Mittwoch, 10. Oktober 2018

Predigt von Norbert Wohlrab (30.09.18)

Kein Ansehen der Person


1. Einleitung

Ich möchte heute über den Predigttext des heutigen Sonntags sprechen: Jak. 2, 1- 13.
Als ich nachgesehen habe, welcher Text für den heutigen Sonntag als Predigttext angegeben ist, habe ich erst gedacht: „Ohje. No Way! Passt gar nicht. Und mir auch nicht. Jakobusbrief mag ich sowieso nicht. Was soll ich dazu denn sagen?“ Aber ich hatte dann doch so den Eindruck, dass ich bei dem Text bleiben sollte.
Und jetzt haben wir heute hier also diesen Text aus dem Jakobusbrief. Was machen wir nun damit? Zunächst einmal lesen. Bis Vers 12.

„ 1 Meine Geschwister, ihr glaubt doch an Jesus Christus, unseren Herrn, dem alle Macht und Herrlichkeit gehört. Dann dürft ihr aber Rang und Ansehen eines Menschen nicht zum Kriterium dafür machen, wie ihr mit ihm umgeht! 
2 Angenommen, in euren Gottesdienst kommt ein vornehm gekleideter Mann mit goldenen Ringen an den Fingern; es kommt aber auch ein Armer in zerlumpter Kleidung herein.
3 Wenn ihr nun dem mit der vornehmen Kleidung besondere Aufmerksamkeit schenkt und zu ihm sagt: »Hier ist ein bequemer Platz für dich!«, während ihr zu dem Armen sagt: »Bleib du dort drüben stehen oder setz dich hier bei meinem Fußschemel auf den Boden!« –
4 messt ihr da nicht in euren eigenen Reihen mit zweierlei Maß? Und macht ihr euch damit nicht zu Richtern, die sich von verwerflichen Überlegungen leiten lassen?
5 Hört, meine lieben Geschwister! Hat Gott nicht gerade die, die in den Augen dieser Welt arm sind, dazu erwählt, durch den Glauben reich zu werden? Hat er nicht gerade sie zu Erben seines Reiches bestimmt – zu Erben des Reiches, das er denen zugesagt hat, die ihn lieben?
6 Doch was macht ihr? Ihr behandelt den Armen geringschätzig! Sind es denn nicht die Reichen, die euch unterdrücken und euch sogar vor die Gerichte schleppen?
7 Und sind es nicht die Reichen, die den wunderbaren Namen ´unseres Herrn` verhöhnen, der über euch ausgerufen worden ist?
8 Nun, wenn ihr euch wirklich nach dem königlichen Gesetz richtet, wie es in der Schrift niedergelegt ist: »Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst!«, dann handelt ihr gut und richtig.
9 Doch wenn ihr Rang und Ansehen eines Menschen zum Kriterium dafür macht, wie ihr mit ihm umgeht, begeht ihr eine Sünde und werdet vom Gesetz als Gesetzesübertreter überführt.
10 Und ihr wisst: Wer das ganze Gesetz befolgt, aber gegen ein einziges ´Gebot` verstößt, macht sich damit am ganzen Gesetz mit allen seinen Geboten schuldig.
11 Denn derselbe, der gesagt hat: »Du sollst nicht die Ehe brechen!«, hat auch gesagt: »Du sollst keinen Mord begehen!« Bei jedem einzelnen Verstoß gegen ein Gebot verstößt du also gegen das Gesetz als Ganzes; du kannst einen Mord nicht damit aufwiegen, dass du keinen Ehebruch begehst.
12 Redet und handelt so, wie es dem Gesetz der Freiheit entspricht – dem Gesetz, nach dem ihr einmal gerichtet werdet.  “ (Jak. 2, 1 - 12 NGÜ)



2. Hintergrund

Schon Luther hatte seine Probleme mit dem Jakobusbrief. Er hätte ihn am liebsten aus dem NT entfernt und hat ihm jegliche apostolische Autorität abgesprochen. „…achte ich sie für keines Apostels Schrift“ sagt er in seiner Einleitung zum Jakobusbrief.

Warum? Weil sie (die Schrift) „stracks wider S. Paulum und alle andre Schrift den Werken die Rechtfertigung gibt.“ Und wirklich man könnte meinen Jakobus lehrt eine Rückkehr zum Gesetz, wenn er hier so fleißig auf das Gesetz verweist und an anderer Stelle sogar davon spricht, dass man durch Werke gerechtfertigt wird.
So schreibt Jakobus bspw. „Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten?“ (2,14 Rev. Elb.) oder „Ihr seht also, dass ein Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein.“ (2,24 Rev. Elb.)
Dies veranlasst Luther zu dem Resümee: „Aber dieser Jakobus tut nicht mehr, als daß er treibt zu dem Gesetz und seinen Werken….Darum will ich ihn nicht haben in meiner Bibel in der Zahl der rechten Hauptbücher…“

Luther hat ihn also nicht auf die gleiche Ebene gestellt, wie die Schriften des Paulus oder des Petrus. Aber Luther wusste damals noch wenig über die Hintergründe dieses Briefes.

Wer war eigentlich dieser Jakobus? Jakobus war ein Bruder von Jesus. Er war keiner der zwölf Jünger und damit keiner aus der ersten Reihe der Apostel. Er war einer aus der zweiten Reihe. Aber er war der Vorsteher der jüdisch-christlichen Gemeinde in Jerusalem.

Er wurde als absolut integrer Mann beschrieben und sein Wort hatte geistliche Autorität.
Er war es, der auf dem ersten Konzil in Jerusalem Paulus und Barnabas mit auf dem Weg gab, dass die heidenchristlichen Gemeinden sich nicht an das Gesetz halten müssen und sich auch nicht beschneiden lassen müssen, aber sich doch bitte zur Konfliktvermeidung und aus Rücksicht den Juden gegenüber von bestimmten Speisen enthalten sollen (nachzulesen in Apg. 15). Also keineswegs ein Rückfall in das Gesetz.

Hier bei diesem Brief ist die Situation eine andere. Dies ist vermutlich der älteste Brief im NT. Er wurde geschrieben, als die Gemeinde noch ganz jung war, als es noch keine christliche Theologie eines Paulus gab, als die Trennung von Juden und Christen in den Synagogen noch nicht vollzogen war, als es auch noch nicht für alles eine göttliche Offenbarung gab.
Er wurde geschrieben von einem Judenchristen aus Jerusalem an die Judenchristen in der Diaspora, an Menschen, die in der jüdischen Tradition und vielfach auch tatsächlich nach den Vorschriften des Gesetzes lebten. Jakobus wählt dabei bewusst jüdische Begrifflichkeiten, weil er weiß, dass sie von seinen Lesern verstanden werden, da diese genauso im Judentum und im Gesetz gegründet sind, wie er selbst.
Wenn man sich dies vor Augen hält, ist der Jakobusbrief kein Widerspruch zu den Schriften des Paulus, sondern er verwendet nur andere Begriffe und hat eine ganz andere Akzentuierung.


3. In der Gesellschaft

Um was geht es jetzt Jakobus in der heutigen Textstelle?

Ich möchte an dieser Stelle mit Euch zunächst ein kurzes Video anschauen.

https://www.huffingtonpost.de/2014/05/14/obdachloser-hilfe-anzug_n_5321248.html

Dieses kurze Video beschreibt ganz gut das Problem der Gemeinden, an die Jakobus hier schreibt. Und es macht deutlich wie praktisch und wie einfach oft die Fragestellungen des christlichen Lebens eigentlich sind. (Es gibt ja Christen, die in aufwändigen Seelsorgesitzungen über Jahrzehnte hinweg versuchen immer heiliger und geheilter zu werden, dabei sind die Fragestellungen der Heiligung in der christlichen Nachfolge oft ganz banal.)

Sie haben auf das Äußere geschaut. Seid „frei von allem Ansehen der Person“ (V. 1 Luther) sagt Jakobus. Damit ist jetzt nicht die Persönlichkeit oder die Individualität oder die Originalität gemeint, sondern eben das was einer war: Feldherr, Fürst, Händler oder Sklave, Bettler. Sein Stand. Sein Ansehen. Sein Habitus. Sein Reichtum.
Hier soll in der christlichen Gemeinde kein Unterschied gelten. Warum? Weil Gott auch keinen Unterschied macht. Und weil die Herrlichkeit des einzelnen, nur aus dem Herrn der Herrlichkeit kommt.

„Nicht Besitz, Stellung oder herrliches Kleid gibt Herrlichkeit, sondern allein der Herr der Herrlichkeit.“ (Fritz Grünzweig, Der Brief des Jakobus).

Wir wissen nicht, ob Jakobus sich hier auf eine reale Begebenheit bezieht, oder ob er ein fiktives Geschehen beschreibt. Es muss auf jeden Fall irgendeine Grundlage für seinen Brief gegeben haben.

Die Situation ist bei uns heute gar nicht so einfach vorstellbar. Kein Platz mehr im Gottesdienst? Ist bei uns nicht so das Problem. Hier in diesem Raum sind wir manchmal schon an der Grenze. Aber sonst. Vielleicht an Heiligabend in der Kirche. Und sind dann die Plätze ganz vorne wirklich besser?

Im Theater, bei Konzerten, bei Sportveranstaltungen ist uns klar, da gibt es billige und teure Plätze, schlechte und gute. Und die in der ersten Reihe sind dann nicht immer die besten, weil man da oft die schlechtere Sicht oder schlechtere Akustik hat. Aber im Gottesdienst?
Es muss damals auf jeden Fall gute und schlechte Plätze gegeben haben. Oder vielleicht auch gute gegen gar keine Plätze.
Und den Reichen wurden damals automatisch die besseren Plätze zugewiesen. Für sie hat man notfalls auch mal Platz gemacht. Man hat auf das Äußere geachtet. Mehr Geld, mehr wert.

Wie wäre es denn bei uns? Nehmen wir an, der Raum hier ist voll. Alle Stühle belegt. Es kommen Gäste. Natürlich organisieren wir dann für sie irgendwie Sitzgelegenheiten. Notfalls tritt man den eigenen Stuhl ab. Das ist eine normale Geste der Gastfreundschaft. Aber wenn jetzt gleichzeitig eine bekannte Fürther Persönlichkeit und ein etwas versiffter Stadtstreicher kämen, würden wir da nicht auch ganz automatisch differenzieren? Nur mal so zum Nachdenken.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der selbstverständlich gilt „Du bist, was Du hast!“. Vielleicht nicht immer, aber sehr häufig.
Und wir leben in einer Gesellschaft, in der jedmöglicher Kult und Hype um prominente Personen in den Medien betrieben wird. Und was heutzutage alles als prominent gilt….. Nicht jeder schafft es dabei auf dem Boden zu bleiben. Es macht etwas mit einem, wenn einem ständig zugejubelt wird und die Blitzlichter blitzen. Wer noch nicht narzisstisch war, wird es spätestens jetzt. Lassen wir uns davon beeinflussen?

Sogar unter uns Christen ist es oft so, dass ein Hype gemacht wird um irgendwelche tollen Prediger, Apostel, Heilungsevangelisten o.ä. und groß mit ihrem Konterfei auf Veranstaltungseinladungen geworben wird.
Aber sind sie deshalb etwa mehr wert? Sind wir nicht alle ein Leib? Paulus drückt es so schön demütig aus: „Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben.“ (1. Kor. 3,6 Luther). Nicht jeder schafft es demütig zu bleiben.


4. Das Beispiel Jesu

Jesus gibt uns durch sein Leben vielfach Beispiele dafür, dass er nicht die Person ansieht, dass er nicht auf den Stand schaut.

Er begegnet einer Ausländerin aus Syrophönizien und befreit ihre Tochter von einem Dämon.
Er begegnet einer Samaritanerin, die ihn wilder Ehe lebt, und heilt ihre Seele.
Er begegnet Zachäus, dem Zöllner und Betrüger, kehrt bei ihm ein und verändert dadurch sein Leben.
Er begegnet Bettlern und Aussätzigen.
Er isst und trinkt mit Zöllnern und Prostituierten und
er kehrt auch ein bei Pharisäern und reichen Menschen.

Jesus sieht nicht auf das Äußere und jetzt kommt normalerweise der Satz: er sieht auf das Herz. Aber das weiß ich ja gar nicht und nicht für jeden war die Begegnung mit Jesus automatisch eine Veränderung zum Positiven, eine Hinwendung zu ihn, ein Schritt in die Nachfolge.
Ich würde eher sagen: er gab jedem eine Chance, er begegnete jedem unvoreingenommen.

Er steckt die Menschen nicht automatisch in Schubladen:
Ausländer? Für die ist mein Evangelium jetzt noch nicht gedacht.
Samaritaner? Falscher Glaube.
Zöllner? Mit denen hat man keinen Umgang.
Prostituierte? Fernab von jeglicher Moral.
Pharisäer? Unbelehrbar selbstgerecht.
Ein Reicher? Sein Gott ist der Mammon.

Jesus begegnet jeden. Ohne Unterschied. Ohne Schublade.

Und wir? Wie machen wir es?

Ich war diese Woche in München. Und ich musste ca. eine Stunde am Bahnhof auf meinen Zug warten und da hab ich die Zeit genutzt und mir die Menschen angeschaut.
Ich finde das interessant, Menschen anzuschauen. Es ist ja auch noch Oktoberfest. Da gab es sehr viele Menschen und sehr viele waren betrunken.

Menschen sind so unterschiedlich. Jeder ist anders. Jeder einzigartig. Jeder auf seine Art originell.
Wenn man sich im Zoo die Paviane anschaut, dann schauen die alle ziemlich gleich aus. Aber Menschen sind so was tolles, so was faszinierendes. Und jeder ist irgendwie anders und jeder ein bisschen verrückt. Das macht ja auch grad die Einzigartigkeit, die Individualität aus. Und das ist dann auch herausfordernd mit all diesen Einzigartigkeiten umzugehen.

Bei der Rückfahrt dann im Zug: Ziemlich viele Betrunkene. Das Oktoberfest macht’s möglich. Und dann auch so ein typischer Heilsarmee-Klient. Besoffen, ungepflegt, herumpöbelnd, alle blöd anmachend und die ganze Zeit die Klappe offen. Und da hab ich auch gemerkt, mein Herz für solche Menschen, geht nicht über die, die ich persönlich betreue oder mit denen ich auf meiner Arbeitsstelle zu tun habe, hinaus. Ich hab mir dann echt gedacht: Könnte nicht einer dieser kampferprobten Oberbayern im Trachtenanzug, ihn einfach mal ein paar auf´s Maul hauen, damit er ruhig ist. Ernsthaft. (Aber die haben die Schläge leider nur angedroht und dann doch lieber klein beigegeben und das Abteil gewechselt.)

Ich bin nicht in der Lage allen gleich zu begegnen oder überhaupt zu begegnen und schon gar nicht unvoreingenommen.


5. In der Gemeinde

Aber wie soll es bei uns sein? Es gibt eine Grenze. Eine Linie. In unserer Gesellschaft spielt es eine Rolle wer man ist und was man hat. Aber in der Gemeinde, im Reich Gottes - und da wo ich mich bewege, ist ja das Reich Gottes - soll dieser Maßstab nicht gelten, da muss gelten: alle sind gleich, keiner ist mehr wert, d.h. nicht, das ich automatisch mit jedem gleich umgehen muss oder die gleiche Nähe zulasse, aber in der Wertigkeit sind alle gleich, in den Augen Gottes sind alle gleich.

Warum? Weil Jakobus sagt, dass das Gesetz der Freiheit, gemeint ist das Gebot der Nächstenliebe, für alle gilt. Hier gibt es keinen Unterschied in Rang und Ansehen. Der Arme ist genauso der Nächste, wie der Reiche. Für beide gilt das Gebot der Liebe.

Jakobus erklärt es den Adressaten mit dem Beispiel, dass man sich beim Gesetz - das sie ja alle kannten - auch nicht heraus suchen kann, welche Gebote man befolgt und welche nicht, sondern alle befolgen muss; genauso wenig kann man sich heraussuchen welche Nächste man lieben will und welche nicht. Er lehrt also nicht wieder Gesetz, sondern er nimmt es zu Erklärungszwecken, weil er weiß, dass es die Empfänger verstehen.

Diese Ethik ist eine ganz praktische Orientierung für unser Leben.

An späterer Stelle erklärt er, dass sich der Glaube - wenn er echt ist - auch durch Taten ausdrücken wird (Jak. 2, 14 - 26), dass Glaube also nicht einfach irgendetwas Vergeistigtes ist, sondern praktisch lebbar und erlebbar sein muss.

Als Beispiel bringt er an: wenn jmd. bedürftig ist und keine warme Kleidung hat, dann nützt es nichts, wenn man ihm einen Reisesegen mit auf dem Weg gibt, sondern dann braucht er einfach eine warme Jacke.

Glaube war damals sehr praxisbezogen. Es gab viele Arme, da konnte der Glaube sich in der Praxis beweisen. Wir haben heute - eben aus diesem christlichen Glauben heraus - gut funktionierende Sozialsysteme, die die meiste Not auffangen. Wir sind in unseren Alltagssituation nicht so permanent gefordert, wie es damals der Fall war.

Aber der Umgang mit den Menschen fordert uns dennoch auch heute noch heraus.
Schaffen wir es den Menschen unvoreingenommen zu begegnen?
Schaffen wir es allen mit der gleichen Haltung zu begegnen?
Können wir allen die gleiche Wertigkeit zusprechen?

Wenn man einen Menschen liebt, dann begegnet man ihm ganz anders. Das heißt auch
nicht, dass wir zu allem Ja und Amen sagen sollen, was Menschen so tun und treiben. Das hat Jesus ja auch nicht gemacht. Aber wenn man einem Menschen liebt, dann kann man ihm viel wohlwollender begegnen. Die Liebe deckt alles zu, „sie rechnet das Böse nicht an“ (1. Kor. 13,5d Zür.).

Ich komme mit meinen Klienten gut zurecht. Ich habe irgendwie ein großes Herz für sie. Egal wie kaputt oder chaotisch sie auch sind. Egal wie sich sich manchmal benehmen. Aber das hört an meiner Bürotür auf.
Damit meine ich jetzt nicht, dass ich ihnen anders begegne, wenn ich sie außerhalb von meinem Büro antreffe, sondern damit meine ich, dass gilt nicht für die Klienten in den Büros meiner Kollegen.
Da denke ich mir: Boah, der nervt, und nöhlt und tobt hier rum, was für ein Idiot, was für ein Arsch, den hätte ich schon längst rausgeschmissen usw.
Es gibt aber keine wirklichen Unterschiede bei unseren Klienten. Sie sind alle ähnlich. Aber die Wertigkeit, die Bedeutung, die ich ihnen beimesse, kommt durch die persönliche Begegnung, durch die Nähe. Dadurch werden sie zu Personen. Außerhalb sind sie nur Chaoten in Schubladen.

C.S.Lewis oft zitierter Satz (sinngemäß): „Wenn Du jmd. nicht lieben kannst, fang an freundlich zu ihm zu sein.“ Der freundliche Umgang verändert die Sicht und das Herz.

Hierbei dürfen wir immer Gottes Hilfe erbitten.

AMEN.



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