Sonntag, 1. März 2020

Termine und Aktuelles März 2020

01.03. kein Gottesdienst

08.03. 10.30 Uhr Arche Gottesdienst (Predigt Bob Lidfors, Dynamis e. V.)

ACHTUNG!!! ACHTUNG!!! ACHTUNG!!! ACHTUNG!!!

Wegen der sich ausbreitenden Corona-Pandemie wurde in Bayern der Katastrophenfall ausgerufen. Daher entfallen alle Gottesdienste bis einschließlich 19.04. 
Aus unserer gesellschaftlichen Verantwortung heraus zum Schutz unserer Gemeindeglieder und aller Mitbürger entfallen zusätzlich ebenfalls alle weiteren Gemeindeveranstaltungen wie Hauskreise etc.

15.03. 10.30 Uhr St. Paul EG Gottesdienst mit anschl. Essen (Zeugnisgottesdienst)  
- entfällt -


28.03. 19.00 Uhr Feier-Abend mit Lesung von Werner May (Christlicher Psychologe und Publizist): "Wie wird es im Himmel sein? Wer möchte das nicht gerne wissen?" mit musikalischer Untermalung  
- verschoben -


Arche = Christlicher Kindergarten Arche, Theaterstraße 50
St. Paul EG = Gemeindehaus, Dr.-Martin-Luther-Platz 1, kleiner Saal im Erdgeschoss
Hausgottesdienste = unterschiedliche Orte, bitte per Email erfragen

Sonntag, 2. Februar 2020

Predigt von Norbert Wohlrab (02.02.2020)

 Jahreslosung 2020

Jahreslosung 2020 „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Mk. 9,24)

Wie auch in den letzten Jahren geht es in meiner ersten Predigt im Jahr um die Jahreslosung. Sie lautet: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Mk. 9,24).
Dieser Ausruf des Vaters eines geplagten Kindes im Markus-Evangelium wurde für die Jahreslosung ausgewählt. Ein Ruf, eine Bitte, ein Gebet. Ein Satz, der - für sich allein betrachtet - eigentlich einfach auszulegen ist, betrachtet man das ganze Geschehen, wird es deutlich komplizierter.
Betrachten wir also zunächst den Vers im Zusammenhang, bevor wir uns dann am Schluss der Einfachheit dieses Ausspruchs zuwenden.

Was war die Situation?
Jesus hatte sich mit den drei wichtigsten Jüngern - Petrus, Jakobus und Johannes - auf einen Berg zurück gezogen. Und auf einmal wird sein Aussehen ganz überirdisch, glänzend weiß, himmlisch, Mose und Elia erscheinen und schließlich erscheint auch noch Gott der Vater selbst. Die sichtbare Gegenwart Gottes in einer Wolke. Die Schechina, so wie wir sie aus dem AT kennen. Gott spricht zu ihnen aus der Wolke: „Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören!“ (Mk. 9,7)
Aus dieser heiligen und himmlischen Atmosphäre begeben sie sich dann wieder hinab in irdische Niederungen. Und dann heißt es:


"14 Und als sie zu den andern Jüngern zurückkamen, sahen sie viel Volk um sie herum versammelt und Schriftgelehrte, die mit ihnen diskutierten.
15 Und sogleich kam alles Volk, als es ihn sah, in grosser Erregung herbeigelaufen und begrüsste ihn.
16 Und er fragte sie: Was verhandelt ihr da?
17 Da antwortete ihm einer aus der Menge: Meister, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht, er hat einen stummen Geist.
18 Und wenn er ihn packt, reisst er ihn zu Boden, und er schäumt, knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich habe deinen Jüngern gesagt, sie sollten ihn austreiben, aber sie vermochten es nicht.
19 Er aber antwortet ihnen: Du ungläubiges Geschlecht! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn zu mir!
20 Und sie brachten ihn zu ihm. Und als der Geist ihn sah, zerrte er ihn sogleich hin und her, und er fiel zu Boden, wälzte sich und schäumte.
21 Da fragte er seinen Vater: Wie lange hat er das schon? Der sagte: Von Kind auf. 

22 Und oft hat er ihn ins Feuer geworfen und ins Wasser, um ihn zu vernichten. Jedoch - wenn du etwas vermagst, so hilf uns und hab Mitleid mit uns.
23 Jesus aber sagte zu ihm: Was soll das heissen: Wenn du etwas vermagst? Alles ist möglich dem, der glaubt.
24 Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube! Hilf meinem Unglauben!
25 Als Jesus nun sah, dass das Volk zusammenlief, schrie er den unreinen Geist an und sagte zu ihm: Stummer und tauber Geist! Ich befehle dir, fahr aus und fahr nie wieder in ihn hinein!
26 Der schrie und zerrte ihn heftig hin und her und fuhr aus. Da lag er da wie tot, so dass alle sagten: Er ist gestorben.
27 Jesus aber ergriff seine Hand und richtete ihn auf. Und er stand auf.
28 Dann ging er in ein Haus; und seine Jünger fragten ihn, als sie mit ihm allein waren: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?
29 Und er sagte zu ihnen: Diese Art lässt sich nicht anders austreiben als durch Gebet." (Mk. 9, 14 - 29 ZB)


Jesus kam also vom Berg herab und wurde gleich mit der Situation konfrontiert, dass ein Vater seinen Sohn zu den Jüngern gebracht hatte, aber diese ihm nicht helfen konnten. Die bisherige Ausbildung und Bevollmächtigung hat noch nicht ausgereicht. Es heißt, dass der Junge dämonisiert war und zwar von einem stummen Geist.

Nun muss man folgendes wissen. Dämonenaustreibung war damals ganz normal. Das war jetzt nichts Neues, was Jesus eingeführt hatte.
Die Schriftgelehrten trieben Dämonen aus, die Pharisäer trieben Dämonen aus, die Jünger der Rabbiner trieben Dämonen aus und auch die Jünger Jesu machten dies. Es gab ein bestimmtes Ritual, das wohl ganz gut funktionierte.

Das Ritual beinhaltete drei Schritte: 

  1. Man musste die Kommunikation mit dem Dämon aufnehmen,
  2. man musste seinen Namen herausfinden und
  3. dadurch bekam man Autorität über den Dämon, konnte ihn beim Namen ansprechen und ihm befehlen die Person zu verlassen.

Das war die übliche jüdische Praxis. Problematisch wird es da, wo der Dämon stumm war.
Diesen Fall haben wir hier: ein stummer Geist. Da funktionierte dieses Ritual nicht. Ohne den Namen zu kennen, hatte man keine Autorität über den Dämon. Man brauchte daher eine andere Autorität. Die Autorität des Messias.
Die Pharisäer hatten angekündigt, dass es ein Zeichen des kommenden Messias sein wird, dass er die Autorität haben wird auch die stummen Geister auszutreiben. Dies ist der Grund, warum die Volksmengen, wenn sie Jesus da erlebt haben, wo er genau dies getan hat, fragten: »Ist er denn etwa der Sohn Davids?« (Mt. 12,23)

Welches Ritual auch immer, die Jünger versuchten hier anzuwenden, es funktionierte nicht. Sie waren mit der Situation überfordert.

Der Vater wendet sich dann also direkt an Jesus und die Menge ist gespannt, ob der Meister hier etwas tun kann, ob der Meister mehr kann, als seine Gefolgsleute.
Jesus befragt dann den Vater sehr intensiv nach der Vorgeschiche. Er erstellt sozusagen eine Anamnese. Vielleicht um Vertrauen aufzubauen, eine Beziehung zum Vater aufzubauen, Glauben zu wecken.

Und dann kommt dieser Satz des Vaters: „Wenn du etwas vermagst…hilf uns…hab Mitleid.“

„Wenn Du etwas kannst“ sagt er. Das klingt so, als würde der verzweifelte Vater den nächsten Wunderheiler aufsuchen und aus seiner Resignation heraus sagen „Naja, bis jetzt hat nichts geklappt, Deine Leute konnten es nicht, aber sonst auch keiner, wenn Du meinst dass Du was drauf hast, Du kannst es ja ruhig mal probieren.“ So in etwa stell ich mir das vor. Aber Glaube geht anders.

Jesus wirkt hier nicht begeistert und gibt die Frage an den Vater zurück:

„»Wenn es dir möglich ist, sagst du?«, entgegnete Jesus. »Für den, der glaubt, ist alles möglich.«“ (Mk. 9. 23 NGÜ)

„Jesus antwortete ihm: »Was dein ›Wenn du es vermagst‹ betrifft, so wisse: Alles ist dem möglich, der Glauben hat.«“ (Menge) 


Er macht aus: „Wenn Du etwas kannst?“ ein „Wenn Du glauben kannst?“.

Alles ist möglich dem, der glaubt! Liebe Geschwister, diese Aussage ist gleichzeitig eine Wahnsinns-Verheißung und echt herausfordernd und außerdem auch noch missverständlich.

Vielleicht ist es hilfreich zunächst zu sehen, was dieser Satz nicht bedeutet:

1. Es bedeutet nicht, dass der Mensch allmächtig ist. Nur Gott ist allmächtig. Ein starker Glaube macht mich nicht zum Supermenschen. Es findet hier kein Rollentausch statt zwischen Gott und Mensch. Gott ist Gott und Mensch bleibt Mensch.

2. Es bedeutet nicht, dass Glauben an sich schon alle Möglichkeiten frei setzt. So wie es vielleicht im Positiven Denken oder in der Esoterik der Fall ist. Es geht nicht um Glauben an den Glauben. Es geht hier nicht um irgendeine Art von systemimmanente Kraft im Glauben, sowas gibt es natürlich in gewissem Umfang in der Psychologie des Menschen. Biblisches Glauben meint immer Glauben an Jesus.

Das hebräische Wort für „glauben“ heißt „aman“ und bedeutet „sich an etwas festmachen“. Davon wird auch das Wort „Amen“ abgeleitet. Es bedeutet also im hebräischen Denken sein Leben, sein Herz an Gott festmachen.
Nicht der Glaube allein verändert Dinge, sondern der Glaube an den Gott, der Dinge verändern kann.

3. Das für den Menschen Mögliche ist niemals größer als das, was Gott an Möglichkeiten zulässt. Wenn ich in einem Kreisverkehr bin und vier Ausfahrtmöglichkeiten habe, habe ich eben keine fünfte. Gott muss das Mögliche zulassen.
So wie Jesus auf dem Wasser ging und Petrus aufforderte aus dem Boot zu steigen. Petrus stieg im Glauben aus und ging auf dem Wasser. Aber Jesus rief ihn und erst dann konnte er gehen. Ohne das Rufen Jesu hätte es nicht funktioniert.

Jesus sagt:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was der tut, das tut ebenso auch der Sohn.“ (Joh. 5,19 Rev. Elb.)

Auch Jesus war mit dem was er tat abhängig vom Willen des Vaters.

„ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden.“ (Jak. 4,3 Rev. Elb.)
Der Wille Gottes begrenzt das Mögliche.

Zusammenfassend kann man sagen, dieser Zuspruch Jesu gilt innerhalb des guten Willen Gottes innerhalb der Beziehung zu Jesus. Dann ist alles möglich!

Und spätestens jetzt sind wir an den Punkt, wo wir sagen müssen: Wow!. Das ist immer noch ein ganz schön steiler Zuspruch. Und er steht ja nicht nur hier. Es gibt ja auch noch ähnliche Verheißungen, wie bspw.

„Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer!, und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden. Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.“ (Mk. 11, 23.24 Rev. Elb)
Bittet! Glaubt! Und es wird euch werden.

Und wenn ich zurück blicke in meinem Leben, stelle ich fest: ja, manchmal habe ich genau das erlebt. Wenn ich daran denke, wie ... damals Heilung von ihrer Trigeminusneuralgie zugesprochen wurde und sich nichts getan hat und ich dann zwei Wochen lang tagtäglich fast rund um die Uhr gebetet und bekannt und ihre Heilung im Glauben in Anspruch genommen und fest gemacht habe, bis sie dann in die Wirklichkeit gekommen ist.
Oder wie Gott mir zugesagt hat, dass ... von ihrer Essstörung frei werden wird, und ich viele Jahre im Glauben daran festgehalten habe.

Manches ging schnell, manches dauerte sehr lange. Und manches dauert vielleicht immer noch. Ich denke, wir haben hier alle viele positive Glaubenserfahrungen gemacht.

Aber wir haben alle auch erlebt, wie unser Beten und Glauben nichts bewirkt hat und wir in dieser Diskrepanz leben müssen - zwischen biblischer Wahrheit und unserer Wirklichkeit.

Der Vater in unserem Text hatte so gut wie keinen Glauben, aber Jesus wirkte trotzdem.
Er war ehrlich: „Hilf mir, ich will ja glauben, hilf meinen Unglauben!“ Allein, dass er sich an Jesus gewendet hat, war schon ein kleiner Glaubensschritt. Und dieser Schritt hat gereicht. Schon der kleine Senfkorn-Glauben ist ausreichend.

Er war ehrlich vor sich und vor Gott. Authentisch. Das macht ihn mir so sympathisch. Er hat seinen Unglauben nicht versteckt. Und da ist er ganz nahe bei uns. Denn genauso wie es bei ihm der Fall war, steckt in uns auch beides: Glaube und Zweifel, Glaube und Unglauben.
Wir haben die Phasen voller Glaubensstärke und die Phasen, wo wir uns am liebsten verkriechen möchten und dies auch tun und uns denken, sollen die anderen doch feste glauben und beten, ich setzt jetzt erstmal ein paar Runden aus.

Es gibt ein Gedicht von Robert Gernhardt:

„Ich sprach nachts: Es werde Licht! Aber heller wurd‘ es nicht.
Ich sprach: Wasser werde Wein! Doch das Wasser ließ es sein.
Ich sprach: Lahmer, du kannst gehen! Doch er blieb auf Krücken stehn.
Da war auch dem Dümmsten klar, dass ich nicht der Heiland war.“
(Quelle: Robert Gernhardt, Gesammelte Gedichte. 1954-2004 (2006), S. 51f.)


Wir müssen nicht der Heiland, nicht Jesus sein. Wir dürfen echt sein und rufen: „Wir glauben. Hilf unseren Unglauben! Ja, wir glauben an Dich und Deine Möglichkeiten, aber manchmal dann eben doch nicht! Hilf uns!“

Das Frustrierende ist: wir können ja keinen Glauben produzieren. Wir glauben so viel, wie wir eben glauben. Aber allein die Hinwendung an Jesus, ist schon ein bisschen Glauben.

Und wir können im Glauben wachsen. Hier können wir das Wachstum vielleicht fördern und auch blockieren. So wie im Gleichnis mit dem Unkraut im Acker. Hier haben wir Gestaltungsmöglichkeiten und auch Verantwortung.

Am Schluss wird noch deutlich, warum die Jünger ihn nicht austreiben konnten. Sie hatten nicht gebetet. Sie haben sich vielleicht auf ihre Rituale und Erfahrungen und Methoden und zugesagte Autorität verlassen, aber das Gebet, das Hinwenden zu Gott vergessen. Auch unser Glaube braucht das Gebet, das Hinwenden an Gott, das Anker auswerfen bei Gott.

Die Jahreslosung soll uns Mut machen, dass wir uns neu und mehr danach ausstrecken im Glauben zu wachsen. Nicht still stehen, nicht resignieren, sondern zu Gott schreien. „Hilf meinen Unglauben.“

AMEN.

Lied zur Jahreslosung 2020


Samstag, 1. Februar 2020

Termine und Aktuelles Februar 2020


02.02. 10.30 Uhr Arche Gottesdienst (Predigt Norbert Wohlrab zur Jahreslosung 2020)

09.02. 10.00 Uhr St. Paul gemeinsamer Gottesdienst mit der JG St. Paul (Predigt Hans Heidelberger)  

16.02. 10.30 Uhr Hausgottesdienste

23.02. kein Gottesdienst



Arche = Christlicher Kindergarten Arche, Theaterstraße 50

St. Paul = Gemeindehaus, Dr.-Martin-Luther-Platz 1
Hausgottesdienste = unterschiedliche Orte, bitte per Email erfragen

Mittwoch, 1. Januar 2020

Termine und Aktuelles Januar 2020

05.01. kein Gottesdienst

Allianz-Gebetswoche vom 12.-19.01.2020 
https://www.allianzgebetswoche.de/allianzgebetswoche-2020/

So 12.01. 17.00 Uhr Jesusgemeinde Eröffnungsgottesdienst (Predigt Thomas Herrmann, JG St. Paul)



Mo 13.01. 19.00 Uhr Hohe Mitte (Predigt Hermann Stecher, EvG)
 (Einlass 18.00 Uhr für kostenloses Buffet mit Getränkeverzehrpflicht!)
Di 14.01. 15.00 Uhr Freie evangelische Gemeinde (Predigt Daniel Schmied, FeG) 

Di 14.01. 19.00 Uhr Hardenberg-Gymnasium (Predigt SHINE)

Mi 15.01. 19.00 Uhr Rathaus Fürth (Predigt Harold Koch, Chapel
)
Do 16.01. 19.00 Uhr Klinikum Fürth (Predigt Jürgen Grau, AMIN)

Fr 17.01. 19.00 Uhr LKG Rosenstraße (Jugendgottesdienst)

Sa 18.01. 10.00 Uhr Heilsarmee (Predigt Markus Klein, LKG)


So 19.01. 17.00 Uhr St. Paul Abschlussgottesdienst (Predigt Uta Müller-Rekatsch)


26.01. 10.30 Uhr Hausgottesdienste mit anschl. Neujahrsempfang




Hausgottesdienste = unterschiedliche Orte, bitte per Email erfragen

Sonntag, 1. Dezember 2019

Predigt von Norbert Wohlrab (01.12.19)

 Freude am Herrn.mp3

Neh. 8,10 Die Freude am Herrn


Ich möchte heute über einen Vers aus dem Buch Nehemia sprechen.

(Es ist schon seltsam, dass ich bei Euch meistens über einen alt. Text predige, was ich sonst eigentlich eher selten mache. Hängt das irgendwie mit dem Namen zusammen? Als so eine Art Antikörperreaktion. Oder liegt es doch an Eurem Alter?
Man muss da ja vorsichtig sein, was man so sagt. Neulich im Büro, bei unserer morgendlichen Kaffeerunde - Sozialarbeiter - ist mir mein Schlüssel runter gefallen, und als ich ihn dann wieder aufgehoben habe, meinte eine junge Kollegin: „Na, das schaut ja nicht mehr so besonders geschmeidig aus.“ Zu mir kann man sowas ja sagen. Wir haben dann über Dehnübungen, Physiotherapie, Yoga usw. gesprochen und dann meinte eine ältere Kollegin, das sie da so ein bestimmtes Yoga macht, das sehr gut für ihren Rücken ist, ihr fällt bloß gerade der Name nicht ein. Ich meinte dann: „Yoga für Ältere.“ Daraufhin bekam ich nur ein Wort als Kommentar: „A…loch.“ Insofern, ich habe gelernt: man darf nicht immer alles sagen. Besonders nicht zu Frauen. Jetzt aber zu unserem Bibelvers.)

Ich mache es jetzt mal so wie den Herrenhuter. Ich reiße den Vers mal aus seinem Zusammenhang. Normal mache ich das ja nicht. Aber tun wir mal so, als hätten wir einen Losungsvers vor uns.

„darum seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN ist eure Stärke!“ (Neh. 8,10 Schlachter)

Bevor wir uns dann später den Zusammenhang dieses Verses anschauen, lassen wir ihn erst mal ganz isoliert in verschiedenen Übersetzungen auf uns wirken.

„Und seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN, sie ist eure Zuflucht!“
(Zürcher)

„Macht euch keine Sorgen, denn die Freude am Herrn umgibt euch wie eine schützende Mauer.“ (GN)

„Lasst den Mut nicht sinken, denn die Freude am HERRN gibt euch Kraft!“ (HfA)

„Seid nicht traurig, denn die Freude am Herrn ist eure Zuflucht!“ (NLB)

„Und seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN, sie ist euer Schutz!“ (Rev. Elb.)

Und zu guter letzt:

„Macht euch keine Sorgen! Sich an Gott zu freuen ist wie eine Impfung gegen Frust!“  (Volxbibel)

Mach Dir keine Sorgen! Sei nicht bekümmert! Oder einfach gut fränkisch: Dou di ned oh!

Wir haben den Vers vor kurzem im Hauskreis gelesen und dann festgestellt, so als Ermutigung, als Zuspruch von Gott, tut das jetzt erst mal richtig gut: Sei nicht bekümmert! Mach Dir keine Sorgen! Erst mal durchatmen.

Aber trotzdem, das ist ja jetzt erstmal einfach gesagt. Sich nicht zu bekümmern, sich keine Sorgen zu machen, was ist, wenn es aber nun doch tatsächlichen Grund zur Sorge gibt?

Wenn man nicht weiß, wie die ganzen Rechnungen bezahlt werden können.
Wenn man nicht weiß, wie es gesundheitlich weiter gehen wird.
Wenn man nicht weiß, wie lange man seine Stelle noch behalten wird.
Wenn man nicht weiß, wie man mit der mageren Rente zurecht kommen soll.
Wenn die Ehe vor dem Aus steht oder die Beziehungen zu den Kindern zerrüttet sind.
Wenn ein Kind schwer erkrankt ist, wenn man einsam ist….und und und.
Es gibt viele Anlässe, die tatsächlich berechtigten Grund zur Sorge geben.

Als Mitarbeitervertreter (Betriebsrat) habe ich viel mit Belastungen am Arbeitsplatz zu tun und da habe ich neulich einen Artikel aus der ZEIT gelesen über Erkrankungen am Arbeitsplatz. Und da erzählte eine Betriebsärztin von einer jungen Auszubildenden, die gesagt hat: „Wenn ich mit dem Gespräch hier fertig bin, fahre ich mit dem Aufzug nach oben und spring runter.“ (Sie hat es dann glücklicherweise nicht getan, sondern konnte überzeugt werden, freiwillig in die Psychiatrie zu gehen.)

Es gibt sie, die Belastungen durch die Arbeit, die Belastungen des Lebens, die die Existenz bis ins Mark erschüttern.

Seid nicht bekümmert? Seid nicht traurig? Lasst den Mut nicht sinken? - Drei - Zwei - Eins - Schnipp! - Weg?

Aber unser Vers geht ja weiter. Es braucht die Freude am Herrn! Sie ist Kraft, Schutz, Zuflucht, Burg!

Aber was ist das eigentlich? Freude am Herrn?

Freude kann man ja nicht so einfach verordnen. Freude kann man auch nicht so einfach machen. Freude ist ja in unserem Verständnis zunächst einfach mal eine Emotion. Ein Gefühl, das in mir entsteht als Reaktion auf irgendwas. Und da hakt es schon. Bei mir zumindest.

Ich bin ja eher so der ausgeglichene Typ. Mich regt selten was auf. „Passt scho“ gilt irgendwie immer.
Meine Gefühle laufen so fast wie eine Nullkurve gleichmäßig vor sich hin, mit minimalen Ausschlägen nach oben und unten -  bei Hunger und Durst bspw. oder bei Toren und Gegentoren.
Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt kenne ich eher selten und übermäßige Gefühlsäußerungen sind mir auf jeden Fall suspekt, wenn sie nicht ohnehin unter Hysterie einzuordnen sind. Okay, ich habe jetzt geringfügig übertrieben.

Wikipedia schreibt: „Freude ist der Gemütszustand oder die primäre Emotion die als Reaktion auf eine angenehme Situation oder die Erinnerung an eine solche entsteht. Je nach Intensität äußert sie sich als Lächeln, Lachen, Freudenschrei oder in einem Handeln"

Freude ist als Emotion auf jeden Fall etwas Vorübergehendes, etwas das für eine bestimmte Zeitspanne in uns entsteht. Kann so etwas Kurzfristiges zur Stärke werden?

Ich denke, dass hier in unserem Vers mehr gemeint ist, als nur eine vorübergehende Emotion, mehr als ein kurzes sich-über-Gott-freuen, sondern eher eine tiefgehendere Haltung oder Einstellung. Etwas Umfassenderes, etwas Ganzheitlicheres. Etwas das dem Leben Struktur und Rahmen gibt.

Ich hätte hier wahrscheinlich eher geschrieben: der Glaube ist Eure Stärke, das Verwurzeltsein in Gott ist Eure Stärke, das Vertrauen auf Gott ist Eure Stärke, das Getragensein usw. ist Euer Schutz. Gott nahe zu sein ist Eure Stärke, Euer Schutz..

Aber vielleicht hängt das ja alles auch irgendwie zusammen?

„Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte / und meine Zuversicht setze auf Gott den HERRN“ (Ps. 73, 28 Luther)

„Ich aber: Gott zu nahen ist mir gut. Ich habe meine Zuversicht auf den Herrn, HERRN, gesetzt, zu erzählen alle deine Taten.“ (Rev. Elb.)


Hier haben wir es zusammen. Gott nahe zu sein ist meine Freude, mein Glück, wie es in anderen Übersetzungen heißt. Das war übrigens die Jahreslosung 2014. Es gibt hier auch ein schönes Lied dazu von Arne Kopfermann. Und auf unserer Gemeindefreizeit wurde dazu sogar Walzer getanzt.

Der Asaf hatte hier genau unser Problem. Er war zutiefst bekümmert über die Umstände in seinem Leben und hat erkannt, durch die Nähe Gottes, durch das In-Gott-Sein konnte er über die Umstände hinwegblicken. Er konnte sie nicht ändern, aber dadurch konnte er seine Einstellung ändern und Glück und Freude empfinden.

Wenn also Esra hier von der „Freude am Herrn“ spricht, dann hängt das zusammen mit dem sich zu Gott halten, ihn suchen, ihn nahe sein, dann ist das nichts, was man als guter Israelit am Gürtel ständig mit sich trägt, sondern etwas was durch das sich-Gott-nähern - in welcher Form auch immer - entsteht.

Freude erwächst beispielsweise aus der Dankbarkeit. Aus dem Erinnern an das was Gott Gutes in der Vergangenheit bereits getan hat. Beim Volk Israel war es das regelmäßige Erinnern an den Auszug an Ägypten, die Versorgung in der Wüste und der Einnahme des gelobten Landes. Oder aus der Dankbarkeit für die eingebrachte Ernte usw.

Als Martin Luther einmal eine depressive Phase durchlitt, hatte seine Frau einen interessanten Einfall. Sie trat ihm in Trauerkleidern entgegen. Er erschrak: "Wer ist gestorben?"
"Unser Herrgott!", sagte sie.
Da musste er lächeln: "Ei, du Närrlein, … Solche Scherze stehen dir übel!"
Aber sie antwortete: "Doch - unser Herrgott muss gestorben sein. Sonst könnte mein Martinus nicht so traurig sein!" - Jetzt ging ihm ein Licht auf.
Er umfasste sie mit beiden Armen: "Ja, du hast Recht, ich darf nicht traurig sein, da mein Herrgott im Himmel lebt, und seine Wege Güte und Weisheit sind.“
(Quelle: https://www.erf.de/erf-plus/audiothek/wort-zum-tag/nehemia-8-10/73-4262)


Freude an Gott hat auch was zu tun mit Feiern, Singen, Gemeinschaft. Freude ist ganzheitlich. Freude will ganzheitlich erfahren werden, will ausgedrückt, ausgelebt werden. Das jüdische Glaubensverständnis ist ohnehin ein Ganzheitlicheres. Zum Leben gehört Freude. Und die Freude an Gott wird im Leben gelebt, gefeiert, ausgedrückt. Das wusste auch Esra. Deshalb heißt es nämlich unmittelbar vor und nach unserem Vers:

„Und Esra sprach zu ihnen: Geht hin und esst fette Speisen und trinkt süße Getränke…Und alles Volk ging hin, um zu essen, zu trinken und davon auszuteilen und ein großes Freudenfest zu feiern“ (Neh. 8, 10.12 Luther)

Fette Speisen, süße Getränke, vermutlich ist hier süßer Wein gemeint, gemeinsam feiern, das alles ist Ausdruck der Freude an Gott. Die Juden sind nicht prüde und lebensverneinend, sondern das gemeinsame Feiern als Teil des Lebens entspringt aus der Freude über Gott, aus der Dankbarkeit an ihn als Geber aller guten Gaben.

Jetzt sind wir schon ein bisschen angelangt beim eigentlichen Kontext unseres Verses. Was war die Situation?

In den Büchern Esra und Nehemia lesen wir vom Wiederaufbau Jerusalems nach dem babylonischen Exil. Und am Ende versammelte sich das ganze Volk, damit ihnen das Gesetz vorgelesen und erklärt werden konnte. Und am Ende dieses Vorgangs heißt es:

„alles Volk weinte, als sie die Worte des Gesetzes hörten“ (V. 9 Luther)

Das ganze Volk weinte. Es steht nicht dabei warum. Haben sie geweint, weil sie erkannt haben, wie fern sie Gott waren? Ein Erschrecken, eine Bestürzung über die eigene Schuld sozusagen? Haben sie angefangen zu erahnen, wie Gott sie sich als Volk und als Individuen eigentlich vorgestellt hat? War ihnen deshalb zum Heulen zumute?

Oder haben sie geweint, weil sie verstanden haben, welch ungeheure Aufgaben Gott ihnen mit diesen über 600 Geboten zumutet und welcher Strafenkatalog sie in Zukunft erwarten wird? Vielleicht ja auch beides gleichzeitig?
Sie haben gleichzeitig erkannt wie fern sie Gott waren und welch immensen Anstrengungen es sie kosten wird in Zukunft immer alles richtig zu machen. Und es wird ihnen doch nicht gelingen. Eigentlich eine unglückliche Situation. Und in diese Situation hinein sagt Nehemia:

„seid nicht traurig und weint nicht! Denn alles Volk weinte, als sie die Worte des Gesetzes hörten. Und Esra sprach zu ihnen: Geht hin und esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm Herrn. Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.“ (V. 9b.10 Luther)
Eigentlich heißt diese Stelle: Verzweifelt nicht an Eurer Schuld und Eurer Unzulänglichkeit, sondern schaut auf dem Herrn und freut Euch an ihm. 

Es geht hier eigentlich gar nicht um einen Zuspruch für alle Widrigkeiten des Lebens, sondern es geht um Trost für all diejenigen, die zerbrochen und gedemütigt sind durch das Erkennen der eigenen Sündhaftigkeit, der eigenen Gottesferne.

Ich habe überlegt, welche Stelle im NT etwas Ähnliches aussagt. Und da ist mir diese eingefallen. Jesus spricht hier:

„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ (Mt. 11, 28 - 30 Luther)
Auch hier spricht Jesus wohl zu denen, die beladen sind mit ihrer Schuld, die gedrückt werden vom Gesetz und auch noch von manch zusätzlichen Lasten, die die Pharisäer der Bevölkerung auferlegt haben. Er verheißt ihnen diese Lasten abzunehmen.

Jesus kann das. Das ist der Unterschied. Er hat das Gesetz dauerhaft hinweggetan. Die Lasten gibt es nicht mehr.
Bei Nehemia im alten Bund, sind die Feiern nur so eine Art vorübergehendes Luftholen und Eintauchen in die Liebe Gottes. Die Forderungen des Gesetzes jedoch blieben bestehen.

Wenn wir heute aus der Perspektive des neuen Bundes auf die „Freude am Herrn“ schauen, dann können wir dies auf Grundlage dessen tun, was am Kreuz geschehen ist, was Jesus dort bewirkt hat, aus dem Wissen heraus, das wir in ihm eine Grundlage für vollkommene und ewige Freude haben.

Und da passt es ja auch, dass es auf Weihnachten zu geht. Nicht umsonst heißt es:

„Siehe, ich verkündige euch große Freude“ (Lk. 2,10 Luther)

Die Adventszeit ist ja jetzt eigentlich eine Zeit der Vorbereitung, der Besinnung, des Einkehrens und Innehaltens. Eine Zeit wo wir uns vielleicht neu vornehmen können, Gott in besonderer Weise nahe zu sein.

Faktisch ist sie meist eine Zeit vermehrten Stresses. Das ist ja nicht nur der Mehraufwand durch die Vorbereitung der Feierlichkeiten, sondern es geht ja auch aufs Jahresende zu und im Betrieb müssen viele Prozesse zum Abschluss gebracht werden, Auswertungen gemacht, Rechnungen geschrieben, Statistiken erstellt. Alles ballt sich in den letzten beiden Monaten des Jahres. Und dann auch noch Weihnachten.

Vorhin habe ich ja gesagt, die Freude an Gott und die Nähe zu Gott sind eng miteinander verknüpft. Könnte nicht jetzt die Zeit sein neu in die Nähe Gottes einzutauchen. Und da gibt es viele verschiedene Wege und Möglichkeiten:

  • wenn ich ihm im Gebet mein Herz ausschütte, meine Sorgen mitteile, mein Leid klage, ihm meinen Blues hinbringe sozusagen
  • wenn ich anbete oder Lobpreislieder singe
  • wenn ich ihm danke für all das Gute in meinem Leben
  • wenn ich mich hinsetzte und einfach Lobpreismusik höre
  • wenn ich einfach mal still bin vor ihm und sage „Ich bin jetzt einfach hier.“
  • wenn ich Bibel lese oder Bibelverse ausspreche
  • wenn ich Gemeinschaft mit Geschwistern habe
  • wenn ich seinen Segen empfange oder weiter gebe
  • wenn mich neu sein Heiliger Geist erfüllt
  • wenn ich das Abendmahl empfange
  • wenn ich andern Gutes tue oder mir Gutes tuen lasse
  • wenn ich über seine Schöpfung staune
  • uvm. ……

All das sind Wege in die Nähe Gottes und damit in die Freude am Herrn.

Einen letzten Punkt habe ich noch. Etwas das auch stark mit Freude verbunden ist, ist Tanz. Das Tanzen vor Freude hatte und hat in der jüdischen Kultur einen großen Stellenwert.

H. ist ja gerade in Asien auf einem globalen Nehemia-Kongress (schon wieder Nehemia). Und H. hatte dort Geburtstag. Und er hat Videos geschickt, wie ihm zum Geburtstag gratuliert wurde. Und ich weiß jetzt nicht, ob das eine besondere Challenge war, aber die haben ihm tanzend gratuliert. Die kamen mit den vielen Geburtstagstorten angetanzt und haben gesungen. Habt Ihr schon mal jmd. tanzend zum Geburtstag gratuliert? Nein, ich auch nicht. Das ist in unserer Kultur unbekannt. Aber es ist ein legitimer Ausdruck von Freude.

Manchmal möchten wir uns freuen, aber sind innerlich blockiert. Kein Wunder, wenn wir den ganzen Tag nur im Bürostuhl sitzen. Und dann braucht unsere Seele Befreiung. Devil, come out! Bewegung tut uns nicht nur körperlich gut, sondern auch unserer Seele, unserer Psyche, unserem Gemüt. Und vielleicht probiert Ihr es ja bei der nächsten Gebetszeit zu Hause mal aus und fangt an beim Lobpreis zu tanzen.

AMEN.



Termine und Aktuelles Dezember 2019

01.12. 10.00 Uhr St. Paul gemeinsamer Gottesdienst mit der JG St. Paul (Predigt Norbert Wohlrab; Thema "Die Freude am Herrn (Neh. 8,10)")

08.12. 10.30 Uhr Arche Gottesdienst (Predigt Celine Seemann, Pastoralstudentin)


15.12. kein Gottesdienst


22.12. kein Gottesdienst


24.12. 15.00 St. Paul Gottesdienst (Predigt Norbert Wohlrab)



29.12. - 05.01. Winterpause



Arche = Christlicher Kindergarten Arche, Theaterstraße 50

St. Paul = Gemeindehaus, Dr.-Martin-Luther-Platz 1