Dienstag, 18. Januar 2011

FN berichten über die Gebetswoche der Evangelischen Allianz in Fürth

Die Fürther Nachrichten berichteten am 17.01.2011:

Gemeinsames Gebet der Evangelischen Allianz im Rathaus

Wo sonst oft gnadenlos gestritten wird, beteten Fürther Christen lebhaft für den Beistand Gottes zur Lösung der schwierigen kommunalen Probleme.

Christen verschiedener Gemeinden versammelten sich im Fürther Sitzungssaal


Bürgermeister Markus Braun staunte nicht schlecht, als dieser Tage über 100 Menschen in den Sitzungssaal des Rathauses drängten. Christen aus verschiedenen Gemeinden Fürths nutzten die weltweite Gebetswoche der Evangelischen Allianz, um miteinander für wichtige Anliegen der Kommune vor Gott einzutreten. Das Thema des Treffens im Rathaus lautete: „Gemeinsam beten und dienen“.


Alle Beteiligten und auch Markus Braun waren von der Aktion sehr bewegt. Oberbürgermeister Thomas Jung, dem Braun berichtete, wünschte sich auch für die Zukunft solche Begegnungen im Rathaus. Weitere öffentliche Orte des gemeinsamen Gebets waren das Hardenberg-Gymnasium und das Klinikum. Gestern hat Dekan Jörg Sichelstiel die Gebetswoche beim Gottesdienst in St. Michael abgeschlossen.


Die weltweite Gebetswoche wurde vor 140 Jahren eingeführt. In über 70 Ländern beten in dieser Zeit Christen rund um den Erdball verteilt. Die Deutsche Evangelische Allianz ist ein Bund von Christen, die Mitglieder evangelischer Landeskirchen und landeskirchlicher Gemeinschaften, evangelischer Freikirchen sowie freier Werke und Verbände sind. Ihre Einheit drückt sich im gemeinsamen Gebet aus. (FN)

Samstag, 1. Januar 2011

Termine und Aktuelles Januar 2011

So 02.01. kein Gottesdienst

So 09.0.1. 10.00
Gottesdienst (Predigt Bob Hatton, Forum Leben; Thema "Mose") mit anschl. Essen

09.01. - 16.01. Allianz-Gebetswoche, Gemeinsam beten und dienen
http://www.ead.de/gebet/allianzgebetswoche/gebetswoche-2011/editorial.html

So 09.01. 17.30 LKG Gebhardtstr., Matthias Weber (FeG)
Mo 10.01. 19.30 LKG Vach, Brigitte Kloosterman (Marburger Medien)
Di 11.01. 19.00 Hardenberg-Gymnasium, Torben Friese (FCGF)
Mi 12.01. 19.00 Rathaus Fürth, Harold Koch (FCGF)
Do 13.01. 10.00 LKG Rosenstr., Ursula Hartmann (Heilsarmee)
Do 13.01. 18.00 Krankenhaus-Kapelle, Pfr. Wiedemann (Krankenhausseelsorger)
Fr 14.01.19.30 FeG, Jugendabend Hans Heidelberger (Nehemia-Team)
Sa 15.01. 10.00 Heilsarmee, Claudia Skibitzki (MiK)
Sa 15.01. 18.00 FCGF, Gerhard Werner (Blaulicht, Notfallseelsorger)

So 16.01. 10.00 Allianz-Abschlussgottesdienst in St. Michael (Dekan Sichelstiel)

So 23.01. 10.00 Gottesdienst (Dialogpredigt zur Jahreslosung mit Norbert Wohlrab)

So 30.01. 10.00 Lobpreis & Segnung

Impressionen von Heiligabend 2010



Freitag, 17. Dezember 2010

Predigt von Karin Tschaftary (12.12.10)

Gebet

Eigene Geschichte

Abend- und Tischgebet (vorformulierte Gebete, auch in Gottesdienst)

Beten mit erhobenen Händen, wie die Moslems

Freies Gebet (in einer Familie in damaliger DDR)

Gebetskreis in Schule

Gebet war für mich lange Zeit (ähnlich wie Bibellesen) eine Übung, vielleicht sogar eine Pflichtübung bzw. etwas, das in besonderen Situationen einfach dazu gehört. Es begleitet mich, seit ich geboren bin und doch hat es sich ständig verändert. Im Moment gehe ich wieder durch so eine „suchende“ Zeit und habe in letzter Zeit viele neue (eigentlich nicht neue, nur für mich neue) Dinge in Bezug auf Gebet ausprobiert.

Zunächst ging es mir so, dass ich festgestellt habe, dass ich nur sehr sporadisch für meine Kinder bete (außer regelmäßig beim ins Bett gehen) und dann habe ich mir eine MiK-Gruppe gesucht. Leider habe ich keine gefunden und so haben wir kurzerhand eine neue gegründet. Nun habe ich mich quasi verpflichtet, jede Woche eine Stunde zu beten, speziell für meine zwei Schulkinder.

Auf diese Art des Gebets werde ich später noch genauer eingehen.

Biblische Grundlagen für Gebet

Wie wir beten sollen:

Jesus gibt uns als Richtschnur, wie wir beten sollen, das vor, was wir heute unter „Vater-Unser“ kennen. (Lukas 11,1-4 und Matthäus 6,9-13). Dieses Gebet hat meiner Meinung nach zwei grundlegende „Funktionen“. Die eine ist, dass wir eine Bibelstelle auswendig können, die wir proklamieren können, gemeinsam beten können und davon ausgehen können, dass wir im Willen Jesu beten, wenn wir das tun. Der andere Aspekt ist aber, dass wir das Gebet des „Vater-Unsers“ als Gebetsvorlage verstehen, an dem wir entlang beten können. Der Vorteil an diesem Schema gegenüber anderen Schemata ist, dass wir es schon auswendig können und uns nicht etwas Neues aneignen müssen. In dem Buch „Könnt ihr nicht eine Stunde mit mir wachen“ von Larry Lea zeigt der Autor genau an diesem Gebet, wie man Schritt für Schritt
daran entlang beten kann:

Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name

- Kraft des Blutes Jesu können wir Gott Vater nennen

- Heiligen des Namens Gottes entsprechend den fünf Segnungen des Neuen Bundes
a) im Hinblick auf die Sünde: der Herr ist unsere Gerechtigkeit, der Herr heiligt;
b) im Hinblick auf den Geist: Der Herr ist Friede, der Herr ist da
c) im Hinblick auf Gesundheit: Der Herr, der heilt
d) im Hinblick auf Erfolg: die Versorgung des Herrn wird zu sehen sein
e) im Hinblick auf Sicherheit: Der Herr ist mein Banner, der Herr ist mein Hirte

Dein Reich komme, dein Wille geschehe


- In dir selbst

- In deiner Familie
- In deiner Gemeinde
- In deiner Nation

Unser tägliches Brot gib uns heute


- Sei im Willen Gottes

- Glaube, dass es Gottes Wille ist, dass es dir gesundheitlich, finanziell und in jeder
anderen Hinsicht gut geht
- Nenne präzise deine Anliegen
- Sei hartnäckig

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern


- Bitte Gott, dir zu vergeben

- Vergib anderen und setzte sie frei (Beispiel Nachtragen: Stuhl nachtragen)
- Fasse den Entschluss, laufend allen zu vergeben, die gegen dich sündigen

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen


- Zieh die vollständige Waffenrüstung Gottes an

a) Umgürte deine Lenden mit Wahrheit
b) Lege an den Panzer der Gerechtigkeit
c) Ziehe an die Stiefel der Bereitschaft, das Evangelium zu verkünden
d) Nimm den Schild des Glaubens
e) Empfange den Helm des Heils
f) Ergreife das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes
g) Bete ständig im Geist
- Errichte einen Schutzwall im Gebet (der Herr ist deine Zuflucht, deine Burg, auf ihn
vertraust du)
o Weil du den Herrn zu deiner Wohnung gemacht hast
o Weil du ihn liebst
o Weil du seinen Namen kennst

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit


Sprich laut aus, was du glaubst

Kehre zum Lobpreis zurück

Lobpreis und Danksagung vor der Bitte


Hebräer 13, 15: Durch ihn nun lasst uns stets ein Opfer des Lobes darbringen! Das ist Frucht
der Lippen, die seinen Namen bekennen.

Philipper 4, 6: Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit
Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.

Ich finde das Wort „Opfer“ im Zusammenhang mit Dank sehr interessant. Es geht hier nicht
darum, wenn ich sowieso überaus begeistert bin, dass ich dann „danke“ sage, sondern auch dann, wenn die Umstände nicht so begeisternd sind. Man kann anfangen in der Bitten- Situation dafür zu danken, als Gott in ähnlichen Situationen schon geholfen hat, oder man kann danken, dass er in seinem Wort oder durch persönlichen Zuspruch entsprechende Zusagen macht, die allezeit gültig sind.

Z.B. In einer Stresssituation: ich danke dir Herr, dass der Stab des Treibers zerbrochen ist,
weil es in deinem Wort steht. Daher lege ich dir jetzt meine Situation hin, in der ich mich so getrieben fühle. Ich spreche deine Wahrheit über dieser Sache aus: DU HAST DEN STAB DES TREIBERS ZERBROCHEN!

Genaues Formulieren der Bitte


Johannes 16, 24: Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet und ihr werdet
empfangen, damit eure Freude vollkommen sei!

Jakobus 4,2: Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet.


Matthäus 7,7-8: Bittet und es wird euch gegeben werden … Denn jeder Bittende empfängt,


D.h., dass wir Gott unser Herz ausschütten dürfen und ihn konkrete Sachen bitten dürfen. Als
wir unser Haus suchten, hatten wir genaue Wünsche, wie es sein sollte: viele Zimmer, ein großes Wohnzimmer, ein großer Garten, ein Haus mit Blick. Und das Ganze sollte bezahlbar sein. Vom menschlichen Denken war es eigentlich nicht möglich, dass all diese Dinge zusammen auftreten. Besonders der Wunsch mit dem Blick (hier im Goßraum…) und das Thema bezahlbar … Aber Gott hat alles berücksichtigt, was wir uns gewünscht haben.

Wir sollten auch nicht aufhören zu bitten, wenn wir zunächst in der sichtbaren Welt keine
Veränderung sehen. Gottes Zeitplan mag anders aussehen, als unserer, aber er erhört Gebet!

Gebet zum Vater in Jesu Namen


Johannes 16, 23: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben.


Um in seinem Namen zu beten, müssen wir seinen Willen kennen. Dies erfahren wir, wenn
wir eine tiefe Beziehung zu ihm haben. Sein Wille kann sich zeigen, in unseren Gefühlen, Träumen, Begegnungen etc. und immer im Wort Gottes, in der Bibel. Wenn wir Eindrücke über den Willen Gottes haben, müssen wir sie aber immer am Wort der Bibel messen und auf ihren „Wahrheitsgehalt“ überpruüfen.

Das ist für mich auch ein wichtiger Punkt, dass wir die Bibel lesen und einzelne Bibelstellen
auswendig lernen. Wenn wir die Wahrheit Gottes aus der Bibel nämlich im Kopf haben, können wir sie JEDERZEIT hervorholen und auch aussprechen bzw. als Richtschnur auch in spontanen Situationen verwenden.

Beten im Glauben


Matthäus 21,21-22: Und alles, was immer ihr im Gebet glaubend begehrt, werdet ihr

empfangen.

Markus 11,24: Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr
es empfangen habt, und es wird euch werden.

Wir sollen glauben, ohne zu zweifeln. Hier müssen wir auch darauf achten, dass wir uns nicht
immer wieder von anderen mitziehen lassen, dass wir uns einreden, dass „es“ nicht funktioniert. Das gilt auch dafür, wie wir über Dinge an sich reden. Sagen wir. „Das wir eh nichts“ und schauen wir auf das, was uns die Erfahrung sagt, oder berufen wir uns auf die Wahrheit dessen, was Gott sagt. Dass er für uns das Leben in der Fülle vorbereitet hat und nicht will, dass wir irgendwo rumkrebsen…

Welches Gebet wird erhört?


Johannes 15,7: Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten,
was ihr wollt, und es wir euch geschehen.

Ich glaube, dass wir dann automatisch das bitten, was in Gottes Willen ist und er uns dadurch
natürlich am ehesten unsere Bitten erfüllt. Der erste Schritt ist aber wieder, dass wir unseren Stecker ganz fest in Gottes Steckdose eingesteckt haben.

Wie man nicht beten soll


- Nicht mit unbereuter Sünde im Herzen (Markus 11,25: Und wenn ihr steht und betet,
so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit euch euer Vater , der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergebe.)

- Bete nicht aus selbstsüchtigen Motiven oder aus Stolz: (Matthäus 6,5: Und wenn ihr

betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es (…) zu beten, damit sie
von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn
dahin.)

- Nicht mit vielen Worten (Matthäus 6,7 „plappern wie Heiden). Hier geht es aber nicht
allgemein um das Beten, sondern speziell um das Bitten. Und ich denke, dass es beim BITTEN nicht auf viele Worte ankommt, aber dass es bei der permanenten Anbetung nichts „ausmacht“, wenn man viel betet. Es geht hier glaube ich auch darum, dass Gott sowieso weiß, was wir brauchen und dass er sagt, dass wenn wir ihn suchen, dass er sich um das kümmert, was wir brauchen. Dann müssen wir uns gar nicht mehr mit tausend Bitten aufhalten.

- Schalte den Verstand nicht ab (1. Korinther 14,15: Was ist nun? Ich will beten mit dem
Geist, aber ich will auch beten mit dem Verstand; ich will lobsingen mit dem Geist, aber ich will auch lobsingen mit dem Verstand.)

In welchem Rahmen sollen oder können wir beten?


Beim Beten gelten im Prinzip die selben Regeln, wie bei einem Gespräch: nachdem es sich
bei Gott um unseren Gesprächspartner handelt, können wir alleine mit ihm sprechen (nicht vergessen, auch zu hören, ob er dazu was zu sagen hat). Das ist dann das Prinzip des Betens im Kämmerchen.

Natürlich kann man auch mit mehreren Personen so ein Gespräch führen. Hier liegt auch ein
Segen darauf, wenn man sich vor Gott in einem Anliegen eins macht.

Ich denke, dass das „Solo-Gebet“ mehr in die anbetende Richtung geht und das Gebet in der Gemeinschaft neben dem Anbetungsaspekt auch stark den bittenden Teil einschließt.

Fürbitte


Paulus hat viel für die Gemeinden gebetet, denen er seine Briefe schrieb. Das schreibt er auch
immer wieder „… hören wir nicht auf, …, für euch zu beten“ etc. Es ist also wichtig, für die Anliegen der Gemeinde zu beten. Aber auch für die Diener der Gemeinde. Paulus bittet in seinen Briefen auch umgekehrt um Gebet für sich und seinen Dienst. Wenn Christen krank oder in Bedrängnis sind, soll man für sie beten (Jakobus 5, 14-18). Aber nicht nur für die Christen und ihre Belange, sondern auch für alle Menschen und die Regierenden. (1. Timotheus 2,1-2)

Gebetszeit (wann sollen wir beten?)


Immer!!


Lukas 18,1: Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, dass sie allezeit beten und nicht
ermatten sollten.

1. Thessalonicher 5,17: Betet unablässig!


Was bedeutet „Beten ohne Unterlass“. Für mich eng im Zusammenhang mit „dankbar in allen
Dingen“

Stundengebet in Klöstern


„Beten mit der Uhr“ (Timer als Krücke)


In Notsituationen


Psalm 50,15: Rufe mich an in der Not; ich will dich erretten und du wirst mich verherrlichen!


Morgengebet: Jesus ist schon vor Tagesanbruch an einen einsamen Ort gegangen, um zu
beten (Markus 1,35)) und abends hat er sich wieder zurückgezogen, um sein Abendgebet zu sprechen (Markus 6, 46-47). Was für Jesus gilt, kann für uns nicht falsch sein. Ich habe in Bezug aufs Abendgebet festgestellt, wenn ich mir eine Bibelstelle hernehme und diese mir beim Einschlafen immer wieder vorsage, dann kann ich besser einschlafen, weil sich meine Gedanken auf die Bibelstelle konzentrieren und nicht mehr um die Sorgen kreisen (natürlich nehme ich da eine kurze, ermutigende Stelle – oft bietet sich da die Losung an).

Auch in der Nacht kann man Gebetszeiten einrichten (z.B. Paulus und Silas im Gefängnis
Apg. 16,25), speziell, wenn man nicht schlafen kann. Mir geht es besser, wenn ich dankbar bin, dass ich jetzt in Ruhe beten kann, als wenn ich mich darüber ärgere, dass ich jetzt nicht schlafen kann und vermutlich am nächsten Tag nicht ausgeschlafen bin …

Vor dem Essen hat sich in vielen Familien das Tischgebet eingebürgert. Jesus hat bei

verschiedenen Mahlzeiten vor dem Essen das Dankgebet gesprochen, wie es im Judentum üblich ist. Ich vermute, dass er da wirklich auch die vorgegebenen Formeln verwendet hat, die hierzu gebräuchlich sind. Menschen scheinen von Grund auf das Bedürfnis zu haben, sich in einer Essenssituation zu „sammeln“. Ich stelle das in nichtchristlichen Familien fest, dass es dort auch so „Sprüche“ gibt, die man vor dem Essen spricht. Natürlich ist das Gebet mehr, als eine Sammlung vor dem Essen, aber ein gemeinsamer Beginn bei einer Mahlzeit bringt auch zusätzlich Ruhe in die Familie.

In der Bibel können wir von ganz unterschiedlichen Gebetstypen lesen. Abraham bittet um
Sodom und Gomorra und handelt dabei mit Gott. Mose betet mit erhobenen Armen, die von den anderen gestützt wurden. So findet man noch viel mehr betende Personen in der Bibel. Wenn man sich nur die Psalmen mal anschaut, da gibt es Gebete für nahezu jede Lebenslage.

Dass Gott unser Gebet hört, das wissen wir, es steht auch ausdrücklich in der Bibel!

Außerdem sind wir in unserem Gebet nicht alleine gelassen. Jesus unterstützt uns und der Heilige Geist auch. (Römer 8,34 und Römer 8,26-27).

Gebet nach „Schema“


Das Prinzip des MiK- Gebets finde ich sehr hilfreich, denn es orientiert sich an einem

Schema, das aber ganz frei gefüllt werden kann.

Zuerst wird Gott angebetet. Wir nehmen uns dazu immer eine Eigenschaft Gottes und dazu
eine Bibelstelle und dann sagen wir Gott, was wir so an ihm schätzen. Z.B. seine Größe, seine Allmacht, seine Kraft zu heilen … Hier hat auch Anbetung mit Liedern ihren Platz. Wir versuchen uns hier einfach vor Augen zu stellen, wie Gott ist und was er tut. Je länger dieser Teil ist, desto kürzer kann meiner Meinung nach alles, was folgt werden, denn ich denke, dass wir durch die Anbetung uns so nah zu Gott hinwenden, dass wir später gar nicht mehr listenweise unsere Bitten herunterbeten müssen.

Als zweiter Schritt steht das Sündenbekenntnis. Auch hierzu suchen wir immer einen

Bibelvers heraus, auf den wir uns stützen. Entweder ist das ein Vers, der uns vergegenwärtigt, dass Gott Sünden vergibt, oder es ist eine Bibelstelle in der auf ein spezielles Vergehen eingegangen wird (z.B. richtige Nutzung der Zeit). Das Sündenbekenntnis selbst läuft dann zumeist in Stille ab, jeder bringt seine Schuld zu Gott.

Ich glaube, dass durch die vorangehende Anbetung unsere Sinne auch dafür geschärft werden,
zu erkennen, was zwischen mir und Gott steht. Ich habe nämlich auch schon überlegt, ob nicht Sündenbekenntnis eigentlich am Anfang stehen sollte…

Als Drittes danken wir Gott für konkrete Gebetserhörungen. In unserem Fall, wo hat sich an
der Schulsituation, der Hausaufgabensituation etc. etwas positiv verändert.

Erst am Ende kommt dann die Fürbitte unsere Kinder.


Gebetsketten


Die katholische Kirche kennt den Rosenkranz. Hier werden festgesetzte Gebete immer wieder
wiederholt. Der Aspekt, dass dabei immer wieder Maria angerufen wird ist für mich nicht so nachvollziehbar, aber die Hilfe einer Gebetskette finde ich positiv. Ich habe mich dann in der letzten Zeit etwas umgeschaut und dann die „Perlen des Glaubens“ gefunden. Für mich ist es ein Hilfsmittel, zwischendurch immer wieder mal zu beten und mich auch auf verschiedene Punkte zu konzentrieren. Aber sie können auch als Hilfsmittel für ein ganzes Gebetsprogramm hergenommen werden. Das Schöne daran ist, dass der Erfinder zwar die Perlen benannt hat, aber nicht genau festschreibt, was bei welcher Perle gebetet werden muss. Ich möchte aber mir dazu Bibelstellen auswendig lernen, die den Themen entsprechen – was
ich leider noch nicht geschafft habe.

Beten mit anderen Bibelstellen (proklamierend beten) nach Monika Flach


1. Finde heraus, was dein Gott sagt (z. B. Meine Schafe hören seine Stimme)

2. Finde heraus, was du bisher selbst geglaubt und gesagt hast (z. B. Ich höre Gott nicht)
3. Stimme mit deinem Gott überein (Wenn du sagst …)
4. Übergib Gott deine Vorstellungskraft (stell dir den Inhalt der Worte vor, z.B. Der Herr ist meine Burg)
5. Sprich laut
6. Lege Gefühle in deine Stimme
7. Singe das Wort Gottes (vorgegebene Lieder oder eigene Melodien=)
8. Verwende unterschiedliche Bibelübersetzungen
9. Betone unterschiedliche Abschnitte des Textes (Der HERR ist mein HIRTE)
10. Sprich das Wort Gottes zu folgenden Personen:
a) Sprich zu Gott
b) sprich zu dir selbst
c) Sprich zu deinem Feind
11. Lerne das Wort in Zeit und Raum zu platzieren
12. Lass das Wort nicht von deinem Mund weichen
13. Entwickle einen Lebensstil des Bekennens

Symbole, die an Gebet erinnern, dazu auffordern


Gebetskette, WWJD- Armband, Ehering o.ä.

Playmobilmännchen zur Waffenrüstung
Bibelverse auf Karten
Kerzen
Bilder malen …

Wann erhört Gott unser Gebet bzw., wann antwortet er darauf?

- Gleich
- Später („harren“)
- Schon bevor wir bitten, weil er weiß, was wir brauchen

Literatur, Hinweise:

Monika Flach: Proklamiere das Wort Gottes (12,90 €): mit Hinführung zum proklamierenden Beten, Spiralbindung
Stephen Lang: Verheißungskonkordanz (15, 90€): sehr viele Bibelstellen, kein Zwischentext
Perlen des Glaubens: nähere Info: www.perlen-des-glaubens.de

Samstag, 4. Dezember 2010

Termine und Aktuelles Dezember 2010

Sa 04.12. Straßeneinsatz "Winter2Go" in der Fußgängerzone

So 05.12. 10.00
Gottesdienst (Predigt Pfr. i.R. Anselm Reichert, Thema: "Die Prophetien zur Wiederkunft Jesu" im Rahmen des Seminars "Der Heilsplan Gottes") mit anschl. Essen

So 12.12. 10.00
Gottesdienst (Predigt Karin Tschaftary, Thema: "Gebet")

So 19.12. 10.00 Lobpreis & Segnung

Fr 24.12. 15.00 Familiengottesdienst

So 26.12. kein Gottesdienst

Sonntag, 7. November 2010

Predigt von Norbert Wohlrab (07.11.10)

Wir sind bevollmächtigt!

1. Hunger


Paulus sagt:


„Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet sei; ich jage ihm aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Jesus Christus ergriffen bin.“ (Phil. 3,12 Rev. Elb.)


Ich möchte heute über etwas sprechen, von dem ich bekennen darf: ich hab´s noch nicht ergriffen, aber ich bin auf dem Weg und jage ihm nach.


Das christliche Leben, das Leben als Christ wird in der Bibel oft mit einem Lauf verglichen. Bevor wir Christen wurden, laufen wir von Jesus weg. Irgendwann laufen wir auf Jesus zu und dann fangen wir an mit ihm zu laufen. Manchmal laufen wir kleine Umwege, manchmal fallen wir auf die Nase, manchmal stehen wir und wissen überhaupt nicht mehr wo wir eigentlich weiter laufen sollen, aber meistens sind wir am Laufen - oder sollten es zumindest sein.


Unser Christsein, unsere Nachfolge ist ein Prozess. Unsere Erkenntnis von Gott ist ein Prozess. Pauls sagt
„wir erkennen stückweise“ (1. Kor. 13, 9a Rev. Elb.). Deshalb betet er auch immer wieder für die Gemeinden, dass sie wachsen in der Erkenntnis, dass sie immer mehr verstehen vom Wesen und vom Willen Gottes. (z.B. Phil. 1,9). Aber um in der Erkenntnis Gottes zu wachsen, ist u.a. eine Sache wichtig: Hunger. Ich muss hungrig sein, ich muss in der Erkenntnis wachsen wollen, ich brauche eine heilige Unzufriedenheit mit meinem geistlichen Erkenntnisstand der Gegenwart.

Als Jesus in der Bergpredigt über das Reich Gottes spricht, sagt er:


„Glückselig, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden gesättigt werden.“ (Mt. 5,6 Rev. Elb.)


Und an anderer Stelle, als er über das Beten lehrt, betont er:


„Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden.“ (Lk. 11,9 Rev. Elb.)


Auch hier wird deutlich: wir brauchen einen Hunger, eine Sehnsucht, ein sehnsuchtsvolles Suche nach mehr - mehr von Gott, mehr vom Reich Gottes, mehr Erkenntnis in unserem Leben.


Sind wir noch hungrig?


Manche wissen, vielleicht, dass ich vor zwei Wochen wieder mal in Speyer war, auf einem Seminar, dass die Vineyard Speyer veranstaltet hat. Und immer, wenn ich in Speyer war, komme ich - zumindest ansatzweise - verändert zurück. Weil ich dort etwas mehr erkannt habe, erlebt habe, aufgenommen habe vom Reich Gottes. Ich möchte heute versuchen Euch ein bisschen davon weiter zugeben.


Diesmal war Kevin Dedmon dort. Kevin ist der Erfinder der prophetischen Schatzsuche. Man trifft sich in kleinen Gruppen, lässt sich Eindrücke für Personen schenken, trägt diese in verschiedenen Kategorien zusammen und begibt sich dann mit seiner Schatzkarte auf die Suche nach diesen Leuten. Wenn man sie gefunden hat, spricht man sie an und sagt etwa folgendes: „Entschuldigung, dass klingt jetzt etwas komisch. Wir sind auf einer Schatzsuche und wir glauben, Sie sind unser Schatz!“ Dann zeigt man den Leuten die Schatzkarte mit seinen Notizen und in der Regel ist dann die Reaktion: „Wow, das bin ja ich.“ Dann kommt man mit den Leuten ins Gespräch, kann für sie beten, wenn sie krank sind und sie zu Jesus Christus einladen. Das funktioniert tatsächlich - nicht nur in USA, auch in Deutschland. Aber das nur nebenbei, das war diesmal nicht das Thema der Konferenz. (Wenn jmd. mutig ist, wir können das gerne mal zusammen ausprobieren.)


Kevin Dedmon kommt aus der Bethel Church in Redding/USA, genauso wie Bill Johnson. Und diese Gemeinde kann man als das Kompetenzzentrum für einen übernatürlichen Lebensstil mit Zeichen und Wundern in der westlichen Welt bezeichnen. Sie erleben seit vielen Jahren Heilungen und Wunder in einer Dimension, die wir uns hier gar nicht vorstellen können. Sie betreiben eine „School of Supernatural Ministry“ und transportieren ihre Kompetenz in die ganze Welt. Nächste Jahr startet auch eine solche Schule in Speyer.


Und mit was haben sie angefangen?

Mit nichts anderem als mit Hunger. Mit dem Hunger nach dem Erleben der Zusagen und Verheißungen des NT. Mit einer Unzufriedenheit mit dem status quo. Und Bill Johnson hat damals angefangen über das Reich Gottes zu lehren und zu lehren und zu lehren und zu lehren und zu tun und zu lehren und zu tun und zu tun..... und nach ein paar Jahren ist der Frucht aufgegangen und sie haben gemerkt, wie sich ihr Denken ändert, ihr Glauben ändert und wie sie die Zeichen und Wunder der Bibel auch in ihrem Alltag erleben. Und es geht hier nicht um euphorische pseudo-christliche-Wohlfühlheilungen („jede Zelle ist glücklich“). In einer Statistik von 2008 wurde bspw. belegt, dass die Krebsrate in Redding um 40% reduziert werden konnte.


2. Die Wandlung im Denken


Paulus sagt:


„So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.“ (Röm. 10,17 Luther)


Unser Denken ist stark vom naturwissenschaftlichen Denken geprägt und das hindert uns geistliche Wahrheiten aufzunehmen. Es ist wie wenn man mit einer völlig verdreckten Windschutzscheibe Auto fährt und nichts mehr sehen kann, weil der Scheibenwischwasserbehälter leer ist. Die Naturwissenschaft ist in diesem Fall wie die Scheiße auf der Scheibe. Sie verhindert unseren Blick auf das Übernatürliche.

Aber die Bibel ist voll mit Zeichen und Wundern, die der Naturwissenschaft widersprechen. Und das Gemeine ist, sie ist nicht nur voll mit Beschreibungen, die wir als Vergangenheit abhandeln können, sie ist auch noch voll mit Verheißungen, die unmissverständlich sind:


„Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden, werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.“ (Mk. 16, 17.18. Rev. Elb.)

und

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.“ (Joh. 14,12 Rev. Elb.)


Es gibt mehr! Wollen wir mehr?

Sehen wir es doch mal so: Wenn man in einer pietistischen Gemeinde aufwächst, in der man gelehrt bekommt, dass die Zeichen und Wunder mit der Zeit der Apostel aufgehört haben und es im Christsein heute nur noch darum geht dem Wort Gottes zu gehorchen, aber ansonsten nichts mit Gott zu erleben, wird man auch nicht erleben, dass Gott durch uns heute noch Wunder tut.


Wenn man gelehrt bekommt, dass es immer mal wieder einzelne Menschen gab, die besonders von Gott begabt waren, aber man selber nicht dazu gehört, sondern einen treuen Dienst in der Fürbitte zu tun hat, wird man nichts erleben.


Selbst wenn man wie wir seit Mitte der 80er Jahre durch John Wimber u.a. gehört hat, dass alle für diesen Dienst beauftragt sind, ist es in unserem Alltag noch nicht zur Realität geworden.


Erst wenn wir hören und hören und hören und unser Denken nach und nach verändert wird und wir glauben und tun und glauben und tun und glauben und tun und tun und tun und tun usw., werden wir Fortschritte machen.


V.a. dürfen wir es Misserfolgen nicht erlauben uns zu stoppen. Was hat Jesus getan, als er einen Misserfolg hatte? Jesus, der Sohn Gottes, hatte einen Misserfolg?


„Sie kamen nach Betsaida. Dort brachte man einen Blinden zu Jesus und bat ihn, den Mann anzurühren. Jesus nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn aus dem Ort hinaus. Er benetzte ihm die Augen mit Speichel, legte ihm die Hände auf und fragte ihn: »Siehst du etwas?« Der Mann blickte auf und erwiderte: »Ich sehe Menschen; sie gehen umher, aber sie sehen aus wie Bäume.« Da legte Jesus ihm noch einmal die Hände auf die Augen; nun konnte er deutlich sehen. Er war geheilt und konnte alles klar erkennen.“ (Mark. 8, 22-25 NGÜ)


Jesus hat nicht gesagt: „So das war´s. Jetzt treib ich nur noch Dämonen aus. Das ist einfacher.“ Nein, er hat weiter gemacht und die Heilung vollendet. Wenn selbst es für Jesus geboten war weiter zu machen, wie viel mehr wird es für uns geboten zu sein weiter zu machen und sich nicht entmutigen zu lassen.

3. Söhne und Töchter


Kevin hat von sich erzählt, dass es für ihn ein wichtiger Schlüssel war „um den Himmel aufzusperren“ (so bezeichnet er es), dass er erkannt hat, wer er in Jesus Christus ist. Um Kranke zu heilen, ist es notwendig ein christozentrisches Selbstbewusstsein zu haben, zu wissen wer wir in Christus sind.


Es ist ein riesiger Unterschied ob man als Knecht und Diener den allmächtigen Gott um etwas bittet oder ob man im Bewusstsein eines Sohnes und einer Tochter aus der Fülle Gottes lebt.


Wie sagt der Vater zum älteren Bruder im Gleichnis vom verlorenen Sohn?


„Kind, du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, ist dein!“ (Lk. 15,31 Rev. Elb.)


Wenn Du einen Handwerker bestellt hast, und der verschafft sich eigenmächtig Eintritt in Dein Haus und bedient sich an Deinem Kühlschrank, dann wirst Du ihn mindestens fragen, was er sich eigentlich einbildet oder ihn gleich ganz rausschmeißen. Wenn Dein Sohn oder Deine Tochter jedoch, die zum Studieren ausgezogen ist, nach Hause kommt und sich während Deiner Abwesenheit zu Hause niederlässt und ihren Hunger mit Deinen Lebensmittelvorräten stillt, dann ist das in Ordnung und Du wirst Dich sogar darüber freuen, dass er/sie wieder da ist.

Das ist der Unterschied zwischen Kind und Knecht.

Jesus sagt zu seinen Jüngern in der Bergpredigt:


„Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, dass sie um ihres vielen Redens willen erhört werden.“ (Mt. 6,7 Rev. Elb.)

Damals herrschte die Ansicht, dass man Gott durch vieles Reden überreden musste. Und selbst die frommen Juden pflegten diese Ansicht: dreimal täglich musste das Achtzehnbittengebet gebetet werden (je 970 Worte), zweimal das tägliche Glaubensbekenntnis, die Wiederholungen der Tischgebete und bei jedem Anlass die Lobpreisung Gottes.

Jesus lehrte sie:


„Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist in den Himmeln....“ (Mt. 6,9a Rev. Elb.)


Und hier ist im Laufe der Kirchengeschichte etwas Schreckliches passiert: aus dem innigen „unser Vater“ wurde das „Vaterunser.“ Aus dem Gebet des Herzens an dem himmlischen Vater, wurde ein Gebet, das genauso gedankenlos geplappert wird, wie die heidnischen Gebete früherer Zeiten und v.a. die Beziehung zum Vater wird zu einem formalen „Vaterunser“.

Die ursprüngliche Radikalität und Intention dieses Gebets ging verloren.


Was war so besonders? Die Juden sahen Adam als den Vater der Menschheit und Abraham als den Vater der Juden. Wer aber nun betet, dass Gott im Himmel sein Vater ist, sagt damit aus: „Ich bin kein natürlicher Mensch. Ich komme aus dem Himmel!“ Nun kann das Jesus ja mit Fug und Recht von sich behaupten, aber er sagt, dass dies unser Gebet sein soll. Wir kommen aus dem Himmel! Unser Zuhause ist der Himmel bei Gott!


Wir sind Kinder Gottes,
„die an seinen Namen glauben; die nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.“ (Joh. 1, 13 Rev. Elb.)

Unsere geistliche Geburt (Bekehrung) war ein übernatürliches Geschehen durch den Heiligen Geist. Nun sind wir Kinder Gottes und haben ihn als Vater. Wir leben nun im Übernatürlichen!


Deshalb sind wir
„gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt“ (Eph. 1,3 Rev. Elb). Deshalb steht uns in Christus alles an geistlichem Segen zur Verfügung.

Als der Vorhang im Tempel zum Allerheiligsten zerrissen ist, wurde der Zugang ein für allemal frei. Nicht nur für den Augenblick unserer Bekehrung. Der Strom vom Thron Gottes kann beständig fließen. Es ist wie ein Computer der permanent mit dem Internet verbunden ist. Der Datenfluss kann beständig fließen.


4. Das Reich Gottes


Ein Theologe hat mal gesagt, dass Jesus der erste Außenposten des Reiches Gottes auf feindlichem Territorium war. Das ist richtig: er war der erste. Und wir sind die vielen anderen Außenposten.


Jesus sagt, dass Petrus die Schlüssel zum Reich Gottes hat. Ich bin mir darüber im Unklaren, was diese Aussage für uns genau zu bedeuten hat. Vielleicht kann man sagen, dass auch wir die Schlüssel zum Reich Gottes haben (Mt. 16,19), auf jeden Fall kann man aber sagen, dass wir beauftragt sind es zu verkündigen.


„Und er sandte sie, das Reich Gottes zu predigen und die Kranken gesund zu machen“ (Lk. 9,2 Rev. Elb.)
(vgl. Lk. 16,16)

Ich hatte vor kurzem ein interessantes Gespräch über das Reich Gottes und dabei ist deutlich geworden, dass wir hier unterschiedliche theologische Ansichten über das Reich Gottes haben. Nach meinem Verständnis etabliert sich das Reich Gottes in unserer Zeitspanne in wesentlichem in drei Aspekten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):


1. dem Aspekt der Kraft, d.h. der übernatürlichen Zeichen und Wunder

(
„Wenn ich aber durch den Finger Gottes die Dämonen austreibe, so ist also das Reich Gottes zu euch gekommen.“ Lk. 11,20 Rev. Elb.)
2. dem Aspekt der geistlichen Neugeburt (siehe Gespräch mit Nikodemus, Joh. 3,5), d.h. Menschen finden durch die Liebe Gottes hinein in das Reich Gottes und

3. durch das charakterveränderte übernatürliche Wirken des Heiligen Geistes in und durch und zwischen uns (Röm. 14,17b).


Warum nicht mehr?

Weil das Reich Gottes ausschließlich eine übernatürliche Dimension hat; es ist nicht Essen und Trinken (Röm. 14,17a), es ist nicht irdisch (Joh. 18,36), es ist kein Lebensstil, es besteht nicht aus Worten (1. Kor. 4,20), es ist nicht fassbar (Lk. 17,20), sondern es ist geistlich bzw. inwendig (Lk. 17,21). D.h. egal was ich auch aus meiner Kraft heraus auch tue, ich kann gar nicht Reich Gottes bauen.


Ob ich Maschinen konstruiere, Kinder erziehe, Kranke behandle, einen Haushalt führe oder Gemeinde leite, all das ist nicht die Dimension des Reiches Gottes. Das sind alles wichtige und gottgegebene bzw. -gefällige Tätigkeiten, die vielleicht auch was mit einer persönlichen Berufung zu tun haben (vielleicht deshalb, weil wir Deutsche hier m. M. nach eine besonders enge und statische Auffassung von Berufung haben), aber das Reich Gottes befindet sich auf einer geistlichen Ebene. Es hat nur diese Dimension. (Wenn Jesus Christus wiederkommt und die Welt in einem 1000jährigen Reich regieren wird, dann wird es auch eine irdische Dimension haben!)


Trotzdem kann sich aber an jedem Platz, an dem ich mich bewege das Reich Gottes ausbreiten - es ist ja in mir! - wenn ich mich zur Verfügung stelle für die Dimensionen der Kraft und der Liebe.


Es ist wie in einem luftleeren Raum, ich kann keine Luft produzieren, aber ich kann die Fenster öffnen und schließen. Ob ich dort dann einen Menschen oder einer Maschine die Hände auflege, spielt dabei erstmal keine Rolle.


Aber dazu will Gott unser Mitwirken. Er öffnet die Fenster nicht für uns. Jesus ist im Besitz aller Autorität („Mir ist alle Macht gegeben“) und er lässt uns daran partizipieren („Ich gebe euch Vollmacht“).


5. Unser Sprechen wird Realität


Eine besonders wichtige Bedeutung hat dabei unser Sprechen. Wenn Jesus uns lehrt, wie wir beten sollen und es heißt


„Dein Reich komme, dein Wille geschehe auf der Erde, wie er im Himmel geschieht.“ (Mt. 6,10 NGÜ)
,

dann ist dies eigentlich keine Bitte, sondern es ist eine Proklamation. Es bedeutet nicht: „Dein Wille geschieht sowieso. Inshallah. Und ich nehme ihn in Demut zur Kenntnis!“ Nein, es ist ein Hineinrufen in den Himmel. Eine Herabrufen des Willen Gottes vom Himmel auf die Erde. Es ist genauso ein “Komm“ wie in der Situation, als Jesus zu Petrus ruft „Komm“ und er dann anfängt auf dem Wasser zu gehen. Es ist ein Hineinrufen ins Unsichtbare, sowie Paulus über den Glauben des Abraham schreibt:


„dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und in das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre.“ (Röm. 4,17 Rev. Elb.)


Genauso wie er uns nie aufgetragen hat für Kranke zu beten, sondern sie zu heilen. Dies kann ja nur geschehen, wenn die Gegenwart des Himmels auf die Erde kommt.

Und dazu kann es wichtig sein, dass wir uns der „Gegenwart des Himmels“ in uns, unserer Himmelsbürgerschaft bewusst sind. Ich bin bei Euch!


Die meisten von uns kennen wohl Begebenheiten in unseren Leben, in denen wir die Gegenwart des Himmels, die Gegenwart des Reiches Gottes in uns deutlich wahrgenommen haben. Wo wir wussten: jetzt ist nichts unmöglich.


Ich kann mich an einige wenige Situationen im Heilungsdienst erinnern, in denen ich 1000%ig absolut sicher war, dass jetzt Heilung geschieht und ich dies ganz selbstverständlich ausgesprochen habe und es dann auch geschehen ist. Oder manch andere Begebenheiten, wo wir Gottes verändernde Kraft erlebt haben. Wenn wir jetzt zusammentragen würden, kämen bestimmt viele verschiedene Begebenheiten zusammen. Allen gemeinsam ist wohl, dass dort das Reich Gottes, das Himmelreich in die Welt eingebrochen ist.


Wir können noch mehr Raum für solche Begebenheiten schaffen.


In der Vision von den Totengebeinen aus Hesekiel 37 fordert Gott den Propheten auf über die Totengebeine zu weissagen und neues Leben auszusprechen und er tut es und während des Aussprechens vollzieht sich die Weissagung. Gott könnte es auch ohne Hesekiel machen, er könnte alles ohne eines Menschen Hilfe machen, aber Gott hat sich uns als Partner ausgesucht, er hat uns ausgesucht, damit wir die Kraft seines Reiches freisetzen.


Wenn Menschen ein prophetisches Wort bekommen, ein Wort der Ermutigung bekommen hat, wie bspw. bei der Frau am Brunnen oder bei Menschen, die man bei einer Schatzsuche findet, dann entsteht in ihnen ein Wunsch nach mehr. Alle Menschen haben in sich eine Sehnsucht nach dem Himmel. Sie dürsten nach den Geschmack des Himmels. Das prophetische Wort ist oft der Einstieg in ein Begegnen mit der Güte Gottes. Die Güte Gottes ist es dann, die die Menschen zur Umkehr leitet (Röm. 2,4).


Und wir können und sollen alle prophezeien (1. Kor. 14,1). Wir denken zu gering von uns oder nehmen es nicht war.

Die richtige Einstellung muss sein, wenn wir zu jmd. hingehen: „Ok, ich habe kein Wort für die Person, aber ich werde eines bekommen.“


6. Schluss


Zusammenfassend zum Schluss noch mal:

es gibt mehr als wir schon erlebt haben,

wichtig ist unser Hunger,

unsere Aufgabe ist es das Reich Gottes auf die Erde zu holen,

das können wir, weil uns als Himmelsbürger alles zur Verfügung steht,

in diesem Bewusstsein müssen wir wachsen,

das prophetische Wort setzt oft eine Sehnsucht nach dem Himmel frei,

wir sind dazu berufen und befähigt es auch weiterzugeben.


AMEN.