Die Bedeutung des prophetischen Wortes
1. Einleitung
Jesus Christus sagt: „wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.“ (Mt. 18,20). Glauben wir das? Oder ist es nur ein frommer Spruch, wenn der HK mal wieder nur zu einem Drittel zusammenkommt? Jesus ist hier unter uns gegenwärtig und mit ihm sein ganzes Wesen, seine Kraft, seine Liebe, seine Göttlichkeit. Durch seinen Geist. Es ist wichtig, dass wir uns das vergegenwärtigen.
Ich möchte zu Euch heute über ein Thema sprechen, dass mich seit einigen Monaten beschäftigt - und leider muss ich sagen erst seit einigen Monaten. Es ist ein Thema, über das ich guten Gewissens sagen kann, ich habe darüber nur wenig Ahnung und ich hoffe es geht einigen von Euch ähnlich, dann fällt meine Unwissenheit nicht ganz so deutlich auf.
Ich bin jetzt seit über 25 Jahren Christ und doch hat es mich bis vor einigen Monaten nicht wirklich brennend interessiert. Vielleicht habe ich gedacht, dass ist nur was für besonders gesalbte Leute oder wenn Gott möchte, dass ich in diese Bereiche vordringe, wird er es mir schon mitteilen. Ich weiß eigentlich gar nicht so genau warum ich mich nie dafür interessiert habe. Ich rede von dem prophetischen Wort.
Paulus differenziert ja im NT hier verschiedene Gaben und Dienste und auch der amerikanische Theologe Peter Wagner hat sehr differenzierte Definitionen zu diesen verschiedenen Gaben verfasst: die prophetischen Gabe, das Wort der Erkenntnis, das Wort der Weisheit, die Auslegung einer Sprachenrede oder das Amt des Propheten. Da ich - wie gesagt - davon wenig Ahnung habe, tue ich uns allen einen Gefallen und lass diese Differenzierungen mal außer acht und betrachte alles allgemein als prophetisches Wort. Denn all diese Gaben haben gemeinsam, dass es Eingebungen Gottes sind, die nicht auf verstandesgemäßen Überlegungen oder emphatischer Wahrnehmung basieren.
2. Treasure Searching
Was hat mich denn nun eigentlich dazu bewogen mich damit auseinanderzusetzen? Nun es war natürlich ein Stück weit das Erleben von so gesalbten prophetischen Diensten wie bspw. von Stefan Driess o.ä. Aber solche Männer Gottes habe ich auch früher schon erlebt und für mich dann den Schluss gezogen: o.k. so gesalbt bin ich einfach nicht.
Aber dann habe ich etwas gelesen durch das schlagartig die Wichtigkeit des prophetischen Wortes auf meine bescheidene Ebene herunter gebrochen wurde. „Treasure Searching“. In der Bethel Church von Bill Johnson in Redding/Kalifornien wurde hier ein neuer Dienst kreiert, der mich absolut fasziniert hat. Ich habe Bill Johnson vor drei Jahren in Speyer auf einer Vineyard-Konferenz selbst erlebt. Er ist der Autor vieler Bücher und er hat es in Reading in wenigen Jahren geschafft, durch fortwährendes Lehren über die Bedeutung des Glaubens, über die Kraftwirkungen im Reich Gottes, dass dort das übernatürliche Wirken Gottes in einer ganz neuen Dimension freigesetzt wurde. Wunder und Heilungen sind dort heute an der Tagesordnung. Viele schöpferische Wunder geschehen, bei denen angeborene Defekte wie Klumpfüße, Blindheit, Taubheit etc. geheilt werden. Und zwar nicht nur in den geschützten Gemeinderäumen, sondern v.a. auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden: Supermärkten, Restaurants usw.
Und in dieser Gemeinde wurde das „Treasure Searching“ entwickelt. „Treasure Searching“ bedeutet: man setzt sich zusammen, lässt sich von Gott Eindrücke schenken, trägt diese zusammen und bekommt dann bspw. eine bunte Liste wie: Fischhalle, Frau, blauer Schal, Eheprobleme, Rückenschmerzen. Und dann begibt sich das Team auf Schatzsuche: fährt zur Fischhalle, sucht den Schatz (Frau mit blauem Schal), spricht die Person an: „Entschuldigung, wir sind auf Schatzsuche, könnten Sie unser Schatz sein?“, zeigt den Zettel mit den Stichpunkten und in den meisten Fällen hat man einen göttlichen Kontakt geschaffen. Die meisten Menschen sind trotz aller anfänglichen Skepsis so beeindruckt, wenn sie hören und merken, dass Gott - auf diese Art und Weise - sein Interesse an ihnen signalisiert. Oft geschehen dann Bekehrungen und Heilungen gleich vor Ort.
Als ich das gelesen habe, habe ich mir dann gedacht: o.k. so Eindrücke wie Frau, Rückenschmerzen oder blauer Schal, so was kann ich auch bekommen. Das klingt einfach. Und schon war das Interesse für das Prophetische in mir geweckt.
Und deshalb haben wir jetzt angefangen uns im HK mit dem prophetischen Wort in Theorie und Praxis auseinanderzusetzen, uns zu üben und wir haben angefangen als Gemeinde auf die Straße zu gehen. In diesem Monat das erste Mal - und es hat Spaß gemacht, wir hatten sehr viele ermutigende Gespräche, mit einer Frau konnten wir sogar beten. Wir haben nicht gleich mit der Schatzsuche angefangen, erst mal mit dem Verteilen von den City-NTs um die Scheu zu verlieren. Aber vielleicht trauen wir uns beim übernächsten Mal schon an die Schatzsuche heran.
3. Prophetie im AT
In diesem Zusammenhang macht es Sinn, sich einmal etwas den Umgang mit Prophetie in der Bibel anzuschauen.
Im Alten Bund hat Gott v.a. durch zweierlei Arten mit seinem Volk kommuniziert (neben einigen anderen ungewöhnlichen Wesen wie bspw. Esel):
1. durch das Gesetz; er hat seinem Willen im Gesetz kundgetan und
2. durch die Propheten.
Im Hebräerbrief heißt es: „Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten“ (Hebr. 1,1)
Auch solche von Gott auserwählte Männer wie Abraham oder Mose, werden als Propheten bezeichnet (5. Mo. 34,10; 1. Mo. 20,7).
Die Propheten des AT sprachen im Auftrag Gottes (Hag. 1,13 „Da sprach Haggai, der Bote des Herrn, im Auftrag des Herrn zum Volk“),
sie sprachen die Worte Gottes (Jer. 1,9 „der Herr sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund“),
sie sprachen an Gottes Stelle (1. Kön. 20,13 „ein Prophet trat zu Ahab, dem König von Israel, und sagte: So spricht der Herr“)
Der Hauptauftrag der Propheten war es zumeist Israel an den Bund (das Gesetz) zu erinnern und vor der drohenden Strafe bei weiterem Abfall zu warnen. Die Frage für Israel war nicht: wie viel Teile der Prophetie sind von Gott und wie viel vom Propheten selbst? Sondern die Frage war: Buße oder Strafe? Wenn Israel sich widersetzte musste es die Konsequenzen tragen. (Jes. 30,12 „Weil ihr dieses Wort verwerft und auf Unterdrückung und Arglist vertraut und euch darauf stützt, darum wird für euch diese Schuld wie ein sturzbringender Riss sein, der sich vorschiebt an einer hochragenden Mauer, deren Zusammenbruch in einem Augenblick, plötzlich kommt.“)
Warnung vor drohendem Strafgericht war der Hauptauftrag der at. Propheten. Dieser Dienst endete mit dem Beginn des Wirkens Jesu.
4. Die Veränderungen durch das Wirken Jesu
Jesus sagt selbst: „Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis auf Johannes.“ (Mt. 11,13)
Johannes d.T. war der Letzte in der langen Reihe der Gerichtspropheten des alten Bundes. Und so heißt es auch in der vorhin bereits zitierten Einleitung des Hebräerbriefs weiter:
„Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn“ (Hebr. 1, 1.2a).
Jesus findet zunächst einmal ein Bruch statt. Es ist ja auch klar, wenn Gott selbst in Jesus auf der Erde wirkt, braucht er keinen weiteren Propheten als Sprachrohr. Aber es hat auch noch einen weiteren Grund: ein großer Teil aller prophetischen Aussagen des alten Bundes war ja messianisch, d.h. es hatte den kommenden Erlöser und das kommende Reich Gottes zum Inhalt. Nun ist der Messias ja gekommen und ein großer Teil der Reich Gottes-Prophetie des AT hat sich erfüllt, d.h. auf Jesus als kommenden Messias braucht ja auch gar kein Prophet mehr hinweisen.
5. Die Veränderungen durch Pfingsten
Aber auch nach der Himmelfahrt Jesu, durch die Ausgießung des Heiligen Geistes, geschieht noch etwas, dass die Bedeutung des prophetischen Dienstes noch einmal grundlegend verändert.
„Und danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Greise werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen. Und selbst über die Knechte und über die Mägde werde ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen.“ (Joel 3, 1.2)
Der Heilige Geist kommt über alles Fleisch. Und wenn hier von Mägden und Knechten, Kindern und Greisen die Rede ist, ist das nicht als Ausschlusskriterium zu verstehen - nach dem Motto: für den Greis zu jung und für das Kind zu alt - , sondern bedeutet, das man gar nicht unwürdig genug sein kann. Es gibt nun nicht mehr den einzelnen geistgesalbten Propheten, der exklusiv das Reden Gottes weitergibt, sondern alle können mit Gott kommunizieren und von seinem Herzen weitergeben.
Jesus sagt: „Meine Schafe hören meine Stimme“ (Joh. 10,27a).
6. Exkurs: Der Dienst des Apostels
Ein kleiner Exkurs: Gibt es in der nt. Gemeinde niemand, der eine ähnliche Funktion hat wie der Prophet in Israel? Doch, und zwar die Apostel!
Paulus bspw. bekommt seine Botschaft ähnlich dem at. Propheten direkt von Gott (Gal. 1, 1.12 „Ich teile euch aber mit, dass das von mir verkündigte Evangelium nicht von menschlicher Art ist. ich habe es nämlich weder von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi.“). Da Paulus nie ein Jünger Jesu gewesen ist, spricht er hier von einer direkten Offenbarung.
Weiter werden die Apostel als die Säulen der Gemeinde bezeichnet (Gal. 2,9),
sie hatten den Auftrag die Gemeinde Jesu im Wort zu unterrichten (Apg. 2,42 „Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel“),
die Worte Jesu werden durch die Apostel übermittelt (2. Petr. 3,2),
sie beanspruchten dass Christus durch sie redet (2. Kor. 13,3) und ihrer Lehre galt es zu gehorchen (1. Thes. 4, 2.8 „Denn ihr wisst, welche Weisungen wir euch gegeben haben durch den herrn Jesus...(Anweisungen bzgl. Heiligung und Fernhalten von Unzucht)...Deshalb nun, wer dies verwirft, verwirft nicht einen Menschen, sondern Gott, der auch seinen heiligen Geist in euch gibt.“).
Ihr Wort (Briefe) wird den Schriften des AT gleichgestellt (2. Petr. 3,15.16).
Wir sehen also die Apostel haben in etwa den Dienst der Propheten des alten Bundes fortgeführt - zumindest was die herausragende Stellung und die Autorität betrifft. Die Frage ist: Wo ist der apostolische Dienst heute? Gibt es ihn noch? Und wenn ja, wie kann er heute aussehen? Aber das ist nicht das Thema. Exkurs Ende.
7. Der prophetische Dienst im NT
Es geht uns ja um den prophetischen Dienst im NT. Und es fällt auf, dass er gänzlich anders geartet ist und zwar - wie ich meine - in einer sehr entspannenden Art und Weise anders geartet.
7.1. Der Dienst ist bruchstückhaft
Der erste Unterschied: ntl. Prophetie ist bruchstückhaft.
Paulus sagt: „Denn wir erkennen stückweise, und wir weissagen stückweise...Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels (blanke Metallscheibe) undeutlich“ (1.Kor. 13, 9.12). Der große Apostel Paulus sagt, alles Weissagen ist Stückwerk, das Erkennen ist nicht vollständig.
Das macht zum einen demütig im Umgang mit prophetischen Worten, zum anderen macht es auch Mut, weil ich von vornherein weiß, ich darf Fehler machen bei meinen prophetischen Versuchen. Und wenn ich in einem Rahmen mich bewege, in dem mir erlaubt ist Fehler zu machen, dann geh ich viel entspannter und mutiger an die Sache heran. Oder geht es Euch dabei etwa anders?
Und selbst in der Apostelgeschichte lesen wir von unterschiedlichen Erfolgen beim Prophezeien. Da gibt es bspw. den Agabus.
Apg. 11, 27.28 „In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochien herab. Einer aber von ihnen, mit Namen Agabus, stand auf und zeigte durch den Geist eine große Hungersnot an, die über den ganzen Erdkreis kommen sollte; sie trat auch unter Klaudius ein.“
Das ist ein tolles Ergebnis für eine Prophetie. Volltreffer. Später lesen wir noch mal von ihm.
Apg. 21, 10.11 „Als wir nun mehrere Tage blieben, kam ein Prophet mit Namen Agabus von Judäa herab. Und er kam zu uns und nahm den Gürtel des Paulus und band sich die Füße und die Hände und sprach: Dies sagt der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem so binden und in die Hände der Nationen überliefern.“
Eine sehr detaillierte Prophetie, die aber leider in beiden Punkten falsch ist. Paulus wurde nicht von den Juden, sondern von den Römern gebunden (Apg. 21, 33) und er wurde nicht von den Juden an die Römer überliefert, sondern die Römer haben ihn im Gegenteil aus der jüdischen Menge befreit, die ihn Gewalt antaten (Apg. 21, 32.35). Das Ergebnis stimmt „Hände der Nationen“, aber alle Details außen rum, treffen nicht zu. Das ist ein gutes Beispiel für das Stückwerk im Erkennen.
Aus diesen Gründen geht Paulus selbst auch sehr relaxt mit Prophetien, die ihn betreffen um. Er wird in Apg. 21,4 z.B. durch prophetische Worte davor gewarnt nicht nach Jerusalem zu gehen, aber er kümmert sich nicht darum. Er ist sich seiner Berufung gewiss.
Daher: „Weissagungen verachtet nicht, prüft aber alles, das Gute haltet fest.“ (1. Thes. 5, 20.21)
7.2. ntl. Prophetie ist im Kern auferbauend
Der zweite wesentliche Unterschied zur Prophetie des AT ist, dass Prophetie im NT im Kern auferbauend ist.
„Wer aber weissagt, redet zu den Menschen zur Erbauung und Ermahnung (Ermunterung) und Tröstung.“ (1. Kor. 14,5)
Und in der Apg. steht gleich ein Beleg dafür: „Und Judas und Silas, die auch selbst Propheten waren, ermunterten die Brüder mit vielen Worten und stärkten sie.“ (Apg.15,32)
Das ist der Kern des prophetischen Wortes im neuen Bund, wir sollen dadurch ermutigt und auferbaut werden. Deshalb ist es so wichtig. Das kann eine Lehre oder Predigt kaum bewirken, aber das prophetische Wort kann es. Es ist etwas anderes, ob Gott mir ganz persönlich durch den Heiligen Geist sagt, wie lieb er mich hat oder ob ich eine Lehre darüber höre.
7.3. Das prophetische Wort ist für alle da
Und der dritte wesentliche Unterschied: es ist für alle.
Erinnert Ihr Euch: Jesus ist hier mitten unter uns. Wir sind ih ihm gesegnet mit jeder geistlichen Segnung (Eph. 1,3), der Vater gibt von Herzen gerne denen, die anklopfen (Lk. 11, 5-13).
Deshalb kann Paulus auch sagen: „Strebt nach der Liebe, eifert aber nach den geistlichen Gaben, besonders aber, dass ihr weissagt.“ (1. Kor. 14,1)
Nicht jeder kann ein Prophetenamt bekleiden oder einen qualitativ hochwertigen übergemeindlichen prophetischen Dienst entwickeln wie von Stefan Driess oder anderen, aber jeder kann danach streben zur Erbauung, Ermunterung und Tröstung zu weissagen.
Danach streben heißt nicht passiv abwarten, sondern sich aktiv darum bemühen: durch Beten, sich ausstrecken, sich zur Verfügung stellen und durch Üben.
Das wollen wir jetzt zum Schluss noch tun.
(Praktische Übung: Gruppen mit ca. 5-6 Leuten, 3-4 Minuten Eindrücke für eine Person sammeln, ein Leiter schaut auf die Uhr, danach Austausch in der Gruppe.
Wichtig: Nicht das sagen, was ich schon immer mal sagen wollte; Vorsicht mit Vorwissen;
Vorsicht mit emphatischer Wahrnehmung; Eindrücke sind einzeln manchmal komisch, aber sie ergänzen sich wunderbar.)
AMEN.
Samstag, 8. August 2009
Freitag, 3. Juli 2009
Termine und Aktuelles Juli 2009
Sa 04.07. 10.00 Infostand in der Fußgängerzone
So 05.07. 10.00 Gottesdienst mit anschl. Essen (Predigt Jürgen Grau, Arbeitskreis Migration und Integration)
So 12.07. Gemeindeausflug entfällt
So 19.07. 10.00 Gottesdienst (Predigt Norbert Wohlrab, Thema: "Die Bedeutung des prophetischen Wortes")
Di 21.07. 19.30 Gebetsabend
So 26.07. 19.30 Lobpreis & Segnung
Sommerpause vom 02.08. bis 13.09.
So 05.07. 10.00 Gottesdienst mit anschl. Essen (Predigt Jürgen Grau, Arbeitskreis Migration und Integration)
So 12.07. Gemeindeausflug entfällt
So 19.07. 10.00 Gottesdienst (Predigt Norbert Wohlrab, Thema: "Die Bedeutung des prophetischen Wortes")
Di 21.07. 19.30 Gebetsabend
So 26.07. 19.30 Lobpreis & Segnung
Sommerpause vom 02.08. bis 13.09.
Freitag, 5. Juni 2009
Termine und Aktuelles Juni 2009
So 07.06. 10.00 Gottesdienst mit anschl. Essen (Predigt Thomas Hermann, "Junge Gemeinde" St. Paul; Thema: Gebet)
Di 09.06. 19.30 Gebetsabend
So 14.06. 10.00 Gottesdienst (Predigt Bob Lidfors, Dynamis-Bibelschule; Thema: Gesetz und Freiheit, Teil 1)
Di 16.06. 19.30 Gebetsabend
So 21.06. 10.00 Gottesdienst (Predigt Bob Lidfors, Dynamis-Bibelschule; Thema: Gesetz und Freiheit, Teil 2)
Di 23.06. 19.30 Gebetsabend
So 28.06. 19.30 Lobpreis & Segnung
Di 30.06. 19.30 Gebetsabend
Di 09.06. 19.30 Gebetsabend
So 14.06. 10.00 Gottesdienst (Predigt Bob Lidfors, Dynamis-Bibelschule; Thema: Gesetz und Freiheit, Teil 1)
Di 16.06. 19.30 Gebetsabend
So 21.06. 10.00 Gottesdienst (Predigt Bob Lidfors, Dynamis-Bibelschule; Thema: Gesetz und Freiheit, Teil 2)
Di 23.06. 19.30 Gebetsabend
So 28.06. 19.30 Lobpreis & Segnung
Di 30.06. 19.30 Gebetsabend
Samstag, 2. Mai 2009
Termine und Aktuelles Mai 2009
So 03.05. 10.00 Gottesdienst mit anschl. Essen (Predigt Hauskreis Schwarz; Thema: Der Jakobusbrief)
Sa 09.05. 19.00 Feier-Abend (Stefan Heidelberger berichtet...)

So 17.05. 10.00 Gottesdienst (Predigt Georg Schubert, Jugend mit einer Mission; Thema: Götzendienst)
Di 19.05. 19.30 Gebetsabend
So 24.05. 19.30 Lobpreis & Segnung
So 31.05. Gemeindeausflug
Sa 09.05. 19.00 Feier-Abend (Stefan Heidelberger berichtet...)

So 17.05. 10.00 Gottesdienst (Predigt Georg Schubert, Jugend mit einer Mission; Thema: Götzendienst)
Di 19.05. 19.30 Gebetsabend
So 24.05. 19.30 Lobpreis & Segnung
So 31.05. Gemeindeausflug
Dienstag, 14. April 2009
Sonntag, 5. April 2009
Predigt von Norbert Wohlrab (05.04.09)
Die Salbung durch die Sünderin
1. Einleitung: Passionszeit
Wir haben jetzt ja nur noch eine Woche bis zum Osterfest und gehen somit auf´s Ende der Passionszeit zu.
Unter Passion verstehen wir Christen ja zuerst den Leidensweg Christi. Passion abgeleitet vom lat. "passio" Leiden. In der Kirchengeschichte hat sich daraus eine Fasten- und Vorbereitungszeit entwickelt, die sehr unterschiedlich begangen wird. Die kath. Kirche des Mittelalters hat den Gläubigen sehr strenge Fastenzeiten auferlegt (deshalb mussten sie vorher noch mal so richtig die Sau raus lassen). In der Reformation wurde dann mehr Wert auf innere Erneuerung gelegt und der Fokus weggerichtet von formalen Übungen. Heute werden solche Traditionen immer weniger gepflegt. Manchmal ist es schick oder religiös motiviert sieben Wochen auf einzelne Dinge wie Gummibärchen, TV oder Spinat zu verzichten. Aber letztlich lässt sich Sinn und Unsinn all dieser frommen Übungen daran festmachen, ob sie helfen den einzelnen vorzubereiten. Vorbereiten - auf was? Darauf Jesus neu oder tiefer oder auch erstmals zu begegnen.
2. Die Salbung durch die Sünderin
Ich möchte jetzt die Geschichte von einer Frau vorlesen, die sich vorbereitet hat Jesus zu begegnen.
"Ein Pharisäer hatte Jesus zu sich zum Essen eingeladen, und Jesus war gekommen und hatte am Tisch Platz genommen. In jener Stadt lebte eine Frau, die für ihren unmoralischen Lebenswandel bekannt war. Als sie erfuhr, dass Jesus im Haus des Pharisäers zu Gast war, nahm sie ein Alabastergefäß voll Salböl und ging dorthin. Sie trat von hinten an das Fußende des Polsters, auf dem Jesus Platz genommen hatte, und brach in Weinen aus; dabei fielen ihre Tränen auf seine Füße. Da trocknete sie ihm die Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl. Als der Pharisäer, der Jesus eingeladen hatte, das sah, dachte er: »Wenn dieser Mann wirklich ein Prophet wäre, würde er die Frau kennen, von der er sich da berühren lässt; er wüsste, was für eine sündige Person das ist.« Da wandte sich Jesus zu ihm. »Simon«, sagte er, »ich habe dir etwas zu sagen.« Simon erwiderte: »Meister, bitte sprich!« – »Zwei Männer hatten Schulden bei einem Geldverleiher«, begann Jesus. »Der eine schuldete ihm fünfhundert Denare, der andere fünfzig. Keiner der beiden konnte seine Schulden zurückzahlen. Da erließ er sie ihnen. Was meinst du: Welcher von den beiden wird ihm gegenüber wohl größere Dankbarkeit empfinden? « Simon antwortete: »Ich nehme an, der, dem er die größere Schuld erlassen hat.« – »Richtig«, erwiderte Jesus. Dann wies er auf die Frau und sagte zu Simon: »Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, und du hast mir kein Wasser für meine Füße gereicht; sie aber hat meine Füße mit ihren Tränen benetzt und mit ihrem Haar getrocknet. Du hast mir keinen Kuss zur Begrüßung gegeben; sie aber hat, seit ich hier bin, nicht aufgehört, meine Füße zu küssen. Du hast meinen Kopf nicht einmal mit gewöhnlichem Öl gesalbt, sie aber hat meine Füße mit kostbarem Salböl gesalbt. Ich kann dir sagen, woher das kommt. Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben worden, darum hat sie mir viel Liebe erwiesen. Wem aber wenig vergeben wird, der liebt auch wenig. « Und zu der Frau sagte Jesus: »Deine Sünden sind dir vergeben.« Die anderen Gäste fragten sich: »Wer ist dieser Mann, der sogar Sünden vergibt?« Jesus aber sagte zu der Frau: »Dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden!«" (Lk. 7,36-50 NGÜ)
Jesus ist eingeladen bei einem Pharisäer. Den Jesus, den sie noch ein paar Verse vorher als Fresser und Weinsäufer verspottet hatten, haben sie nun in ihre festlichen Hallen, in ihre vornehme Gesellschaft eingeladen. Die Pharisäer, die sich für was Besonderes, für auserwählte Israeliten, für besonders gerecht hielten. Wahrscheinlich sollte die Einladung dazu dienen, Jesus noch besser analysieren und einordnen zu können. Man wollte noch mehr gegen ihn in der Hand haben.
Diese großen Festgelage fanden meist öffentlich statt. So dass auch das einfache Volk am Rand der Halle zusehen konnte. (Man muss sich das in etwa so vorstellen, dass die Hartz-IV-Empfänger mal sehen dürfen, was bei den Beamten auf die Teller kommt.) Darunter war eine Frau mit unmoralischen Lebenswandel heißt es hier. Eine Prostituierte. Auf der Straße weicht man so einer aus, dreht ihr den Rücken zu, spuckt vor ihr aus - tagsüber. Nachts dagegen sieht es für manche Männer anders aus. So eine Prostituierte ist diese Frau. Warum sie ihren Lebensunterhalt so verdient, wird nicht gesagt, es spielt auch keine Rolle. Sie gezwungen isoliert und einsam zu leben. Eine Frau, die sich wahrscheinlich selbst genauso verachtet wie ihren Beruf und die Männer, die zu ihr kommen.
Diese Frau hat von Jesus gehört, vielleicht ist sie ihm sogar früher schon einmal begegnet und hat seinen Worten gelauscht. In ihr hat sich eine Sehnsucht nach dem Reich Gottes entwickelt. Sie will diesen Mann sehen, der doch für so viele Verachtete und Ausgegrenzte (Zöllner, Sünder, Aussätzige) Hoffnung, Heilung und Erneuerung bedeutet. Das, was sie von Jesus mitbekommen hat, hat in ihr das Gefühl wachsen lassen: er könnte es sein, der ihre Sehnsüchte erfüllen kann, der sie ernst nimmt, der ihrem Leben einen Wert gibt, der ihr Vertrauen nicht enttäuscht und ihr Hoffnung gibt. Bei ihm kann sie Frieden finden für ihre Seele. Bei ihm kann sie Vergebung finden. Und als sie hört, dass er in ihrer Stadt ist, nimmt sie Öl (vom Lohn als Prostituierte gekauft!) und geht zu ihm. Sie will ihm begegnen, ihn salben, ihn ehren.
Doch auf der Türschwelle bleibt sie erstarrt stehen. Sie stellt fest. da ist nicht nur Jesus, das sind auch Pharisäer! Niemand verachtet sie in der Stadt stärker als die Pharisäer, kein anderer macht ihr deutlicher, dass ihr ganzes Leben total verpfuscht ist. Und ihr Traum zerplatzt erst einmal - aber jetzt einfach wieder gehen, nein, das will sie nun auch nicht mehr: zu groß ist ihr Wunsch ihm zu begegnen. Und so versucht sie, von hinten an Jesus heran zu kommen.
Und alles, was sie dann macht, ist irgendwie verkehrt, wie so vieles in ihrem Leben. Statt ihn anzusprechen, bricht sie in Tränen aus. Was macht sie als nächstes? Völlig verwirrt, löst sie ihr Haar. Spätestens jetzt wird den Männern im Raum der Atem gestockt haben: das Haar lösen - das tut eine jüdische Frau nur in der Intimität des ehelichen Schlafzimmers! Und dann wischt sie die Füße mit ihrem Haar trocken und küsst sie auch noch. Und dann - statt ihm den Kopf zu salben, gießt sie ihm das ganze Öl über die Füße. Und spricht dabei kein Wort.
Für jeden anderen wahrscheinlich eine absolut peinliche Szene. Nicht so für Jesus. Er lässt alles geschehen. Er weiß, dass dies ein Ausdruck ihrer Liebe und Dankbarkeit ist. Er lässt sich berühren. Er weist die Frau nicht zurecht. Er lächelt nicht verlegen. Er äußert sich nicht spöttisch. Er ärgert sich nicht über die Störung. Er verachtet sie nicht. Er lässt alles zu. Und dabei spricht niemand ein Wort. Die Frau nicht. Jesus nicht. Auch die Zuschauer nicht. Aber gedacht haben sich die Zuschauer einiges.
Der Rahmen dieses Abendessens war ja nicht einfach ein gemütliches Chillen wie bei uns am „Feier-Abend“, das war hier gehobene Gesellschaft. Wer sich hier öffentlich von einer Prostituierten anfassen lässt, ist unten durch. Dessen gesellschaftliche Karriere ist zu Ende.
Simon, der Gastgeber, denkt das, was alle andern denken: Du willst ein Prophet sein? Du willst uns von Gott erzählen und weißt nicht einmal, wie man sich anständig benimmt? Wenn Du wirklich ein Prophet wärst, würdest Du wissen, dass diese Frau eine Sünderin ist!
Jesus antwortet mit einem Gleichnis: wem die größere Schuld erlassen wird, ist dankbarer, liebt mehr. Und wem weniger erlassen wurde, der liebt eben weniger. Das sieht auch Simon ein. Die Frau hat ihre große Liebe zum Ausdruck gebracht, weil ihr ihre große Sünde bewusst war und so vergeben werden konnte. Simon dagegen? Wer perfekt ist, braucht doch keine Vergebung! Der Haken ist nur: ist Simon wirklich so perfekt?
Jesus verdeutlicht Simon auch, dass er seine einfachen Pflichten der Gastfreundschaft vernachlässigt hat. Normalerweise geht der Hausherr auf jeden Gast zu, grüßt ihn mit dem Gruß „Friede sei mit Dir“ und küsst ihn mit dem Friedenskuss. Der Kuss auf die Wange ist die Versicherung des Willkommenseins. Dann kommen Diener und waschen den Gästen die Füße. Zu Hause hatte man sich ja für das Gastmahl bereits gebadet und frisch eingekleidet, aber die Füße sind durch den Straßenstaub (man ging ja barfuß oder in Sandalen) wieder schmutzig geworden. Nach der Fußwaschung wurde wohlriechendes Öl zum Ordnen der Haare (wohl etwa wie man heute Gel verwendet) und zum Salben des Hauptes und der Hände gereicht. All diese Pflichten hatte Simon an Jesus nicht getan - wohl ein Ausdruck der geringen Wertschätzung und Ablehnung.
In Gottes Augen ist Stolz genauso Sünde wie Hurerei. Die Frau war sich ihrer Schuld bewusst, Simon seines Stolzes nicht.
Das Leben von Simon ist genauso wenig heil, wie das der Prostituierten - nur in einem anderen Bereich. Blaise Pascal hat einmal gesagt: "Es ist gleich gefährlich für den Menschen, von Gott zu wissen, ohne sein Elend zu kennen, wie sein Elend zu wissen, ohne den Erlöser zu kennen, der ihn davon zu heilen vermag!"
Aber diese Geschichte verdeutlicht für mich noch etwas anderes: Gott ist ein Menschenfreund und er gibt jedem und jeder eine Chance! Gott verachtet niemanden! Und wir? Geben wir den Pennern und Alkoholikern und Drogenabhängigen und Big Brother-Schauern und Talk-Show-Besuchern und anderen gesellschaftlich Geringgeschätzten oder Ausgegrenzten eine Chance? Glauben wir, dass Gott ihnen eine Chance gibt? Und glauben wir, dass wir vielleicht die Chance sind, die Gott ihnen gibt?
(Witz Feuerwehr)
Wir haben am Donnerstag als HK Pro Christ in der LKG Rosenstraße besucht und dort wurde das Zeugnis einer Frau gesendet, dass mich sehr angesprochen hat. Eine Frau Jg. 65 wurde in einem Billardsaal auf der Reeperbahn geboren. Die Mutter selber noch ein Teenager und Prostituierte. Mit zwei Jahren wurde sie das erste Mal von einem Kunden der Mutter sexuell missbraucht. Ein weiterer Freier hat sich dann glücklicherweise mal verplappert und so hat das Jugendamt von der Existenz des Kindes erfahren. Sie wurde raus geholt und kam in eine Pflegefamilie. Dort ging es ihr sehr gut und sie wurde geistig sehr gefördert. Mit 15 wollte sie zu ihrer Mutter auf die Reeperbahn und ist von zu Hause abgehauen. Die Mutter hat sie abgelehnt und um ihr zu gefallen, fing sie dann selber an auf den Strich zu gehen. Ein paar Jahre später hörte sie einem Straßenprediger zu. Sie konnte mit der Botschaft nichts anfangen und hat ihn mit einer Flasche beworfen. Der Evangelist ist ihr nachgegangen und hat sich zu ihr in den Dreck gesetzt und einfach mit ihr geredet. Das hatte sie bis dahin noch nie erlebt, dass sich jmd. zu ihr in den Dreck setzt und ihr zuhört. Er hat sie dann aufgefordert ihm ein Gebet nachzusprechen. Was sie dann auch getan hat - aber eigentlich nur um ihre Ruhe zu haben. Dabei hat sie dann gespürt wie eine Wärme ihren Körper durchflossen hat und ihre Entzugssymptome haben sofort aufgehört. Diese Erfahrung wollte sie nie wieder loswerden. Heute ist sie verheiratet, hat drei Kinder und arbeitet als Therapeutin bei Teen Challenge.
Gott gibt jedem eine Chance. Und manchmal sind wir diese Chance. Gott hat uns Heilung geschenkt. Nun sollen wir dieses Heil weitergeben.
3. Weitere Symbolik der Fußwaschung
Es gibt im NT noch weitere Beispiele von Fußwaschungen. Bspw. die Fußwaschung der Jünger durch Jesus. Hier einige Verse daraus:
„Das Passafest stand nun unmittelbar bevor. Jesus wusste, dass für ihn die Zeit gekommen war, diese Welt zu verlassen und zum Vater zu gehen. Darum gab er denen, die in der Welt zu ihm gehörten und die er immer geliebt hatte, jetzt den vollkommensten Beweis seiner Liebe. Er war mit seinen Jüngern beim Abendessen. Der Teufel hatte Judas, dem Sohn von Simon Iskariot, bereits den Gedanken ins Herz gegeben, Jesus zu verraten. Jesus aber wusste, dass der Vater ihm Macht über alles gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und wieder zu Gott ging. Er stand vom Tisch auf, zog sein Obergewand aus und band sich ein leinenes Tuch um. Dann goss er Wasser in eine Waschschüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Tuch abzutrocknen, das er sich umgebunden hatte. Simon Petrus jedoch wehrte sich, als die Reihe an ihn kam. »Herr, du willst mir die Füße waschen?«, sagte er. Jesus gab ihm zur Antwort: »Was ich tue, verstehst du jetzt nicht; aber später wirst du es begreifen.« – »Nie und nimmer wäschst du mir die Füße!«, erklärte Petrus. Jesus entgegnete: »Wenn ich sie dir nicht wasche, hast du keine Gemeinschaft mit mir.« Da rief Simon Petrus: »Herr, dann wasche mir nicht nur die Füße, wasch mir auch die Hände und den Kopf!« Jesus erwiderte: »Wer ein Bad genommen hat, ist ganz rein; er braucht sich später nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, allerdings nicht alle.« Jesus wusste, wer ihn verraten würde; das war der Grund, warum er sagte: »Ihr seid nicht alle rein.«“ (Joh. 13, 1-11 NGÜ)
Jesus tut hier diesen Dienst eines Dieners, eines Sklaven um seinen Jüngern zu zeigen welche Herzenshaltung im Reich Gottes die richtige ist. Nicht die eines Herrschers, sondern die des Dieners. Nicht Stolz, sondern Demut. Das ist so die zentrale Aussage dieser Fußwaschung, aber um die geht es mir jetzt mal nicht. Wir sind ja alle demütige Leute, da kann ich diesen Aspekt mal zur Seite schieben.
Ich denke es steckt hier noch eine weitere Symbolik drin. Zumal diese Fußwaschung hier ja nicht vor dem Essen stattfand, sondern danach, also wohl vom Zeitpunkt her von unserem Herrn schon primär als symbolische Handlung angelegt war.
Im AT war es so, dass die Priester, bevor sie in das Heiligtum eintreten durften, sich Hände und Füße waschen mussten, als Sinnbild der notwendigen Reinigung von aller Sünde vor jedem Dienst.
„Und der Herr redete zu Mose und sprach: Stelle ein bronzenes Becken und sein bronzenes Gestell her zum Waschen! Das stelle zwischen das Zelt der Begegnung und den Altar, tu Wasser hinein, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände und ihre Füße darin waschen. Wenn sie in das Zelt der Begegnung hineingehen, sollen sie sich mit Wasser waschen, damit sie nicht sterben. Oder wenn sie an den Altar herantreten zum Dienst, um für den Herrn ein Feueropfer als Rauch aufsteigen zu lassen, dann sollen sie ihre Hände und ihre Füße waschen, damit sie nicht sterben. Und das soll für sie eine ewige Ordnung sein, für ihn und seine Nachkommen, für all ihre Generationen.“ (2. Mo. 30, 17 - 21)
Ich denke diese Fußwaschung, die Jesus an seinen Jüngern vollzog, ist in gewisser Weise auch eine Reinigung zum priesterlichen Dienst. Im Gegensatz zum AT, wo nur einige (die Nachkommen Aarons) zum Priesterdienst berufen waren, stehen wir nun alle in diesem Dienst.
„Lasst euch auch selbst als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum, um geistliche Schlachtopfer darzubringen, Gott wohlan- nehmbar durch Jesus Christus...Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat“ (1. Petr. 2, 5.9)
Nicht mehr nur einzelne Auserwählte wie im Alten Bund! Es bedarf auch keines Hohenpriesters mehr, der die Forderungen des Kultes und des Gesetzes erfüllt, da Jesus sie als Hoherpriester für alle Zeit erfüllt hat (siehe Hebräerbrief).
In der Kirchengeschichte hat die katholische Kirche immer an einem Priester festgehalten, der quasi Mittler zu Gott ist und kultische Handlungen vollzieht. Luther hat in der Reformation versucht, dass Priestertum aller Gläubigen einzuführen, aber auch heute ist es für viele evangelische Pfarrer noch so, dass das Schlimmste geistlich mündige Laien sind. Selbst in vielen freien Gemeinden gibt es noch eine Überbetonung des Pastors, die dem allgemeinem Priestertum zuwider läuft und auf diese Weise die Freisetzung vieler geistlicher Gaben und Fähigkeiten blockiert.
Ein Priester Gottes zu sein, heißt nicht nur auf Gott hin ausgerichtet sein und ihn anbeten; es heißt auch Priester für das Volk zu sein. Paulus schreibt, dass vor allen anderen Dingen wir in die Fürbitte eintreten sollen für alle Menschen, weil Gott will, dass alle gerettet werden (1. Tim. 2,1). Wenn wir ehrlich sind, ist es doch oft so, dass die Fürbitte für die Verlorenen gerade das ist, was vor allen anderen Dingen am ehesten weggekürzt wird. Aber gerade das ist eine Aufgabe des priesterlichen Dienstes. Wir können vielleicht keine Priester für alle Menschen sein, aber für unsere Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Mitschüler, aber auch für die Familie, oder für den irre geleiteten Bruder oder für die Schwester. Oder vielleicht auch für den Penner, der uns jetzt schon zum vierten Mal über den Weg läuft; oder für die schräge Frau, die immer wieder mit uns im Wartezimmer beim Arzt sitzt. Für manche von ihnen sind wir die Chance.
Ich lese gerade ein Buch von Alan Hirsch und Michael Frost, zwei australische Theologen, mit dem Titel „Die Zukunft gestalten - Innovation und Evangelisation in der Kirche des 21. Jahrhunderts“. Manches in diesem Buch erscheint mir sehr abwegig, aber es steckt auch viel Wahrheit drin. Sie schreiben bspw., dass an dem Punkt der Kirchengeschichte ein negativer Prozess eingesetzt hat, als die Kirche im 3. Jahrhundert zur Staatskirche wurde. So hat sich über die Jahrhunderte die Kirche zu einer „attraktionalen“ Kirche entwickelt, d.h. das Selbstverständnis heißt jetzt: „Kommt in unsere heiligen Gebäude, kommt in unsere Gottesdienste, dort und nur dort könnt ihr Gott erfahren!“ Geplant war Kirche aber als „inkarnierend“, d.h. so wie Gott in Jesus Mensch geworden ist, sollte die Kirche sich zwischen und unter und mit den Menschen sich entfalten, so wie es in den ersten Jahrhunderten auch gewesen ist, so wie es Jesus vorgelebt hat, als er Gemeinschaft mit den Ausgestoßenen hatte, so wie er gesagt hat: „Geht!“ und nicht „Holt!“.
Es sind interessante Gedanken, auch wenn ich finde, dass es wohl beides braucht, vielleicht in anderen Formen, als wie sie bisher kennen. Und so wollen auch wir als CGF in den Sommermonaten einige Male in die FGZ gehen um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, für sie zu beten, sie einzuladen. Und vielleicht werden da auch Menschen dabei sein, die absolut außerhalb unseres Ereignishorizontes liegen.
4. Geistliches Atmen
Zum Schluss möchte ich noch auf einen besonderen Aspekt der Fußwaschung eingehen. Jesus sagt zu Petrus: „Wer ein Bad genommen hat, ist ganz rein; er braucht sich später nur noch die Füße zu waschen.“ Wir sind rein durch das Bad der Wiedergeburt.
„errettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.“ (Tit. 3,5)
Wenn wir von neuem geboren sind, sind wir gereinigt für alle Zeit. Nicht mehr im Stand von Sündern, sondern im Stand von Heiligen, von Gerechten, wir sind Kinder Gottes. Trotzdem sündigen wir noch. Hier brauchen wir immer wieder Reinigung. Diese Reinigung wird durch die Fußwaschung symbolisch dargestellt. Die Füße, die immer wieder schmutzig werden.
Als ich Studentenarbeit bei Campus für Christus gemacht habe, hatten wir dort einen Begriff: „Geistliches Atmen“. ich weiß nicht, ob dieser Begriff eine Campus-Schöpfung war oder weiter verbreitet ist. Dieses „Geistliche Atmen“ beschreibt den Prozess, dass wir immer wieder neu unsere Sünden (schmutzigen Füße) vor Gott bekennen müssen (= Ausatmen) und seine Vergebung in Anspruch nehmen (= Einatmen). Auch wenn mein Stand als Kind Gottes nicht gefährdet ist, weil ich frei bin vom Rechtsanspruch der Sünde über mein Leben, ist dieser Prozess doch für mein geistliches Leben wichtig.
Warum? Aus drei Gründen:
1. Meine Beziehung zu Gott ist beeinträchtigt. Jesus sagt zu Petrus: „Wenn ich sie dir nicht wasche, hast du keine Gemeinschaft mit mir.“ Sünden verunreinigen uns, und wir brauchen wieder Reinigung. Ein kleines Kind, dass trotz des Verbots der Mutter, im Schlamm spielt und sich schmutzig macht, bleibt das Kind der Eltern, aber es braucht die Reinigung vom Schmutz und die Wiederherstellung der Vertrauensbasis zwischen Kind und Eltern.
2. Wir brauchen die Erfahrung der Vergebung, damit unser Gewissen wieder rein wird (Hebr. 10,22). Genauso wie Schuld uns trennen kann, kann uns auch das schlechte Gewissen von Gott trennen. Hier blockieren wir uns selbst. Wir brauchen dann den Zuspruch der Vergebung. Hier ist es oft hilfreich Schuld vor anderen zu bekennen und von ihnen die Vergebung zugesprochen zu bekommen.
3. Wir müssen Schuld bekennen, damit die Sünden keine Macht bekommt über uns bekommen. Da wo wir gewohnheitsmäßig immer wieder im selben Bereich sündigen, z.B. Lügen, Zornausbrüche, Neid usw. kann sich Sünde zu einer Macht verfestigen bis hin zur Dämonisierung, wo dann seelsorgerliche Intervention notwendig ist. Und um diesen Prozess zu vermeiden und zu unterbrechen, ist es wichtig immer wieder neu die Schuld zu bekennen um so den Sünden die Macht zu nehmen, bis wir dann vielleicht irgendwann feststellen, dass wir auf einmal in diesem Bereich gar nicht mehr anfällig sind.
Ich halte diesen Prozess für geistliches Wachstum sehr wichtig. In der Campus-Gruppe wurde es z.T. nicht in der christlichen Freiheit gelebt und war leider immer mit einem gewissen Verdammnisgefühl verbunden. Das war falsch. Das Ja Gottes zu uns steht nicht zur Disposition. Unsere Gotteskindschaft steht nicht zur Disposition. Es geht um geistliche Wachstums- und Jüngerschaftsprozesse. Das ist jetzt für die meisten sicherlich Kinderkram, aber für manche ist es doch wichtig es sich mal wieder neu bewusst zu machen und einzuüben.
Wir wollen als Gemeinde ja den Gründonnerstag und Karfreitag bewusst gemeinsam begehen mit zwei meditativen Gebetsgottesdiensten u.a. auch um uns neu zu vergegenwärtigen, dass wir Teil sind des gebrochenen und auferstandenen Leibes, zu einem neuen Leib zusammengefügt sind. Auch dort wird Raum sein Schuld loszuwerden und Vergebung zu empfangen.
Abschließen möchte ich mit folgenden Vers:
„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“ (1. Joh. 1,9)
AMEN.
1. Einleitung: Passionszeit
Wir haben jetzt ja nur noch eine Woche bis zum Osterfest und gehen somit auf´s Ende der Passionszeit zu.
Unter Passion verstehen wir Christen ja zuerst den Leidensweg Christi. Passion abgeleitet vom lat. "passio" Leiden. In der Kirchengeschichte hat sich daraus eine Fasten- und Vorbereitungszeit entwickelt, die sehr unterschiedlich begangen wird. Die kath. Kirche des Mittelalters hat den Gläubigen sehr strenge Fastenzeiten auferlegt (deshalb mussten sie vorher noch mal so richtig die Sau raus lassen). In der Reformation wurde dann mehr Wert auf innere Erneuerung gelegt und der Fokus weggerichtet von formalen Übungen. Heute werden solche Traditionen immer weniger gepflegt. Manchmal ist es schick oder religiös motiviert sieben Wochen auf einzelne Dinge wie Gummibärchen, TV oder Spinat zu verzichten. Aber letztlich lässt sich Sinn und Unsinn all dieser frommen Übungen daran festmachen, ob sie helfen den einzelnen vorzubereiten. Vorbereiten - auf was? Darauf Jesus neu oder tiefer oder auch erstmals zu begegnen.
2. Die Salbung durch die Sünderin
Ich möchte jetzt die Geschichte von einer Frau vorlesen, die sich vorbereitet hat Jesus zu begegnen.
"Ein Pharisäer hatte Jesus zu sich zum Essen eingeladen, und Jesus war gekommen und hatte am Tisch Platz genommen. In jener Stadt lebte eine Frau, die für ihren unmoralischen Lebenswandel bekannt war. Als sie erfuhr, dass Jesus im Haus des Pharisäers zu Gast war, nahm sie ein Alabastergefäß voll Salböl und ging dorthin. Sie trat von hinten an das Fußende des Polsters, auf dem Jesus Platz genommen hatte, und brach in Weinen aus; dabei fielen ihre Tränen auf seine Füße. Da trocknete sie ihm die Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl. Als der Pharisäer, der Jesus eingeladen hatte, das sah, dachte er: »Wenn dieser Mann wirklich ein Prophet wäre, würde er die Frau kennen, von der er sich da berühren lässt; er wüsste, was für eine sündige Person das ist.« Da wandte sich Jesus zu ihm. »Simon«, sagte er, »ich habe dir etwas zu sagen.« Simon erwiderte: »Meister, bitte sprich!« – »Zwei Männer hatten Schulden bei einem Geldverleiher«, begann Jesus. »Der eine schuldete ihm fünfhundert Denare, der andere fünfzig. Keiner der beiden konnte seine Schulden zurückzahlen. Da erließ er sie ihnen. Was meinst du: Welcher von den beiden wird ihm gegenüber wohl größere Dankbarkeit empfinden? « Simon antwortete: »Ich nehme an, der, dem er die größere Schuld erlassen hat.« – »Richtig«, erwiderte Jesus. Dann wies er auf die Frau und sagte zu Simon: »Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, und du hast mir kein Wasser für meine Füße gereicht; sie aber hat meine Füße mit ihren Tränen benetzt und mit ihrem Haar getrocknet. Du hast mir keinen Kuss zur Begrüßung gegeben; sie aber hat, seit ich hier bin, nicht aufgehört, meine Füße zu küssen. Du hast meinen Kopf nicht einmal mit gewöhnlichem Öl gesalbt, sie aber hat meine Füße mit kostbarem Salböl gesalbt. Ich kann dir sagen, woher das kommt. Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben worden, darum hat sie mir viel Liebe erwiesen. Wem aber wenig vergeben wird, der liebt auch wenig. « Und zu der Frau sagte Jesus: »Deine Sünden sind dir vergeben.« Die anderen Gäste fragten sich: »Wer ist dieser Mann, der sogar Sünden vergibt?« Jesus aber sagte zu der Frau: »Dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden!«" (Lk. 7,36-50 NGÜ)
Jesus ist eingeladen bei einem Pharisäer. Den Jesus, den sie noch ein paar Verse vorher als Fresser und Weinsäufer verspottet hatten, haben sie nun in ihre festlichen Hallen, in ihre vornehme Gesellschaft eingeladen. Die Pharisäer, die sich für was Besonderes, für auserwählte Israeliten, für besonders gerecht hielten. Wahrscheinlich sollte die Einladung dazu dienen, Jesus noch besser analysieren und einordnen zu können. Man wollte noch mehr gegen ihn in der Hand haben.
Diese großen Festgelage fanden meist öffentlich statt. So dass auch das einfache Volk am Rand der Halle zusehen konnte. (Man muss sich das in etwa so vorstellen, dass die Hartz-IV-Empfänger mal sehen dürfen, was bei den Beamten auf die Teller kommt.) Darunter war eine Frau mit unmoralischen Lebenswandel heißt es hier. Eine Prostituierte. Auf der Straße weicht man so einer aus, dreht ihr den Rücken zu, spuckt vor ihr aus - tagsüber. Nachts dagegen sieht es für manche Männer anders aus. So eine Prostituierte ist diese Frau. Warum sie ihren Lebensunterhalt so verdient, wird nicht gesagt, es spielt auch keine Rolle. Sie gezwungen isoliert und einsam zu leben. Eine Frau, die sich wahrscheinlich selbst genauso verachtet wie ihren Beruf und die Männer, die zu ihr kommen.
Diese Frau hat von Jesus gehört, vielleicht ist sie ihm sogar früher schon einmal begegnet und hat seinen Worten gelauscht. In ihr hat sich eine Sehnsucht nach dem Reich Gottes entwickelt. Sie will diesen Mann sehen, der doch für so viele Verachtete und Ausgegrenzte (Zöllner, Sünder, Aussätzige) Hoffnung, Heilung und Erneuerung bedeutet. Das, was sie von Jesus mitbekommen hat, hat in ihr das Gefühl wachsen lassen: er könnte es sein, der ihre Sehnsüchte erfüllen kann, der sie ernst nimmt, der ihrem Leben einen Wert gibt, der ihr Vertrauen nicht enttäuscht und ihr Hoffnung gibt. Bei ihm kann sie Frieden finden für ihre Seele. Bei ihm kann sie Vergebung finden. Und als sie hört, dass er in ihrer Stadt ist, nimmt sie Öl (vom Lohn als Prostituierte gekauft!) und geht zu ihm. Sie will ihm begegnen, ihn salben, ihn ehren.
Doch auf der Türschwelle bleibt sie erstarrt stehen. Sie stellt fest. da ist nicht nur Jesus, das sind auch Pharisäer! Niemand verachtet sie in der Stadt stärker als die Pharisäer, kein anderer macht ihr deutlicher, dass ihr ganzes Leben total verpfuscht ist. Und ihr Traum zerplatzt erst einmal - aber jetzt einfach wieder gehen, nein, das will sie nun auch nicht mehr: zu groß ist ihr Wunsch ihm zu begegnen. Und so versucht sie, von hinten an Jesus heran zu kommen.
Und alles, was sie dann macht, ist irgendwie verkehrt, wie so vieles in ihrem Leben. Statt ihn anzusprechen, bricht sie in Tränen aus. Was macht sie als nächstes? Völlig verwirrt, löst sie ihr Haar. Spätestens jetzt wird den Männern im Raum der Atem gestockt haben: das Haar lösen - das tut eine jüdische Frau nur in der Intimität des ehelichen Schlafzimmers! Und dann wischt sie die Füße mit ihrem Haar trocken und küsst sie auch noch. Und dann - statt ihm den Kopf zu salben, gießt sie ihm das ganze Öl über die Füße. Und spricht dabei kein Wort.
Für jeden anderen wahrscheinlich eine absolut peinliche Szene. Nicht so für Jesus. Er lässt alles geschehen. Er weiß, dass dies ein Ausdruck ihrer Liebe und Dankbarkeit ist. Er lässt sich berühren. Er weist die Frau nicht zurecht. Er lächelt nicht verlegen. Er äußert sich nicht spöttisch. Er ärgert sich nicht über die Störung. Er verachtet sie nicht. Er lässt alles zu. Und dabei spricht niemand ein Wort. Die Frau nicht. Jesus nicht. Auch die Zuschauer nicht. Aber gedacht haben sich die Zuschauer einiges.
Der Rahmen dieses Abendessens war ja nicht einfach ein gemütliches Chillen wie bei uns am „Feier-Abend“, das war hier gehobene Gesellschaft. Wer sich hier öffentlich von einer Prostituierten anfassen lässt, ist unten durch. Dessen gesellschaftliche Karriere ist zu Ende.
Simon, der Gastgeber, denkt das, was alle andern denken: Du willst ein Prophet sein? Du willst uns von Gott erzählen und weißt nicht einmal, wie man sich anständig benimmt? Wenn Du wirklich ein Prophet wärst, würdest Du wissen, dass diese Frau eine Sünderin ist!
Jesus antwortet mit einem Gleichnis: wem die größere Schuld erlassen wird, ist dankbarer, liebt mehr. Und wem weniger erlassen wurde, der liebt eben weniger. Das sieht auch Simon ein. Die Frau hat ihre große Liebe zum Ausdruck gebracht, weil ihr ihre große Sünde bewusst war und so vergeben werden konnte. Simon dagegen? Wer perfekt ist, braucht doch keine Vergebung! Der Haken ist nur: ist Simon wirklich so perfekt?
Jesus verdeutlicht Simon auch, dass er seine einfachen Pflichten der Gastfreundschaft vernachlässigt hat. Normalerweise geht der Hausherr auf jeden Gast zu, grüßt ihn mit dem Gruß „Friede sei mit Dir“ und küsst ihn mit dem Friedenskuss. Der Kuss auf die Wange ist die Versicherung des Willkommenseins. Dann kommen Diener und waschen den Gästen die Füße. Zu Hause hatte man sich ja für das Gastmahl bereits gebadet und frisch eingekleidet, aber die Füße sind durch den Straßenstaub (man ging ja barfuß oder in Sandalen) wieder schmutzig geworden. Nach der Fußwaschung wurde wohlriechendes Öl zum Ordnen der Haare (wohl etwa wie man heute Gel verwendet) und zum Salben des Hauptes und der Hände gereicht. All diese Pflichten hatte Simon an Jesus nicht getan - wohl ein Ausdruck der geringen Wertschätzung und Ablehnung.
In Gottes Augen ist Stolz genauso Sünde wie Hurerei. Die Frau war sich ihrer Schuld bewusst, Simon seines Stolzes nicht.
Das Leben von Simon ist genauso wenig heil, wie das der Prostituierten - nur in einem anderen Bereich. Blaise Pascal hat einmal gesagt: "Es ist gleich gefährlich für den Menschen, von Gott zu wissen, ohne sein Elend zu kennen, wie sein Elend zu wissen, ohne den Erlöser zu kennen, der ihn davon zu heilen vermag!"
Aber diese Geschichte verdeutlicht für mich noch etwas anderes: Gott ist ein Menschenfreund und er gibt jedem und jeder eine Chance! Gott verachtet niemanden! Und wir? Geben wir den Pennern und Alkoholikern und Drogenabhängigen und Big Brother-Schauern und Talk-Show-Besuchern und anderen gesellschaftlich Geringgeschätzten oder Ausgegrenzten eine Chance? Glauben wir, dass Gott ihnen eine Chance gibt? Und glauben wir, dass wir vielleicht die Chance sind, die Gott ihnen gibt?
(Witz Feuerwehr)
Wir haben am Donnerstag als HK Pro Christ in der LKG Rosenstraße besucht und dort wurde das Zeugnis einer Frau gesendet, dass mich sehr angesprochen hat. Eine Frau Jg. 65 wurde in einem Billardsaal auf der Reeperbahn geboren. Die Mutter selber noch ein Teenager und Prostituierte. Mit zwei Jahren wurde sie das erste Mal von einem Kunden der Mutter sexuell missbraucht. Ein weiterer Freier hat sich dann glücklicherweise mal verplappert und so hat das Jugendamt von der Existenz des Kindes erfahren. Sie wurde raus geholt und kam in eine Pflegefamilie. Dort ging es ihr sehr gut und sie wurde geistig sehr gefördert. Mit 15 wollte sie zu ihrer Mutter auf die Reeperbahn und ist von zu Hause abgehauen. Die Mutter hat sie abgelehnt und um ihr zu gefallen, fing sie dann selber an auf den Strich zu gehen. Ein paar Jahre später hörte sie einem Straßenprediger zu. Sie konnte mit der Botschaft nichts anfangen und hat ihn mit einer Flasche beworfen. Der Evangelist ist ihr nachgegangen und hat sich zu ihr in den Dreck gesetzt und einfach mit ihr geredet. Das hatte sie bis dahin noch nie erlebt, dass sich jmd. zu ihr in den Dreck setzt und ihr zuhört. Er hat sie dann aufgefordert ihm ein Gebet nachzusprechen. Was sie dann auch getan hat - aber eigentlich nur um ihre Ruhe zu haben. Dabei hat sie dann gespürt wie eine Wärme ihren Körper durchflossen hat und ihre Entzugssymptome haben sofort aufgehört. Diese Erfahrung wollte sie nie wieder loswerden. Heute ist sie verheiratet, hat drei Kinder und arbeitet als Therapeutin bei Teen Challenge.
Gott gibt jedem eine Chance. Und manchmal sind wir diese Chance. Gott hat uns Heilung geschenkt. Nun sollen wir dieses Heil weitergeben.
3. Weitere Symbolik der Fußwaschung
Es gibt im NT noch weitere Beispiele von Fußwaschungen. Bspw. die Fußwaschung der Jünger durch Jesus. Hier einige Verse daraus:
„Das Passafest stand nun unmittelbar bevor. Jesus wusste, dass für ihn die Zeit gekommen war, diese Welt zu verlassen und zum Vater zu gehen. Darum gab er denen, die in der Welt zu ihm gehörten und die er immer geliebt hatte, jetzt den vollkommensten Beweis seiner Liebe. Er war mit seinen Jüngern beim Abendessen. Der Teufel hatte Judas, dem Sohn von Simon Iskariot, bereits den Gedanken ins Herz gegeben, Jesus zu verraten. Jesus aber wusste, dass der Vater ihm Macht über alles gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und wieder zu Gott ging. Er stand vom Tisch auf, zog sein Obergewand aus und band sich ein leinenes Tuch um. Dann goss er Wasser in eine Waschschüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Tuch abzutrocknen, das er sich umgebunden hatte. Simon Petrus jedoch wehrte sich, als die Reihe an ihn kam. »Herr, du willst mir die Füße waschen?«, sagte er. Jesus gab ihm zur Antwort: »Was ich tue, verstehst du jetzt nicht; aber später wirst du es begreifen.« – »Nie und nimmer wäschst du mir die Füße!«, erklärte Petrus. Jesus entgegnete: »Wenn ich sie dir nicht wasche, hast du keine Gemeinschaft mit mir.« Da rief Simon Petrus: »Herr, dann wasche mir nicht nur die Füße, wasch mir auch die Hände und den Kopf!« Jesus erwiderte: »Wer ein Bad genommen hat, ist ganz rein; er braucht sich später nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, allerdings nicht alle.« Jesus wusste, wer ihn verraten würde; das war der Grund, warum er sagte: »Ihr seid nicht alle rein.«“ (Joh. 13, 1-11 NGÜ)
Jesus tut hier diesen Dienst eines Dieners, eines Sklaven um seinen Jüngern zu zeigen welche Herzenshaltung im Reich Gottes die richtige ist. Nicht die eines Herrschers, sondern die des Dieners. Nicht Stolz, sondern Demut. Das ist so die zentrale Aussage dieser Fußwaschung, aber um die geht es mir jetzt mal nicht. Wir sind ja alle demütige Leute, da kann ich diesen Aspekt mal zur Seite schieben.
Ich denke es steckt hier noch eine weitere Symbolik drin. Zumal diese Fußwaschung hier ja nicht vor dem Essen stattfand, sondern danach, also wohl vom Zeitpunkt her von unserem Herrn schon primär als symbolische Handlung angelegt war.
Im AT war es so, dass die Priester, bevor sie in das Heiligtum eintreten durften, sich Hände und Füße waschen mussten, als Sinnbild der notwendigen Reinigung von aller Sünde vor jedem Dienst.
„Und der Herr redete zu Mose und sprach: Stelle ein bronzenes Becken und sein bronzenes Gestell her zum Waschen! Das stelle zwischen das Zelt der Begegnung und den Altar, tu Wasser hinein, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände und ihre Füße darin waschen. Wenn sie in das Zelt der Begegnung hineingehen, sollen sie sich mit Wasser waschen, damit sie nicht sterben. Oder wenn sie an den Altar herantreten zum Dienst, um für den Herrn ein Feueropfer als Rauch aufsteigen zu lassen, dann sollen sie ihre Hände und ihre Füße waschen, damit sie nicht sterben. Und das soll für sie eine ewige Ordnung sein, für ihn und seine Nachkommen, für all ihre Generationen.“ (2. Mo. 30, 17 - 21)
Ich denke diese Fußwaschung, die Jesus an seinen Jüngern vollzog, ist in gewisser Weise auch eine Reinigung zum priesterlichen Dienst. Im Gegensatz zum AT, wo nur einige (die Nachkommen Aarons) zum Priesterdienst berufen waren, stehen wir nun alle in diesem Dienst.
„Lasst euch auch selbst als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum, um geistliche Schlachtopfer darzubringen, Gott wohlan- nehmbar durch Jesus Christus...Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat“ (1. Petr. 2, 5.9)
Nicht mehr nur einzelne Auserwählte wie im Alten Bund! Es bedarf auch keines Hohenpriesters mehr, der die Forderungen des Kultes und des Gesetzes erfüllt, da Jesus sie als Hoherpriester für alle Zeit erfüllt hat (siehe Hebräerbrief).
In der Kirchengeschichte hat die katholische Kirche immer an einem Priester festgehalten, der quasi Mittler zu Gott ist und kultische Handlungen vollzieht. Luther hat in der Reformation versucht, dass Priestertum aller Gläubigen einzuführen, aber auch heute ist es für viele evangelische Pfarrer noch so, dass das Schlimmste geistlich mündige Laien sind. Selbst in vielen freien Gemeinden gibt es noch eine Überbetonung des Pastors, die dem allgemeinem Priestertum zuwider läuft und auf diese Weise die Freisetzung vieler geistlicher Gaben und Fähigkeiten blockiert.
Ein Priester Gottes zu sein, heißt nicht nur auf Gott hin ausgerichtet sein und ihn anbeten; es heißt auch Priester für das Volk zu sein. Paulus schreibt, dass vor allen anderen Dingen wir in die Fürbitte eintreten sollen für alle Menschen, weil Gott will, dass alle gerettet werden (1. Tim. 2,1). Wenn wir ehrlich sind, ist es doch oft so, dass die Fürbitte für die Verlorenen gerade das ist, was vor allen anderen Dingen am ehesten weggekürzt wird. Aber gerade das ist eine Aufgabe des priesterlichen Dienstes. Wir können vielleicht keine Priester für alle Menschen sein, aber für unsere Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Mitschüler, aber auch für die Familie, oder für den irre geleiteten Bruder oder für die Schwester. Oder vielleicht auch für den Penner, der uns jetzt schon zum vierten Mal über den Weg läuft; oder für die schräge Frau, die immer wieder mit uns im Wartezimmer beim Arzt sitzt. Für manche von ihnen sind wir die Chance.
Ich lese gerade ein Buch von Alan Hirsch und Michael Frost, zwei australische Theologen, mit dem Titel „Die Zukunft gestalten - Innovation und Evangelisation in der Kirche des 21. Jahrhunderts“. Manches in diesem Buch erscheint mir sehr abwegig, aber es steckt auch viel Wahrheit drin. Sie schreiben bspw., dass an dem Punkt der Kirchengeschichte ein negativer Prozess eingesetzt hat, als die Kirche im 3. Jahrhundert zur Staatskirche wurde. So hat sich über die Jahrhunderte die Kirche zu einer „attraktionalen“ Kirche entwickelt, d.h. das Selbstverständnis heißt jetzt: „Kommt in unsere heiligen Gebäude, kommt in unsere Gottesdienste, dort und nur dort könnt ihr Gott erfahren!“ Geplant war Kirche aber als „inkarnierend“, d.h. so wie Gott in Jesus Mensch geworden ist, sollte die Kirche sich zwischen und unter und mit den Menschen sich entfalten, so wie es in den ersten Jahrhunderten auch gewesen ist, so wie es Jesus vorgelebt hat, als er Gemeinschaft mit den Ausgestoßenen hatte, so wie er gesagt hat: „Geht!“ und nicht „Holt!“.
Es sind interessante Gedanken, auch wenn ich finde, dass es wohl beides braucht, vielleicht in anderen Formen, als wie sie bisher kennen. Und so wollen auch wir als CGF in den Sommermonaten einige Male in die FGZ gehen um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, für sie zu beten, sie einzuladen. Und vielleicht werden da auch Menschen dabei sein, die absolut außerhalb unseres Ereignishorizontes liegen.
4. Geistliches Atmen
Zum Schluss möchte ich noch auf einen besonderen Aspekt der Fußwaschung eingehen. Jesus sagt zu Petrus: „Wer ein Bad genommen hat, ist ganz rein; er braucht sich später nur noch die Füße zu waschen.“ Wir sind rein durch das Bad der Wiedergeburt.
„errettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.“ (Tit. 3,5)
Wenn wir von neuem geboren sind, sind wir gereinigt für alle Zeit. Nicht mehr im Stand von Sündern, sondern im Stand von Heiligen, von Gerechten, wir sind Kinder Gottes. Trotzdem sündigen wir noch. Hier brauchen wir immer wieder Reinigung. Diese Reinigung wird durch die Fußwaschung symbolisch dargestellt. Die Füße, die immer wieder schmutzig werden.
Als ich Studentenarbeit bei Campus für Christus gemacht habe, hatten wir dort einen Begriff: „Geistliches Atmen“. ich weiß nicht, ob dieser Begriff eine Campus-Schöpfung war oder weiter verbreitet ist. Dieses „Geistliche Atmen“ beschreibt den Prozess, dass wir immer wieder neu unsere Sünden (schmutzigen Füße) vor Gott bekennen müssen (= Ausatmen) und seine Vergebung in Anspruch nehmen (= Einatmen). Auch wenn mein Stand als Kind Gottes nicht gefährdet ist, weil ich frei bin vom Rechtsanspruch der Sünde über mein Leben, ist dieser Prozess doch für mein geistliches Leben wichtig.
Warum? Aus drei Gründen:
1. Meine Beziehung zu Gott ist beeinträchtigt. Jesus sagt zu Petrus: „Wenn ich sie dir nicht wasche, hast du keine Gemeinschaft mit mir.“ Sünden verunreinigen uns, und wir brauchen wieder Reinigung. Ein kleines Kind, dass trotz des Verbots der Mutter, im Schlamm spielt und sich schmutzig macht, bleibt das Kind der Eltern, aber es braucht die Reinigung vom Schmutz und die Wiederherstellung der Vertrauensbasis zwischen Kind und Eltern.
2. Wir brauchen die Erfahrung der Vergebung, damit unser Gewissen wieder rein wird (Hebr. 10,22). Genauso wie Schuld uns trennen kann, kann uns auch das schlechte Gewissen von Gott trennen. Hier blockieren wir uns selbst. Wir brauchen dann den Zuspruch der Vergebung. Hier ist es oft hilfreich Schuld vor anderen zu bekennen und von ihnen die Vergebung zugesprochen zu bekommen.
3. Wir müssen Schuld bekennen, damit die Sünden keine Macht bekommt über uns bekommen. Da wo wir gewohnheitsmäßig immer wieder im selben Bereich sündigen, z.B. Lügen, Zornausbrüche, Neid usw. kann sich Sünde zu einer Macht verfestigen bis hin zur Dämonisierung, wo dann seelsorgerliche Intervention notwendig ist. Und um diesen Prozess zu vermeiden und zu unterbrechen, ist es wichtig immer wieder neu die Schuld zu bekennen um so den Sünden die Macht zu nehmen, bis wir dann vielleicht irgendwann feststellen, dass wir auf einmal in diesem Bereich gar nicht mehr anfällig sind.
Ich halte diesen Prozess für geistliches Wachstum sehr wichtig. In der Campus-Gruppe wurde es z.T. nicht in der christlichen Freiheit gelebt und war leider immer mit einem gewissen Verdammnisgefühl verbunden. Das war falsch. Das Ja Gottes zu uns steht nicht zur Disposition. Unsere Gotteskindschaft steht nicht zur Disposition. Es geht um geistliche Wachstums- und Jüngerschaftsprozesse. Das ist jetzt für die meisten sicherlich Kinderkram, aber für manche ist es doch wichtig es sich mal wieder neu bewusst zu machen und einzuüben.
Wir wollen als Gemeinde ja den Gründonnerstag und Karfreitag bewusst gemeinsam begehen mit zwei meditativen Gebetsgottesdiensten u.a. auch um uns neu zu vergegenwärtigen, dass wir Teil sind des gebrochenen und auferstandenen Leibes, zu einem neuen Leib zusammengefügt sind. Auch dort wird Raum sein Schuld loszuwerden und Vergebung zu empfangen.
Abschließen möchte ich mit folgenden Vers:
„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“ (1. Joh. 1,9)
AMEN.
Samstag, 4. April 2009
Termine und Aktuelles April 2009
So 05.04. 10.00 Gottesdienst mit anschl. Essen (Predigt Norbert Wohlrab; Thema: "Die Salbung durch die Sünderin")
Do 09.04. 19.30 Meditativer Gebetsgottesdienst zum Gründonnerstag mit Abendmahl
Fr 10.04. 19.30 Meditativer Gebetsgottesdienst zum Karfreitag mit Abendmahl
So 12.04. 10.00 Ostern - Familiengottesdienst
So 19.04. 19.30 Lobpreis & Segnung
Di 21.04. 19.30 Gebetsabend
So 26.04. 10.00 Gottesdienst (Predigt alle: jeder (der will) hat ein Wort oder ein Zeugnis)
Do 09.04. 19.30 Meditativer Gebetsgottesdienst zum Gründonnerstag mit Abendmahl
Fr 10.04. 19.30 Meditativer Gebetsgottesdienst zum Karfreitag mit Abendmahl
So 12.04. 10.00 Ostern - Familiengottesdienst
So 19.04. 19.30 Lobpreis & Segnung
Di 21.04. 19.30 Gebetsabend
So 26.04. 10.00 Gottesdienst (Predigt alle: jeder (der will) hat ein Wort oder ein Zeugnis)
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