtchen „gut“. Und so heißt es bspw. in der Elberfelder Bibel, die hier wie immer sehr nahe am Urtext ist:
„Ich aber: Gott zu nahen ist mir gut.“ (Rev. Elb.)
Gott zu nahen ist mir gut. So redet bloß keiner. Man könnte dann etwas moderner formulieren: Gott zu nahen tut mir gut. (Bsp. vom Zivi „Knut tut gut!“) Gott tut gut! Gott nahe zu sein, tut mir wohl. Gottes Nähe macht mich froh. Gott zu nahen beglückt mich. Gott nahe zu sein, macht mich heil. Und noch viele andere Übersetzungsvarianten gibt es, die allesamt gültig wären und doch jeweils andere Aspekte verdeutlichen.
Und es wird deutlich, dass es hier nicht nur um Glück vom Ende her betrachtet geht - das ist der eine Aspekt, sondern auch um Auswirkungen auf das Hier und Jetzt. Denn leben tue ich ja immer im Jetzt, - es sei denn ich habe die Gabe der Zeitreise - und so brauche ich ja auch gerade im Jetzt die Erfahrungen der Gegenwart Gottes.
Gott zu nahen tut mir gut. Gottes Nähe ist mein Glück.
Und ich denke uns ist allen klar, dass wenn hier von Glück die Rede ist, dann ist damit nicht eine unbegrenzte Ausschüttung von Endorphinen gemeint, die einen dann nur noch dümmlich grinsend durch die Gegend laufen lässt, wie es vielleicht bei manchen Sektenmitgliedern von „Wort und Geist“ oder von Scientology der Fall ist.
4. Gottes Nähe
Asaf wurde verändert durch die Nähe Gottes, dadurch dass er Gott nahe war. Und ich denke es ist jetzt irrelevant, ob man übersetzt „Gott zu nahen“, also als ein aktiver Prozess, der von mir ausgeht oder „Gottes Nähe“ als Ergebnis, denn entscheidend ist das Ergebnis, die Nähe Gottes. Und hier sind wir endlich an dem Punkt, an dem dieser Vers für uns neutestamentliche und neuzeitliche Gläubige im Hier und Jetzt seinen stärksten Bezug bekommt.
„Ich aber - entscheide mich in diesem Jahr 2014 ganz besonders, mich (immer wieder neu) in die Nähe Gottes zu begeben!“
Und das ist bei den vielfältigen Zerstreuungen und Verpflichtungen des Alltags gar nicht immer so einfach. Albert Frey hat letzten Sonntag bei seinem Konzert in der Früher Stadthalle ganz offen erzählt, dass er - obwohl er ja jmd. ist, der unheimlich tief gehende Lobpreislieder schreibt und komponiert - kein Mensch ist, der sich mit Nähe im Allgemeinen und mit der Nähe Gottes im Speziellen, leicht tut.
Es gibt viele verschiedene Wege, wie ich Gott nahe sein kann:
- wenn ich ihm im Gebet mein Herz ausschütte
- wenn ich anbete oder Lobpreislieder singe
- wenn ich ihm danke
- wenn ich Lobpreismusik höre oder soake
- in der Stille
- beim Bibellesen
- beim Aussprechen von biblischen Wahrheiten
- in der Gemeinschaft mit Geschwistern
- wenn mich sein Heiliger Geist im Alltag leitet
- wenn ich seinen Segen empfange oder weiter gebe
- wenn ich mich neu mit Heiligen Geist erfüllen lasse
- im Abendmahl
- wenn ich anderen Gutes tue oder mir Gutes tuen lasse
- beim Staunen über die Schönheit der Natur
uvm. ……
Der Weg zur Nähe Gottes steht uns offen durch Jesus. Trotzdem ist sie kein willkürlich verfügbares Gut. Vor 100 und vor 75 Jahren wurden von Deutschland aus Soldaten in zwei Weltkriege geschickt und jedes mal begleitet von der vermessenen Zusage „Gott mit uns“.
Falsche Wege lassen sich nicht heiligen. Man kann Gottes Nähe nicht manipulieren um eigene Interessen durchzusetzen.
Mein Wunsch für uns alle ist, dass wir dieses Jahr immer wieder neu und beständig die Nähe und Gegenwart Gottes suchen und finden.
AMEN.Hier das Lied zur Jahreslosung von Arne Kopfermann:
http://www.scm-shop.de/shop/promotions/das-lied-zur-jahreslosung/lied-zur-jahreslosung-2014-von-arne-kopfermann.html
Sonntag, 26. Januar 2014
Mittwoch, 1. Januar 2014
Termine und Aktuelles Januar 2014
05.01. kein Gottesdienst
Gebetswoche der Evangelischen Allianz vom 12.01. - 19.01.
Nähere Infos hier: http://www.ead.de/gebet/allianzgebetswoche/allianzgebetswoche-2014.html
So 12.01. 17.30 Uhr Allianz-Gottesdienst in der LKG Gebhardtsraße 19 (Markus Klein, LKG Rosenstr.)
Mo 13.01. 19.00 Uhr Hardenberg-Gymnasium (mit New Generation und Gideons)
Di 14.01. 19.00 Uhr Gemeindehaus St. Paul (Martin Adel, St.Paul)
Mi 15.01. 19.00 Uhr Rathaus Fürth (Matthias Weber, FeG)
Do 16.01. 10.00 Uhr LKG Rosenstr. (Ursula Hartmann, Heilsarmee)
Do 16.01. 18.00 Uhr Klinik-Kapelle (mit Hilmar Pahlke und Uta Müller-Rehkatsch)
Fr 17.01. 19.30 Uhr FeG (Jugendgottesdienst mit Gabriel Skibitzki, FCGF)
Sa 18.01. 10.00 Uhr Heilsarmee (mit Uta Müller-Rehkatsch)
So 19.01. 10.00 Uhr Allianz-Gottesdienst in der FeG (Predigt Matthias Rapsch, LKG)
So 19.01. 17.00 Uhr Stadthalle Abschlusskonzert mit Albert Frey und Andrea Adams-Frey
(weitere Infos zum Konzert und zum Vorverkauf hier: http://www.stadthallefuerth.de/index.php?option=com_jevents&task=icalevent.detail&evid=1872&Itemid=30&year=2014&month=01&day=19)
26.01. 10.30 Arche Gottesdienst (Predigt Norbert Wohlrab, Thema: "Jahreslosung 2014, Psalm 73,28")
Weitere Infos zu den Veranstaltungen auf Wunsch per Email.
Arche = Christlicher Kindergarten Arche in der Theaterstraße 50
Gebetswoche der Evangelischen Allianz vom 12.01. - 19.01.
Nähere Infos hier: http://www.ead.de/gebet/allianzgebetswoche/allianzgebetswoche-2014.html
So 12.01. 17.30 Uhr Allianz-Gottesdienst in der LKG Gebhardtsraße 19 (Markus Klein, LKG Rosenstr.)
Mo 13.01. 19.00 Uhr Hardenberg-Gymnasium (mit New Generation und Gideons)
Di 14.01. 19.00 Uhr Gemeindehaus St. Paul (Martin Adel, St.Paul)
Mi 15.01. 19.00 Uhr Rathaus Fürth (Matthias Weber, FeG)
Do 16.01. 10.00 Uhr LKG Rosenstr. (Ursula Hartmann, Heilsarmee)
Do 16.01. 18.00 Uhr Klinik-Kapelle (mit Hilmar Pahlke und Uta Müller-Rehkatsch)
Fr 17.01. 19.30 Uhr FeG (Jugendgottesdienst mit Gabriel Skibitzki, FCGF)
Sa 18.01. 10.00 Uhr Heilsarmee (mit Uta Müller-Rehkatsch)
So 19.01. 10.00 Uhr Allianz-Gottesdienst in der FeG (Predigt Matthias Rapsch, LKG)
So 19.01. 17.00 Uhr Stadthalle Abschlusskonzert mit Albert Frey und Andrea Adams-Frey
(weitere Infos zum Konzert und zum Vorverkauf hier: http://www.stadthallefuerth.de/index.php?option=com_jevents&task=icalevent.detail&evid=1872&Itemid=30&year=2014&month=01&day=19)
26.01. 10.30 Arche Gottesdienst (Predigt Norbert Wohlrab, Thema: "Jahreslosung 2014, Psalm 73,28")
Weitere Infos zu den Veranstaltungen auf Wunsch per Email.
Arche = Christlicher Kindergarten Arche in der Theaterstraße 50
Montag, 2. Dezember 2013
Termine und Aktuelles Dezember 2013
01.12. dezentrale Hausgottesdienste
08.12. 10.00 Uhr LKG Gottesdienst mit anschl. Essen (Gottesdienst zur Weltweiten Christenverfolgung mit Marion Schwarz und Karin Tschaftary)
15.12. 10.30 Uhr Arche Gottesdienst (Predigt Christiane Schönberger, JG St. Paul)
22.12. kein Gottesdienst
24.12. 15.00 Uhr Gottesdienst (Gemeindehaus St. Paul)
29.12. kein Gottesdienst
Weitere Infos zu den Veranstaltungen (z.B. zum jeweiligen Ort der Hausgottesdienste) auf Wunsch per Email.
LKG = Landeskirchliche Gemeinschaft in der Gebhardtstraße 19
Arche = Christlicher Kindergarten Arche in der Theaterstraße 50
08.12. 10.00 Uhr LKG Gottesdienst mit anschl. Essen (Gottesdienst zur Weltweiten Christenverfolgung mit Marion Schwarz und Karin Tschaftary)
15.12. 10.30 Uhr Arche Gottesdienst (Predigt Christiane Schönberger, JG St. Paul)
22.12. kein Gottesdienst
24.12. 15.00 Uhr Gottesdienst (Gemeindehaus St. Paul)
29.12. kein Gottesdienst
Weitere Infos zu den Veranstaltungen (z.B. zum jeweiligen Ort der Hausgottesdienste) auf Wunsch per Email.
LKG = Landeskirchliche Gemeinschaft in der Gebhardtstraße 19
Arche = Christlicher Kindergarten Arche in der Theaterstraße 50
Sonntag, 3. November 2013
Termine und Aktuelles November 2013
31.10.
- 03.11. CGF-Freizeit im Gästehaus Hensoltshöhe in Gunzenhausen mit
Klaus Sparla (Vineyard Nürnberg) und Friedrich Horänder (GMS
Frommetsfelden)
10.11. 10.00 Uhr LKG Gottesdienst mit anschl. Essen (Predigt Anbu Balanboobalan, Indien)
17.11. 10.30 Uhr Arche Gottesdienst (Predigt Sabine Auerochs)
24.11. dezentrale Hausgottesdienste
Weitere Infos zu den Veranstaltungen (z.B. zum jeweiligen Ort der Hausgottesdienste) auf Wunsch per Email.
LKG = Landeskirchliche Gemeinschaft in der Gebhardtstraße 19
Arche = Christlicher Kindergarten Arche in der Theaterstraße 50
10.11. 10.00 Uhr LKG Gottesdienst mit anschl. Essen (Predigt Anbu Balanboobalan, Indien)
17.11. 10.30 Uhr Arche Gottesdienst (Predigt Sabine Auerochs)
24.11. dezentrale Hausgottesdienste
Weitere Infos zu den Veranstaltungen (z.B. zum jeweiligen Ort der Hausgottesdienste) auf Wunsch per Email.
LKG = Landeskirchliche Gemeinschaft in der Gebhardtstraße 19
Arche = Christlicher Kindergarten Arche in der Theaterstraße 50
Donnerstag, 3. Oktober 2013
Termine und Aktuelles Oktober 2013
06.10. kein Gottesdienst wegen der Sperrung der Innenstadt (Kirchweihumzug)
13.10. 10.00 Uhr LKG Gottesdienst mit anschl. Essen (Lobpreis & Segnung)
20.10. 10.30 Uhr Arche Gottesdienst (Predigt Norbert Wohlrab)
27.10. dezentrale Hausgottesdienste
31.10. - 03.11. CGF-Freizeit im Gästehaus Hensoltshöhe in Gunzenhausen mit Klaus Sparla (Vineyard Nürnberg) und Friedrich Horänder (GMS Frommetsfelden)
Weitere Infos zu den Veranstaltungen (z.B. zum jeweiligen Ort der Hausgottesdienste) auf Wunsch per Email.
LKG = Landeskirchliche Gemeinschaft in der Gebhardtstraße 19
Arche = Christlicher Kindergarten Arche in der Theaterstraße 50
13.10. 10.00 Uhr LKG Gottesdienst mit anschl. Essen (Lobpreis & Segnung)
20.10. 10.30 Uhr Arche Gottesdienst (Predigt Norbert Wohlrab)
27.10. dezentrale Hausgottesdienste
31.10. - 03.11. CGF-Freizeit im Gästehaus Hensoltshöhe in Gunzenhausen mit Klaus Sparla (Vineyard Nürnberg) und Friedrich Horänder (GMS Frommetsfelden)
Weitere Infos zu den Veranstaltungen (z.B. zum jeweiligen Ort der Hausgottesdienste) auf Wunsch per Email.
LKG = Landeskirchliche Gemeinschaft in der Gebhardtstraße 19
Arche = Christlicher Kindergarten Arche in der Theaterstraße 50
Samstag, 28. September 2013
Predigt von Norbert Wohlrab (22.09.13)
Jesus - unsere Quelle des Lebens
(Lieblingswitz: Junge in der Oberpfalz will nicht sprechen)
Ähnlich - nur umgekehrt, geht es mir heute. Ich habe wahrscheinlich mittlerweile weit über 100 Predigten gehalten und irgendwie hab ich das Gefühl: eigentlich hab ich alles schon mal gesagt. Mehr gibt es nicht zu sagen - zumindest von meiner Seite. Ich könnte natürlich irgendwas altes auskramen oder irgendein Lehrthema behandeln, aber es sollte ja auch irgendwie Relevanz für uns haben.
Nun, ein Thema (bzw. ein Begriff), der mir in den letzten Wochen immer wieder mal in den Sinn kam, war: Quelle.
Eine Quelle ist ein Ort, wo dauerhaft oder nur zeitweise aus Niederschlägen gespeistes Grundwasser auf natürliche Weise austritt. (Wikipedia)
Ihr habt bestimmt schon mal Quellen auf Wanderungen gesehen (im Fichtelgebirge bspw. die Quelle des Weißen Mains am Ochsenkopf oder die Egerquelle etc.). Da sprudelt und strudelt das Wasser aus einem Stein oder Hang o.ä. heraus.
Was sind Eure Assoziationen, wenn Ihr an „Quelle(n)“ denkt?
Was steht eigentlich in der Bibel zu Quellen? Das ist jetzt kein Hauptthema der Schrift, zu dem man unzählige Bibelstellen findet. Es sind eigentlich nur ein paar wenige, überschaubare Bibelstellen, aber relativ ausdrucksstarke Stellen.
„HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes / und dein Recht wie die große Tiefe. HERR, du hilfst Menschen und Tieren.
Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“
(Ps. 36, 6 - 10 Luther)
David versucht hier mit der Beschränktheit der menschlichen Sprache die Güte Gottes zu beschreiben. Er benutzt dabei die Dimensionen der sichtbaren Schöpfung: er redet von der Weite des Himmels (Wolken), der Höhe der Berge und der Tiefe des Ozeans. Er beschreibt das alles Gute, alle materielle Versorgung, alles Leben bei Gott zu finden ist und bei ihm seinen Ursprung hat. Aber er drückt auch eine geistliche Wahrheit aus, die letztlich erst im Neuen Bund Gültigkeit erlangt. Nämlich dort, wo Jesus von sich spricht:
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh, 14,6a Luther)
Jesus ist die Quelle des Lebens. Er ist uns zur Quelle des Lebens geworden. Er ist das Leben.
Welche Stellen finden wir noch in der Bibel? Jesus sagt z.B. im Gespräch mit der samaritanischen Frau am Brunnen:
„wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“ (Joh. 4,14 Luther)
Und in einer anderen Stelle in der Offenbarung heißt es:
„Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offb. 21,6 Luther)
Wenn man diese beiden Stellen zusammen nimmt, heißt es also:
Jesus gibt uns lebendiges Wasser, er gibt es uns umsonst, dieses Wasser hat eine besondere Qualität: es sättigt lebenslang: dieses Wasser sprudelt sogar aus dem Gläubigen heraus und es mündet im ewigen Leben. Und das nicht erst in der Zukunft, wenn wir in die Ewigkeit eingehen, nein, dieser Prozess findet bereits jetzt in der Gegenwart statt. Und wer davon trinkt hat nie wieder Durst.
Dieses Bild, welches Jesus hier gebraucht, ist zum einen ein Bild für das Heil. Es ist ein Bild für das, worauf im Alten Bund das Volk Israels sich hingesehnt hat.
„Und mit Freuden werdet ihr Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils“ (Jes. 12,3 Rev. Elb.)
wird ihnen im AT verheißen. Und dieses ersehnte Heil konnte nun in Jesus empfangen werden.
Und wenn man es empfängt, dann löscht es ein für allemal den Durst unserer Seele, den Durst unseres Schlundes, unserer Kehle (was „Seele“ aus dem hebr. wörtlich übersetzt heißt).
„Meine Seele verzehrt sich nach deinem Heil.“ (Ps. 119,81a Rev.Elb.)
Diese Sehnsucht nach Heil, nach ewigen Leben, nach Vergebung, nach göttlicher Annahme, nach Göttlichkeit, nach Gott selbst, sie wird ein für allemal gestillt.
Quellen spenden Leben, aus der Quelle wird ein Fluß, er bewässert das Land, das Land wird grün, Ackerbau und Viehzucht wird möglich, Fischfang wird möglich, Leben wird möglich. Eine Quelle spendet lebendiges Wasser.
Aber es gibt auch künstliche Quellen. Kennt Ihr diese kleinen Quellen für´s Wohnzimmer. Diese Sprudelsteine. Da wird das Wasser im Kreislauf gepumpt und plätschert vor sich hin. Das ist kein lebendiges Wasser, das Leben hervorbringt, sondern ein künstliches System, das nur dazu dient, dass man sich am Plätschern erfreut und evt. auch das Raumklima etwas verbessert wird - und vielleicht öfters die Toilette aufsuchen muss.
Sind wir nicht manchmal ähnlich und suchen uns künstliche Quellen? Künstliche Kraftquellen?
Ich hab letzte Woche erwähnt, dass für mich der Sommerurlaub im Kreis der Familie eine Quelle der Kraft gewesen ist. Und wir können wahrscheinlich noch viele andere solcher kleinen und großen Kraftquellen aufzählen: Sport, Wandern, Freunde, Hobbys, Musik, Gartenarbeit, Natur uvm.
Alles wunderbare Sachen, die unserem Leben Qualität geben, die gut und wichtig sind. Dinge, die uns Gott geschenkt hat, die Gott angelegt hat, als er das menschliche Leben entworfen hat, die das Leben teilweise erst wirklich zum Leben machen. „Der Mensch wird am Du zum Ich.“ hat der jüdische Philosoph Martin Buber gesagt. Erst durch die Gemeinschaft mit anderen wird mein Leben erst zum Leben. Also alles gute und wertvolle Schätze des Lebens. Alles Elemente, durch die ich die Liebe Gottes, seine Güte, Gnade, Göttlichkeit usw. erfahren und erleben kann.
Analog zu „Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird“ 1. Tim. 4,4 Luther (Aussage über die Reinheit der Speisen) könnte man sagen: Alle Quellen sind gut, die in Dankbarkeit empfangen werden (theologisch natürlich nicht korrekt).
Aber: keine dieser Quellen ist Jesus selbst. Ich möchte nicht sagen, dass sie künstlich sind, aber sie sind nicht Gott. Wir können Gott darin finden, aber sie können Gott nicht ersetzen. Das ist der Unterschied zur Esoterik.
Nichts von dem hat die Qualität um die Tiefe des Ruhens vor Gott, der Stille vor Gott, der Anbetung, der Zeit in Gottes Gegenwart zu ersetzen. Wir probieren es immer wieder, aber es funktioniert nicht. Die meisten von uns haben die Tendenz zur Martha und nicht zur Maria (vgl. Luk. 10).
Es ist schon irgendwie paradox: einerseits gibt Jesus mir ein Wasser, das zur Folge hat, dass ich nie mehr Durst habe, also nie mehr zu ihm kommen muss um zu trinken, weil ich das Heil erhalten habe; andererseits, wenn ich seine Nähe nicht suche, wird diese sprudelnde Quelle dieses Wassers, des geistlichen Lebens in mir, nur noch zu einem schwachen Rinnsaal.
Wir haben es vorhin gesungen: Jesus möchte der Mittelpunkt in meiner Schwäche und in meiner Stärke sein. Im Mangel und im Überfluss. In Freude und im Leid.
Dieses Bild von der Wasserquelle ist nicht nur ein Bild für das Heil, sondern auch für den Heiligen Geist. Am Laubhüttenfest sagt Jesus nämlich:
„Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.“ (Joh. 7, 37b - 39 Luther)
Aus unserem Leib, aus unserem Inneren, aus unserem Bauch fließen Ströme des Heiligen Geistes, fließen Ströme göttlichen Lebens. Aus uns heraus fließen die Ströme. Jesus sagt nicht, „der wird die Ströme lebendigen Wassers von Gott weiterleiten“, obwohl das theologisch sicher auch nicht falsch wäre, sondern er spricht hier bewusst davon, dass sie aus uns heraus kommen.
Wie kann das sein? Weil Christus in uns lebt, weil der Heilige Geist in uns wohnt. Dies sollten wir nicht gering achten, aus einer falsch verstandenen Frömmigkeit oder einer falsch verstandenen Demutshaltung heraus.
Ich denke dies hat auch etwas mit Souveränität zu tun. Wir sind die beauftragten Verwalter, die Haushalter, die Treuhänder, die Besitzer des Geistes. Zwar nicht die Eigentümer, aber wir entscheiden wo und wann wir uns zur Verfügung stellen um die Ströme fließen zu lassen. Wo wir nicht präsent sind, wo wir uns verweigern, wird auch nichts fließen können.
Dieses Bild vom Bauch, vom Inneren, von aus-uns-herausfließen hat vielleicht auch etwas damit zu tun, das unser Wesen, unsere Natürlichkeit, unsere Seele hier mit involviert, mit in diesem Prozess verwoben sind.
Und: die Ströme fließen von uns weg. Wir dürfen uns füllen, einweichen und durchtränken lassen...aber dann fließt er zu den Menschen. Vom In-Christus-Sein zu denen, die durstig sind.
Und das geht manchmal einfacher als man denkt. Wir hatten neulich ein Treffen mit einem Mädchen, wo ich eigentlich dachte: wir machen da ein bisschen Befreiungsdienst und gut ist. Und dann ging es eigentlich eher darum ihr die Liebe Gottes zu offenbaren, den Fluss der Liebe Gottes zu ihr durchfließen zu lassen.
Wir haben viel mehr zu geben, als wir oft von uns denken.
Es gibt aber noch eine besondere Art von Quelle: die Oase.
Eine Oase ist ein Vegetationsfleck in der Wüste, üblicherweise an einer Quelle, Wasserstelle oder einem Wadi gelegen. (Wikipedia)
In der Wüste bringt eine Quelle eine Oase hervor. Es entsteht daraus kein Fluss, sondern eine Wasserstelle. Je nach Größe der Quelle kann die Oase dann entsprechend bewirtschaftet werden. Früher haben Oase vor allem als Trinkwasserquelle für Karawanen gedient, das ist heute nicht mehr so gebräuchlich.
Aber wenn man bei diesem Bild bleibt, dann ist die Oase eher ein Bild für Menschen, die vorübergehend auftanken wollen.
Könnt Ihr Euch noch an unsere Vision (bzw. Selbstverständnis) als CGF erinnern:
OASE FÜR MENSCHEN
Lust auf ein Leben mit Jesus wecken
Annahme erleben und willkommen sein
Freude am Leben entdecken
Die erfrischende und heilende Gegenwart Gottes und seinen Frieden erfahren
Die eigenen Gaben entwickeln und fördern
Jungen Menschen Raum schaffen
Manchmal muss man sich daran erinnern, was wir für Vision hatten (oder vielleicht noch haben?). Sind wir eigentlich gescheitert? Oder ist es eine Frage der Perspektive?
Wenn ich an unsere Hauskreise denke, dann wird deutlich, da gibt es Menschen (Gäste), für die wir tatsächlich eine Oase sind, die dort entweder regelmäßig oder sporadisch auftanken. Menschen, die nicht zur CGF gehören, die nicht bleiben, aber immer wieder gerne kommen und auftanken, genauso wie man in einer Oase sich nicht zwingend ansiedelt, sondern sie nur benutzt um die Wasservorräte aufzufüllen.
Und auch in den anderen Bereichen: Freude am Leben entdecken, Annahme vermitteln, eigene Gaben entwickeln usw. kann ich uns wiederfinden. Jungen Menschen Raum schaffen: wir schaffen ihnen sogar soviel Raum, dass wir sie alle gehen lassen. Die Gegenwart Gottes erfahren? Ja, sicher mal mehr und mal weniger intensiv. Hier dürfen wir uns immer mehr wünschen.
Der einzige offensichtliche Mangel ist die Größe der Oase, sie ist recht klein. Es sind nur wenige, die sie bewirtschaften und nur wenige, denen sie Wasser geben kann. Aber, ist das eigentlich ein Mangel? Für manche schon, sonst würden sie nicht lieber in größere Oasen gehen. Vielleicht nicht unbedingt ein Mangel an Qualität, aber an Attraktivität.
Wo seht Ihr einen Mangel?
Wenn wir an die Freizeit denken, dann dürfen wir dort auf jeden Fall wieder intensiv Oase sein - für einander und für unsere Gäste.
Heute möchte ich es einmal hierbei belassen und vorschlagen, dass wir uns Zeit und Raum nehmen um in der Gegenwart Gottes neu aufzutanken.
(Lieblingswitz: Junge in der Oberpfalz will nicht sprechen)
Ähnlich - nur umgekehrt, geht es mir heute. Ich habe wahrscheinlich mittlerweile weit über 100 Predigten gehalten und irgendwie hab ich das Gefühl: eigentlich hab ich alles schon mal gesagt. Mehr gibt es nicht zu sagen - zumindest von meiner Seite. Ich könnte natürlich irgendwas altes auskramen oder irgendein Lehrthema behandeln, aber es sollte ja auch irgendwie Relevanz für uns haben.
Nun, ein Thema (bzw. ein Begriff), der mir in den letzten Wochen immer wieder mal in den Sinn kam, war: Quelle.
Eine Quelle ist ein Ort, wo dauerhaft oder nur zeitweise aus Niederschlägen gespeistes Grundwasser auf natürliche Weise austritt. (Wikipedia)
Ihr habt bestimmt schon mal Quellen auf Wanderungen gesehen (im Fichtelgebirge bspw. die Quelle des Weißen Mains am Ochsenkopf oder die Egerquelle etc.). Da sprudelt und strudelt das Wasser aus einem Stein oder Hang o.ä. heraus.
Was sind Eure Assoziationen, wenn Ihr an „Quelle(n)“ denkt?
Was steht eigentlich in der Bibel zu Quellen? Das ist jetzt kein Hauptthema der Schrift, zu dem man unzählige Bibelstellen findet. Es sind eigentlich nur ein paar wenige, überschaubare Bibelstellen, aber relativ ausdrucksstarke Stellen.
„HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes / und dein Recht wie die große Tiefe. HERR, du hilfst Menschen und Tieren.
Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“
(Ps. 36, 6 - 10 Luther)
David versucht hier mit der Beschränktheit der menschlichen Sprache die Güte Gottes zu beschreiben. Er benutzt dabei die Dimensionen der sichtbaren Schöpfung: er redet von der Weite des Himmels (Wolken), der Höhe der Berge und der Tiefe des Ozeans. Er beschreibt das alles Gute, alle materielle Versorgung, alles Leben bei Gott zu finden ist und bei ihm seinen Ursprung hat. Aber er drückt auch eine geistliche Wahrheit aus, die letztlich erst im Neuen Bund Gültigkeit erlangt. Nämlich dort, wo Jesus von sich spricht:
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh, 14,6a Luther)
Jesus ist die Quelle des Lebens. Er ist uns zur Quelle des Lebens geworden. Er ist das Leben.
Welche Stellen finden wir noch in der Bibel? Jesus sagt z.B. im Gespräch mit der samaritanischen Frau am Brunnen:
„wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“ (Joh. 4,14 Luther)
Und in einer anderen Stelle in der Offenbarung heißt es:
„Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offb. 21,6 Luther)
Wenn man diese beiden Stellen zusammen nimmt, heißt es also:
Jesus gibt uns lebendiges Wasser, er gibt es uns umsonst, dieses Wasser hat eine besondere Qualität: es sättigt lebenslang: dieses Wasser sprudelt sogar aus dem Gläubigen heraus und es mündet im ewigen Leben. Und das nicht erst in der Zukunft, wenn wir in die Ewigkeit eingehen, nein, dieser Prozess findet bereits jetzt in der Gegenwart statt. Und wer davon trinkt hat nie wieder Durst.
Dieses Bild, welches Jesus hier gebraucht, ist zum einen ein Bild für das Heil. Es ist ein Bild für das, worauf im Alten Bund das Volk Israels sich hingesehnt hat.
„Und mit Freuden werdet ihr Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils“ (Jes. 12,3 Rev. Elb.)
wird ihnen im AT verheißen. Und dieses ersehnte Heil konnte nun in Jesus empfangen werden.
Und wenn man es empfängt, dann löscht es ein für allemal den Durst unserer Seele, den Durst unseres Schlundes, unserer Kehle (was „Seele“ aus dem hebr. wörtlich übersetzt heißt).
„Meine Seele verzehrt sich nach deinem Heil.“ (Ps. 119,81a Rev.Elb.)
Diese Sehnsucht nach Heil, nach ewigen Leben, nach Vergebung, nach göttlicher Annahme, nach Göttlichkeit, nach Gott selbst, sie wird ein für allemal gestillt.
Quellen spenden Leben, aus der Quelle wird ein Fluß, er bewässert das Land, das Land wird grün, Ackerbau und Viehzucht wird möglich, Fischfang wird möglich, Leben wird möglich. Eine Quelle spendet lebendiges Wasser.
Aber es gibt auch künstliche Quellen. Kennt Ihr diese kleinen Quellen für´s Wohnzimmer. Diese Sprudelsteine. Da wird das Wasser im Kreislauf gepumpt und plätschert vor sich hin. Das ist kein lebendiges Wasser, das Leben hervorbringt, sondern ein künstliches System, das nur dazu dient, dass man sich am Plätschern erfreut und evt. auch das Raumklima etwas verbessert wird - und vielleicht öfters die Toilette aufsuchen muss.
Sind wir nicht manchmal ähnlich und suchen uns künstliche Quellen? Künstliche Kraftquellen?
Ich hab letzte Woche erwähnt, dass für mich der Sommerurlaub im Kreis der Familie eine Quelle der Kraft gewesen ist. Und wir können wahrscheinlich noch viele andere solcher kleinen und großen Kraftquellen aufzählen: Sport, Wandern, Freunde, Hobbys, Musik, Gartenarbeit, Natur uvm.
Alles wunderbare Sachen, die unserem Leben Qualität geben, die gut und wichtig sind. Dinge, die uns Gott geschenkt hat, die Gott angelegt hat, als er das menschliche Leben entworfen hat, die das Leben teilweise erst wirklich zum Leben machen. „Der Mensch wird am Du zum Ich.“ hat der jüdische Philosoph Martin Buber gesagt. Erst durch die Gemeinschaft mit anderen wird mein Leben erst zum Leben. Also alles gute und wertvolle Schätze des Lebens. Alles Elemente, durch die ich die Liebe Gottes, seine Güte, Gnade, Göttlichkeit usw. erfahren und erleben kann.
Analog zu „Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird“ 1. Tim. 4,4 Luther (Aussage über die Reinheit der Speisen) könnte man sagen: Alle Quellen sind gut, die in Dankbarkeit empfangen werden (theologisch natürlich nicht korrekt).
Aber: keine dieser Quellen ist Jesus selbst. Ich möchte nicht sagen, dass sie künstlich sind, aber sie sind nicht Gott. Wir können Gott darin finden, aber sie können Gott nicht ersetzen. Das ist der Unterschied zur Esoterik.
Nichts von dem hat die Qualität um die Tiefe des Ruhens vor Gott, der Stille vor Gott, der Anbetung, der Zeit in Gottes Gegenwart zu ersetzen. Wir probieren es immer wieder, aber es funktioniert nicht. Die meisten von uns haben die Tendenz zur Martha und nicht zur Maria (vgl. Luk. 10).
Es ist schon irgendwie paradox: einerseits gibt Jesus mir ein Wasser, das zur Folge hat, dass ich nie mehr Durst habe, also nie mehr zu ihm kommen muss um zu trinken, weil ich das Heil erhalten habe; andererseits, wenn ich seine Nähe nicht suche, wird diese sprudelnde Quelle dieses Wassers, des geistlichen Lebens in mir, nur noch zu einem schwachen Rinnsaal.
Wir haben es vorhin gesungen: Jesus möchte der Mittelpunkt in meiner Schwäche und in meiner Stärke sein. Im Mangel und im Überfluss. In Freude und im Leid.
Dieses Bild von der Wasserquelle ist nicht nur ein Bild für das Heil, sondern auch für den Heiligen Geist. Am Laubhüttenfest sagt Jesus nämlich:
„Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.“ (Joh. 7, 37b - 39 Luther)
Aus unserem Leib, aus unserem Inneren, aus unserem Bauch fließen Ströme des Heiligen Geistes, fließen Ströme göttlichen Lebens. Aus uns heraus fließen die Ströme. Jesus sagt nicht, „der wird die Ströme lebendigen Wassers von Gott weiterleiten“, obwohl das theologisch sicher auch nicht falsch wäre, sondern er spricht hier bewusst davon, dass sie aus uns heraus kommen.
Wie kann das sein? Weil Christus in uns lebt, weil der Heilige Geist in uns wohnt. Dies sollten wir nicht gering achten, aus einer falsch verstandenen Frömmigkeit oder einer falsch verstandenen Demutshaltung heraus.
Ich denke dies hat auch etwas mit Souveränität zu tun. Wir sind die beauftragten Verwalter, die Haushalter, die Treuhänder, die Besitzer des Geistes. Zwar nicht die Eigentümer, aber wir entscheiden wo und wann wir uns zur Verfügung stellen um die Ströme fließen zu lassen. Wo wir nicht präsent sind, wo wir uns verweigern, wird auch nichts fließen können.
Dieses Bild vom Bauch, vom Inneren, von aus-uns-herausfließen hat vielleicht auch etwas damit zu tun, das unser Wesen, unsere Natürlichkeit, unsere Seele hier mit involviert, mit in diesem Prozess verwoben sind.
Und: die Ströme fließen von uns weg. Wir dürfen uns füllen, einweichen und durchtränken lassen...aber dann fließt er zu den Menschen. Vom In-Christus-Sein zu denen, die durstig sind.
Und das geht manchmal einfacher als man denkt. Wir hatten neulich ein Treffen mit einem Mädchen, wo ich eigentlich dachte: wir machen da ein bisschen Befreiungsdienst und gut ist. Und dann ging es eigentlich eher darum ihr die Liebe Gottes zu offenbaren, den Fluss der Liebe Gottes zu ihr durchfließen zu lassen.
Wir haben viel mehr zu geben, als wir oft von uns denken.
Es gibt aber noch eine besondere Art von Quelle: die Oase.
Eine Oase ist ein Vegetationsfleck in der Wüste, üblicherweise an einer Quelle, Wasserstelle oder einem Wadi gelegen. (Wikipedia)
In der Wüste bringt eine Quelle eine Oase hervor. Es entsteht daraus kein Fluss, sondern eine Wasserstelle. Je nach Größe der Quelle kann die Oase dann entsprechend bewirtschaftet werden. Früher haben Oase vor allem als Trinkwasserquelle für Karawanen gedient, das ist heute nicht mehr so gebräuchlich.
Aber wenn man bei diesem Bild bleibt, dann ist die Oase eher ein Bild für Menschen, die vorübergehend auftanken wollen.
Könnt Ihr Euch noch an unsere Vision (bzw. Selbstverständnis) als CGF erinnern:
OASE FÜR MENSCHEN
Lust auf ein Leben mit Jesus wecken
Annahme erleben und willkommen sein
Freude am Leben entdecken
Die erfrischende und heilende Gegenwart Gottes und seinen Frieden erfahren
Die eigenen Gaben entwickeln und fördern
Jungen Menschen Raum schaffen
Manchmal muss man sich daran erinnern, was wir für Vision hatten (oder vielleicht noch haben?). Sind wir eigentlich gescheitert? Oder ist es eine Frage der Perspektive?
Wenn ich an unsere Hauskreise denke, dann wird deutlich, da gibt es Menschen (Gäste), für die wir tatsächlich eine Oase sind, die dort entweder regelmäßig oder sporadisch auftanken. Menschen, die nicht zur CGF gehören, die nicht bleiben, aber immer wieder gerne kommen und auftanken, genauso wie man in einer Oase sich nicht zwingend ansiedelt, sondern sie nur benutzt um die Wasservorräte aufzufüllen.
Und auch in den anderen Bereichen: Freude am Leben entdecken, Annahme vermitteln, eigene Gaben entwickeln usw. kann ich uns wiederfinden. Jungen Menschen Raum schaffen: wir schaffen ihnen sogar soviel Raum, dass wir sie alle gehen lassen. Die Gegenwart Gottes erfahren? Ja, sicher mal mehr und mal weniger intensiv. Hier dürfen wir uns immer mehr wünschen.
Der einzige offensichtliche Mangel ist die Größe der Oase, sie ist recht klein. Es sind nur wenige, die sie bewirtschaften und nur wenige, denen sie Wasser geben kann. Aber, ist das eigentlich ein Mangel? Für manche schon, sonst würden sie nicht lieber in größere Oasen gehen. Vielleicht nicht unbedingt ein Mangel an Qualität, aber an Attraktivität.
Wo seht Ihr einen Mangel?
Wenn wir an die Freizeit denken, dann dürfen wir dort auf jeden Fall wieder intensiv Oase sein - für einander und für unsere Gäste.
Heute möchte ich es einmal hierbei belassen und vorschlagen, dass wir uns Zeit und Raum nehmen um in der Gegenwart Gottes neu aufzutanken.
Montag, 2. September 2013
Termine und Aktuelles September 2013
--------------Sommerpause--------------Sommerpause---------
15.09. 10.30 Uhr Arche Gottesdienst (Zeugnisse und Berichte)
22.09. 10.00 Uhr LKG Gottesdienst mit anschl. Essen (Predigt Norbert Wohlrab, Thema: "Jesus - unsere Quelle des Lebens")
29.09. 10.00 Uhr Gemeindehaus St. Paul, Gottesdienst
gemeinsam mit der JG St. Paul und der LKG
(Predigt Hans Heidelberger, Nehemia-Team)
Weitere Infos zu den Veranstaltungen auf Wunsch per Email.
LKG = Landeskirchliche Gemeinschaft in der Gebhardtstraße 19
Arche = Christlicher Kindergarten Arche in der Theaterstraße 50
15.09. 10.30 Uhr Arche Gottesdienst (Zeugnisse und Berichte)
22.09. 10.00 Uhr LKG Gottesdienst mit anschl. Essen (Predigt Norbert Wohlrab, Thema: "Jesus - unsere Quelle des Lebens")
29.09. 10.00 Uhr Gemeindehaus St. Paul, Gottesdienst
gemeinsam mit der JG St. Paul und der LKG
(Predigt Hans Heidelberger, Nehemia-Team)
Weitere Infos zu den Veranstaltungen auf Wunsch per Email.
LKG = Landeskirchliche Gemeinschaft in der Gebhardtstraße 19
Arche = Christlicher Kindergarten Arche in der Theaterstraße 50
Abonnieren
Posts (Atom)
